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    av-Test

    Onkyo TX-RZ70 (Test)

    3. September 202518 Minuten Lesezeit

    Nach einer gefühlten Ewigkeit schickt Onkyo wieder ein echtes Verstärker-Flaggschiff ins Rennen. Mit dabei sind Dirac und Auro. Was der 3.300 Euro teure TX-RZ70 noch kann, zeigt unser Test.

    Aufgrund finanzieller und rechtlicher Unstimmigkeiten kamen mehrere Jahre keine neuen Onkyo-Verstärker auf den deutschen Markt. Doch diese Differenzen wurden mittlerweile ausgeräumt und die neuen Boliden stehen bei hiesigen Fachhändlern. Dem derzeit zweitgrößten Modell TX-RZ50 haben wir bereits in der Ausgabe 8-2023 unter die Haube geschaut, jetzt war das brandneue Flaggschiff TX-RZ70 an der Reihe. Der 22 Kilogramm schwere Bolide teilt sich zwar zahlreiche Ausstattungs-Highlights wie Dirac Live, HDMI 2.1 und üppige Streaming-Features mit dem kleinen Bruder, kann aber auch mit einigen exklusiven Features aufwarten. Die gibt es freilich nicht zum Nulltarif, so ist der RZ70 mit 3.300 Euro gut doppelt so teuer wie der RZ50.

    Vor allem Auro 3D dürfte für viele Heimkino- Enthusiasten ein Grund sein, den TX-RZ70 genauer ins Visier zu nehmen. Der 3D-Ton-Decoder der Belgier feiert hier seine Onkyo-Premiere. Was das Konkurrenzformat von Dolby und DTS im RZ70 leistet, erfahren Sie im Kasten auf Seite 41.

    Dirac, AccuEQ und Decoder
    Bereits ab Werk gibt es das Einmess-System von Dirac, das Onkyo erstmals in der neuen Gerätegeneration nutzt. Eine Lizenz ist als Vollversion (komplette Frequenzgang-Korrektur) im Verstärker integriert und muss nicht wie bei Denon und Marantz zusätzlich erworben werden. Ein kompatibles Messmikrofon liegt ebenfalls bei, so dass man für die Optimierung nur ein Tablet oder Handy sowie die Onkyo-Controller-App für Android und iOS benötigt. Alles Weitere zu Dirac finden Sie im Kasten auf der nächsten Doppelseite. Alternativ hat der TX-RZ70 Onkyos eigenes Einmess-System „AccuEQ“ an Bord, das wir von früheren Modellen kennen. Ein Parallelbetrieb beider Messsysteme ist nicht möglich, man muss sich für eines entscheiden – wir griffen zu Dirac.

    Die Fernbedienung wirkt höherwertiger als das kleine Modell des TX-RZ50. Große und zudem beleuchtete Tasten sowie eine klare Strukturierung erleichtern die Nutzung im Alltag. Der Geber besteht aus Plastik, die Gummitasten vermitteln ein weiches und griffiges Anfassgefühl.

    Das verbirgt sich hinter dem THX-Logo
    THX wurde 1983 von „Star Wars“-Schöpfer George Lucas gegründet und verteilt Qualitätssiegel für die Einhaltung der von THX etablierten Prüfkriterien. Auch die Beratung und Prototypen-Entwicklung mit Herstellern gehört zum Portfolio der Amerikaner.

    Im Laufe der Jahre hat sich THX (heute in der Hand von Razer, Lucasfilm und Creative Technology) in den Bereichen Audio, Video, Professional und Lifestyle spezialisiert, neben Home-Entertainment-Produkten werden auch Kinos zertifiziert. Noch vor 10 Jahren war THX ein Gütesiegel, das sich Hersteller und Heimkino-Enthusiasten einiges kosten ließen. Mittlerweile hat das Label an Attraktivität eingebüßt, auch weil Standards aufgeweicht wurden und selbst PC-Plastikboxen mit dem Logo werben. Die Zertifi zierung von AV-Receivern erfolgt für unterschiedliche Leistungsklassen:

    „THX Certifi ed Compact“: Produkte für die Nutzung in kleinen Räumen bis ca. 28 Kubikmeter und rund 2,4 Meter Betrachtungsabstand zum Bildschirm.

    „THX Certifi ed Select“: Produkte für mittelgroße Räume bis ca. 57 Kubikmeter mit rund 3 Meter Betrachtungsabstand zum Bildschirm.

