Lange vor seinem Kinostart sorgte „Schneewittchen“ (Test hier) für Wirbel. So wurde die Besetzung der dunkelhäutigen Rachel Zegler kritisiert, da die Figur in der Originalfassung eine Haut „so weiß wie Schnee“ hat. Die Schauspielerin machte die Sache nicht besser, als sie öffentlich die Geschichte des Originals als sexistisch kritisierte und den Prinzen als Stalker bezeichnete.
Auch die sieben Zwerge, die ursprünglich von echten Schauspielern verkörpert werden sollten, bereiteten Probleme. Denn sechs der sieben Darsteller waren größer als Schneewittchen, was den Fans im Netz missfiel. Nach einen Shitstorm ersetzte Disney die Darsteller durch computeranimierte, mitunter recht gruselig aussehende Figuren (Bild), die aber immerhin alle kleiner sind als Schneewittchen. Das Wort „Zwerg“ fällt im Film trotzdem kein einziges Mal und findet sich auch nicht im Titel. Die ursprünglichen „Zwergen“-Darsteller wurden trotzdem im Film untergebracht – als Entourage des „Prinzen“. Statt 7 hat Schneewittchen also auf einmal 14 Freunde. Diese ungewollte Doppelbelastung sowie unzählige Nachdrehs, die den Kinostart um ein Jahr nach hinten schoben, wirken sich negativ auf die Erzählstruktur aus.
