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    Yamaha RXV-671 (Test)

    1. September 20114 Minuten Lesezeit

    Yamaha RX-V 671  – AV-Receiver für 500 Euro

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 €Der Yamaha RX-V 671 kostet 50 Euro mehr als der Sony, bietet dafür aber auch mehr Anschlüsse. Zur YPAO-Einmessung packen die Japaner viele Klangprogramme, ProLogic IIz fehlt jedoch. Eine gute SDTV-Bildvetrarbeitung, Webradio über LAN sowie USB- und HDMI-Fronteingänge runden die Ausstattung ab.

     

    Ausstattung und Technik

    Der Yamaha hat tolle Klangregler, etwa einen halbparametrischen Sieben-Band-Equalizer mit justierbarer Güte. Vier Bänder lassen sich in 28 Frequenzschritten auch für Basskorrekturen einsetzen, etwa um stehende Wellen bei 31, 39, 50, 63 oder 79 Hertz um bis zu 20 Dezibel zu dämpfen. Leider fehlt die Regelung aber für den Subwooferausgang – einen Vierband-Equalizer dafür bietet erst der große Bruder RX-V 2067 (Test in audiovision 6-2011). Die Justage des Lautsprecher-Setups erfolgt in Halb-Dezibel-Schritten respektive auf fünf Zentimeter genau, auf Wunsch auch automatisch. Für den EQ stehen die drei Zielfunktionen "Linear", "Front" und "Natürlich" bereit. Bass-Höhenregler für die Frontkanäle komplettieren die beachtliche Klangausstattung.

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 € 

    Zahlreiche Tasten: Die Fernbedienung steuert viele Funktionen direkt,
    ist aber etwas unübersichtlich.

    Über zwei Extra-Buchsen steuert der Yamaha unabhängig vom 7.1-Set­up ein Boxenpärchen für eine zweite Zone oder zusätzliche Front-Präsenz-Kanäle an. Die generiert der Cinema DSP, der 17 Klangfeldprogramme liefert. Für Mehrkanalton und Stereomusik ohne Effekte stehen die Modi "Straight" sowie "Pure Direct" bereit. Beim Wechsel auf eine 5.1-Konfiguration lässt sich auch Bi-Amping für die Frontboxen aktivieren. Zum Glück unterstützt das Menü mit farbigen Grafiken die Bedienung und informiert über Audio- und Videoformate.

    Der Receiver kann den Ton automatisch oder manuell verzögern, beherrscht die ARC-Funktion und verarbeitet 3D-Videos. Musik spielt er auch über USB und DLNA-Netzwerk ab, verzweigt zu Napster und Internet-Radio und lässt sich über Web-Browser steuern. Pairing zweier Bluetooth-Komponenten ist ebenfalls möglich, Airplay dagegen nicht. Für iPod & Co. steht ein USB-Fronteingang bereit. Lobenswert ist die mit knapp drei Watt sehr sparsame HDMI-Standby-Weiterschaltung.

    Leistungsfähig präsentiert sich die Videosektion, die alle wichtigen Funktionen beherrscht. So werden SDTV-Halbbilder analog und digital in bester flimmerfreier Qualität ins Format 1080p konvertiert, weshalb der Yamaha manchem Sat-Receiver zu einem besseren Bild verhilft. HD-Material bleibt unverändert oder wird bei analoger Zuspielung recht scharf ins Digitale gewandelt.

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 €
    Sieben plus zwei Boxen: Per Kabelklemmen steuert der Yamaha zwei zusätzliche Lautsprecher an,
    entweder für einen zweiten Raum oder für die Front-Präsenz-Kanäle, eine Spezialität
    des japanischen Herstellers. Dazu bietet der Receiver reichlich Anschlüsse inklusive
    LAN und Phono-Eingang.

     

     

    Tonqualität

    Die respektable Mehrkanal-Leistung liegt zwischen 45 und 71 Watt, im Stereomodus führt der Yamaha das Testfeld mit 160 Watt je Kanal souverän an. Gut: Die YPAO-Einmesssung ermittelt exakte Boxenpegel und Abstände, zeigt die Ergebnisse des Equalizers genau und lässt eine manuelle Nachjus­tage zu. Im Hörtest sammelt der Receiver durch fein ziselierte Hochtonauflösung Pluspunkte. Der DTS 5.1-Soundtrack bei "Gaslighting Abbie" mit Steely Dan klingt besonders räumlich und effektvoll. Da der Yamaha auch im Bass und Grundton knochentrocken die Kontrolle behält, präsentiert er im positiven Sinne ein analytisches, präzises und trotz hoher Auflösung tonal ausgewogenes Klangbild. Nur im untersten Tiefbasskeller agiert er nicht ganz so dynamisch wie in den Höhen, was bei derben Rocktiteln wie "Duck and Run" von 3 Doors Down hörbar wird. Die Bassdrum ertönt satt und tief, klingt aber dynamisch nicht ganz locker. Mit Dolby-TrueHD-Bitstreamton wird der Unterschied etwa beim Titel "The Hand That Feeds" von Nine Inch Nails deutlicher: Nicht alle Bass­anteile von fünf Kanälen und dem LFE-Kanal gelangen zu den groß definierten Frontboxen. Mit separatem Subwoofer treten weniger Probleme auf.

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 € 
    Tolle Möglichkeiten: professionelle Einstellungen für das Boxen-Setup und ein
    Equalizer für sieben Kanäle.

     

    Mit Stereomusik fallen Probleme des Bassmanagements weg, der Yamaha entfaltet all seine klanglichen Qualitäten und Kraftreserven. Beim Titel "Travel" kommt Marla Glens sonore Stimme felsenfest aus der Mitte des Raums, der Bass liefert reiche Klangfarben und feine Modulationen, während der Hall nach dem knackigen Fingerschnippen einen glaubwürdigen Raum aufspannt. Hier begeistert der Yamaha, zumal er auch die größten Leistungsreserven im Testfeld liefert. 

     

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 €

    550 Euro: Der Yamaha RX-V 671 bietet auf der Front einen USB- sowie einen
    sechsten HDMI-Eingang. Das Display lässt sich im Pure-Direct-Modus komplett abschalten.

     

    Fazit

    Der Yamaha RX-V 671 überzeugt mit professio­nellen Klangjustagen für sieben Kanäle, beim Subwoofer fehlen sie leider. Leistung und Klang im Mehrkanalbetrieb sind ordentlich, bei Stereomusik sehr gut. Dank sinnvoller Ausstattung landet der Receiver im Testfeld recht weit vorn.
     

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 €

     

    Technische Ausstattung und Bewertung 

    Yamaha RX-V 671  - AV-Receiver für 500 €

     

     

    Der Testbericht Yamaha RXV-671 (Gesamtwertung: 72, Preis/UVP: 550 Euro) ist in audiovision Ausgabe 9-2011 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Denon AVR-1912, Marantz NR 1602, Onkyo TX-NR 579, Pioneer VSX-921, Sony STR-DN 1010, Yamaha RXV-671 (audiovision 9/2011)In den Warenkorb

      Denon AVR-1912, Marantz NR 1602, Onkyo TX-NR 579, Pioneer VSX-921, Sony STR-DN 1010, Yamaha RXV-671 (audiovision 9/2011)

      PDF-Download €1,99

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