Neben der Kinofassung birgt die Blu-ray-Premiere von „Der tödliche Schwarm“ (Test hier) auch eine laut Cover „Rekonstruierte Langfassung mit 40 Minuten mehr Insektengrusel“. Die neuen Szenen liegen in Englisch mit deutschen Untertiteln vor (Bild rechts). Da mag sich manch einer fragen, was es damit auf sich hat.
In den 1970er-Jahren finanzierten sich Big-Budget-Produktionen zu einem großen Teil durch amerikanische TV-Rechte. Um einen Film an zwei Abenden zeigen zu können und so höhere Einnahmen zu generieren, wurde für den US-TV-Markt eine mindestens zweieinhalb Stunden lange Fassung erstellt. Hier integrierten Regisseure nicht selten Nebenhandlungen, die im Kino nicht zu sehen waren. Meist wurden die Filme aber nicht besser, sondern nur länger.
Weitere Werke, die in den Genuss längerer TV-Fassungen kamen, sind „Erdbeben“ (1974), „Flammendes Inferno“ (1974) und „King Kong“ (1976). Auch vom ersten „Superman“-Film (1978) existiert ein 3-Stunden-TV-Cut, der sogar auf Blu-ray veröffentlicht wurde – leider nur in den USA.
