Wer den Webshop von Cambridge Audio besucht und die Kategorie „Kopfhörer“ klickt, erlebt eine Überraschung. Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern finden sich bei den Londoner Hi-Fi-Spezialisten lediglich vier Modelle im Sortiment: zwei Over-Ear und zwei In-Ear. Die Melomania A100 gehören zu letzterer Kategorie und kosten 140 Euro. In Sachen Design orientieren sie sich an Apples AirPods Pro 2, zur Anpassung an den Gehörgang kommen die Kopfhörer mit 3 Silikonaufsätzen (S, M, L). Das abgerundete Kunststoff-Lade-Case passt problemlos in die Hosentasche und liefert Energie für 20 bis 40 Hörstunden – je nachdem, ob das Noise Cancelling an oder aus ist. Die Geräuschreduktion (niedrig, mittel, hoch, adaptiv) funktioniert gut, Referenzniveau wird allerdings nicht erreicht; ein Transparenz-Modus mit drei Stufen ist ebenfalls an Bord. Der zuschaltbare „DynamEQ“ passt bei niedriger Lautstärke Höhen und Bässe automatisch an (eine Art Loudness-Effekt). Via 7-Band-Equalizer lassen sich sechs vorgefertigte Klangkurven abrufen bzw. individuelle erstellen und speichern. Die Steuerung der In-Ears erfolgt via App oder Berührungskommandos an den beiden Stöpseln.
Nach EQ-Korrektur stark
In der „Linear“-Grundeinstellung sind die Bässe über- und die Höhen unterbetont. Per Equalizer korrigiert, ergibt sich ein ausgewogenes Klangbild mit breiter Stereobühne. Ob elektronische Musik („Shadowverse“ – The Midnight), Retro-Rock („Holz auf Holz“ – Wucan) oder Instrumentalkunst („Slideshow“ – The Aristocrats) – die A100 spielen im besten Sinne gefällig, dynamisch, detailreich und unaufgeregt.

Der Testbericht Cambridge Audio Melomania A100 (Gesamtwertung: Gut, Preis/UVP: 140 Euro) ist in audiovision Ausgabe 10-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Nach einer EQ-Anpassung liefern die In-Ears einen starken, wohlgerundeten Klang – nur knapp am „sehr gut“ vorbei.
Oliver Schultes

