350 Euro ruft Marshall für sein neues Over-Ear-Modell Monitor III auf. Für den nicht gerade kleinen Preis bekommt man zusätzlich eine gerundete, mit Samt gefütterte Hartschalen-Tasche. Hier findet der zusammenklapp bare Kopfhörer exakt Platz. Obendrein gibt es einen USB-Adapter auf Klinke sowie ein USB-C-Ladekabel. Die zuschaltbare, aktive Geräuschdämmung filtert die Umwelt sehr gut heraus. Mittels ANC-Taste am linken Gelenk schaltet man zusätzlich in den Umgebungsmodus. Am rechten Hörer findet sich die M-Taste, die zum Umschalten von DSP-Programmen, zum Aufrufen von Spotify oder dem Sprachassistenten genutzt werden kann. Darunter gibt es eine vergoldete Fünfwege-Taste, die die Wiedergabe, Titelwahl sowie die Lautstärke steuert.
Satter Sound
Klangtechnisch gibt sich der Over-Ear keine Blöße. Die 32mm-Treiber liefern eine Bandbreite von 20 Hz bis 20 kHz. Damit wirken Gitarren und Mitten gut ausgeprägt, Bässe drängeln sich nicht vor. Höhen und Stimmen kommen klar herüber. Daneben werden AAC und Bluetooth LE unterstützt. Mit der Marshall-App lassen sich zudem ein fünfstufiger Equalizer sowie fünf Klangprogramme steuern. Per App aktiviert man auch die „Soundstage“, die den raumfüllenden Live-Sound einer Bühne simuliert und konfiguriert die drei Knöpfe am Gerät.
Beeindruckend ist die Akkulaufzeit von 100 Stunden ohne Active Noise Cancelling bzw. 70 Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung. Allerdings ist der Kopfhörer nicht wetterbeständig, zudem dürften die Ohrmuscheln für etliche Lauscher knapp bemessen sein; für Brillenträger liegt der Over-Ear dafür bequem auf.

Der Testbericht Marshall Monitor III (Gesamtwertung: Sehr gut, Preis/UVP: 350 Euro) ist in audiovision Ausgabe 5-2025 erschienen.
Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.
AV-Fazit
Klang und Tragekomfort des Over-Ear überzeugen auf ganzer Linie. Auch die lange Akkulaufzeit und die Tragetasche gefallen. Das alles lassen sich die Amerikaner allerdings gut bezahlen.
Thomas Stuchlik

