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    Dream Multimedia DM 800 HD PVR (Test)

    1. Januar 20094 Minuten Lesezeit

    Dreambox DM 800 HD PVR – HDTV-Settop-Box für 450 Euro

    DM 800 HD PVR vorneDie Dreambox Settop-Boxen von Dream Multimedia haben eine große Fangemeinde. Die auf Linux basierenden Sat-Receiver sind netzwerkfähig und sollen durch zahlreiche kostenlose Erweiterungen (Plugins) aus dem Internet besonders flexibel sein. Die DM 800 HD PVR ist die erste HDTV-fähige Settop-Box des Herstellers und macht vor allem durch ihre kompakte Bauform auf sich aufmerksam.

    Ausstattung und Bedienung

    Trotz der knappen Abmessungen stecken in der Box ein Kartenleser und eine kleine OLED-Anzeige. Wer möchte, kann sogar eine 2,5 Zoll große SATA-Festplatte für Notebooks fest einbauen, das dauert nur wenige Minuten. Alternativ passt eine externe eSATA-Festplatte an die Box. Zwei USB-Ports sind vorhanden, bislang aber ohne Funktion. Der Anschluss an moderne Flachbild-Fernseher oder Projektoren erfolgt über ein beiliegendes HDMI-Adapterkabel, da Dream Multimedia aus Lizenzgründen nur eine DVI-Buchse verwendet. Das Kabel ist nur 1,50 Meter lang, was nicht in allen Fällen reicht. Sonst entstehen aber keine Nachteile, denn die DVI-Buchse liefert ebenfalls Ton. 

    Clarke-Tech 5000 HD C+ menü

    Zusatzfunktionen: Über die Netzwerkschnittstelle lässt sich die Settop-Box
    mit kostenlosen Plugins aus dem Internet erweitern.

    Im Gegensatz zur kompakten Box fällt die Fernbedienung recht groß aus, liegt aber gut in der Hand. Das leicht lesbare und flott reagierende Menü macht gelegentlich einen nicht ganz ausgereiften Eindruck, da sich manche Informationen überlagern. Wegen der gewöhnungsbedürftigen Bedienung erweist sich die Hilfe-Taste als nützlich. Sie zeigt eine Liste wichtiger Funktionen, die sich dort direkt aufrufen lassen, und erklärt außerdem anschaulich, welche Taste auf der Fernbedienung jeweils zuständig ist.

    anschlüsse

    DVI statt HDMI: Aus lizenzrechtlichen Gründen setzt Dream Multimedia
    auf die DVI- statt auf die HDMI-Buchse. Digitalen Ton kann
    sie so aber auch ausgeben.

    Diese Erklärungen tun bei der Dreambox gelegentlich not. Beispielsweise gibt es keine eigene Taste für den EPG. Stattdessen zeigen sich über die Info-Taste Informationen zur aktuellen Sendung und erst nach einem Druck auf die blaue Optionstaste erscheint der eigentliche Programmführer. Dort lassen sich Aufnahmen per Timer planen; ein einfaches Markieren per Aufnahmetaste wie bei den anderen Testkandidaten ist nicht möglich. Manuell gestartete oder programmierte Aufnahmen legt die Box mit kurzen Infos zur Sendung ab. Anders als bei der Trekstor-Box enthalten sie alle ausgestrahlten Tonspuren. Time-Shift-Aufnahmen werden nicht dauerhaft abgelegt. Wie bei Trekstor lassen sich bei der Dreambox Vor- und Nachlaufzeiten für programmierte Aufnahmen einstellen. Da die Dreambox nur über einen Single-Tuner verfügt, ist während einer Aufnahme lediglich der Wechsel zu einem Sender innerhalb des gleichen Transponders möglich. 

    Bild- und Tonqualität

    Über die teils gewöhnungsbedürftige Bedienung kann man angesichts der Netzwerkfähigkeit der Dreambox noch hinwegsehen, bei der Bildqualität gelingt das nicht. Das Niveau liegt unter dem der anderen Testkandidaten und erreicht allenfalls den Wert von preisgünstigen Importgeräten. Bei HDTV-Sendungen in 1080i oder 720p bekommt man zwar ein hochaufgelöstes Bild, doch feine Details werden bedämpft, wodurch das Bild weich gezeichnet wirkt. Bei Standard-TV ergibt der über YUV und HDMI früh und steil abfallende Videofrequenzgang ebenfalls ein unscharfes Bild. Zudem neigt der De-Interlacer bei Börsentickern zu Kammbildung und unschönen Sägezähnen. Schade dass die Box kein 576i via DVI ausgibt, um die Vollbildwandlung dem TV zu überlassen. Nur bei der korrekten Farbdecodierung liegt die Dreambox mit den anderen Boxen in diesem Test gleichauf.

    450 Euro: Die neue Dreambox fällt mit knapp 20 cm Breite deutlich schmaler
    aus als ihre Konkurrentinnen, kann in Punkto Bildqualität aber nicht mithalten.

    Keine Kritik gibt es am Ton. Sowohl über HDMI/DVI als auch über SP/DIF klingt er ausgewogen. Analogen Stereoton gibt es nur über den Scart-Ausgang, ebenfalls ohne Beanstandung. Da alle Tonspuren aufgezeichnet werden, kann man bei der Wiedergabe zwischen unterschiedlichen Sprachen oder Formaten wählen. Die Dreambox hat keinen Lüfter und arbeitet selbst mit eingebauter Festplatte fast geräuschlos. Die Wärmeentwicklung am Gehäuse hält sich mit 39 Grad in Grenzen.


    Groß geraten: Zum Glück hat die leicht überdimensionale Fernbedienung eine
    Hilfetaste, die bei der gewöhnungsbedürftigen Steuerung von Nutzen ist.

     

     

    Fazit

    Von der Dreambox DM 800 HD PVR hatten wir uns mehr versprochen. Die kompakten Maße und die Option, eine Festplatte einzubauen, sind nette Features, doch die Bildqualität wird einem modernen HDTV-Receiver nicht wirklich gerecht.

      


    Technische Ausstattung und Bewertung
     

     

     

    Der Testbericht Dream Multimedia DM 800 HD PVR (Gesamtwertung: 66, Preis/UVP: 450 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2009 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

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