Während der erste Rambo-Film keine Probleme mit den hiesigen Jugendschützern hatte und in seiner ungeschnittenen Version ab 16 Jahren freigegeben wurde, sah es bei der Fortsetzung anders aus. Zwar lief auch das actionlastige Sequel zuerst uncut mit einer 16er-Freigabe in den deutschen Kinos, doch nach einem öffentlichen Aufschrei aufgrund der angeblich gewaltverherrlichenden Darstellungen wurde die Freigabe auf 18 hochgesetzt. Mit dem FSK18-Siegel erschien der Film auf Videokassette, allerdings nur in einer um 22 Sekunden gekürzten Version. Trotz der Entschärfung in der Folterszene (Bild) landete „Rambo 2“ auf dem Index. Erst 2010 wurde die Indizierung aufgehoben. Auch Teil 3 war bis 2011 auf dem Index – und das, obwohl Rambos Afghanistan-Abenteuer von der Bewertungsstelle mit dem Prädikat „wertvoll“ ausgezeichnet wurde. Der vierte und härteste Rambo- Film (Test hier) wurde bereits für die deutsche Kinoauswertung gekürzt und die mit dem SPIO-Siegel versehenen Disc-Fassungen verweilten bis 2023 auf dem Index. Von solch einem Schicksal blieb „Rambo: Last Blood“ verschont, er wurde wie das Original nie als jugendgefährdend eingestuft.