    „THX Certified Ultra“: Produkte für große Heimkinos bis 85 Kubikmeter Volumen mit einem Betrachtungsabstand zur Leinwand von rund 3,5 Meter.

    „THX Certified Dominus“: Produkt für sehr große Heimkinos mit bis zu 184 Kubikmeter bei einem Betrachtungsabstand bis zu ca. 6 Meter zur Leinwand.

    Im AV-Receiver-Segment ist Onkyo einer der wenigen Hersteller, die weiterhin auf das THX-Siegel setzen. Neben der Einhaltung technischer Parameter (z.B. bei Leistung, Rauschabstand, Verzerrungen, Frequenzgang, Bass-Management) bringen THX-zertifizierte AV-Receiver auch praktische Funktionen zur Anpassung des Kinotons an die Heimkino-Umgebung mit.

    So gesellen sich zu den THX-Klangprogrammen (Movie, Music, Game) eine Schaltung für Loudness („THX Loudness Plus“), eine Basseingrenzung bei wandnahem Sitzplatz („Boundary Gain Compensation“), eine Frequenzangleichung aller Lautsprecher für tonal gleich bleibende Panning-Effekte („Timbre Matching“) sowie eine Anpassung des höhenbetonten Kinotons an die tonalen Gegebenheiten von Heimkino-Räumen („Re-EQ“).

    Das THX-Logo ist beim Onkyo TX-RZ70 nicht prominent an der Front, sondern auf der Oberseite des Geräts angebracht.

    Eine Ausnahme bei AV-Receivern ist im Jahr 2023 die THX-Zertifizierung. Der TX-RZ70 besitzt eine solche in der „Select“-Variante und verfügt daher auch über THX-Features bzw. THX-Programme (siehe Kasten rechte Seite). Mit 3D-Ton hat THX allerdings nichts zu tun und spielt nur zweidimensional, also mit 5.1- oder 7.1-Lautsprechern. Bei 3D-Tonformaten wie Dolby Atmos, DTS:X und Auro kann man die THX-Klangmodi gar nicht erst aktiveren. Zudem lässt sich Dirac nicht mit THX nutzen, sondern wird bei Wahl der THX-Klangmodi ignoriert. Dasselbe (mit Ausnahme bei „Mono“) gilt für Onkyos eigene Klangprogramme (TV Logic, Orchestra, Unplugged, Studio Mix, Game-RPG, Game-Action, Game-Rock, Game-Sports, Theater Dimensional), die mit Hilfe von Dolby Surround oder DTS Neural:X nicht nur einen 3D-Upmix durchführen, sondern sich auch bei 3D-Tonsignalen aktivieren lassen. Das „Theater Dimensional“-Programm möchte mit nur zwei oder drei Frontboxen (und Subwoofer) durch Hinzufügen virtueller Schallquellen Surround-Sound erzeugen und wandelt damit auf ähnlichen Pfaden wie der Dolby-Atmos-Height-Virtualizer, der ebenfalls integriert ist. Das Cross-Format-Upmixing mit den Mischern von Dolby und DTS klappte problemlos und auch IMAX-Enhanced-Inhalte gibt der Amp wieder.

    Im Quick-Menü findet man ein Digitalfilter, das von „Langsam“ (sanftes Klangbild) über „Scharf“ (festes Klangbild) bis „Short“ (dynamisches Klangbild) dezente Änderungen des Klangcharakters ermöglicht; der Standard ist „Auto“.

    Der „Music Optimizer“ möchte durch Kompression verloren gegangene Signalinformationen wieder herstellen. Im Endeffekte schraubt die Schaltung ordentlich Bass und Höhen in den Sound, was subjektiv einen dynamischeren bzw. lebendigeren Klang suggeriert. Mit Dirac zusammen funktioniert der „Music Optimizer“ allerdings nicht. Mit dabei ist ein „Late Night“-Modus, der zuverlässig Dynamik- und Bass-Spitzen einebnet. Wer diffizileres Sound-Tuning unabhängig von den Einmess-Systemen betreiben möchte, hat dazu mit zwei Equalizern die Möglichkeit. Nummer 1 ist ein Standard-Grafik-EQ mit 15 Bändern für Frequenzen zwischen 25 Hz und 16 kHz bei einer Pegelabsenkung bzw. Pegelanhebung um 6 dB. Zeitgleich regeln kann man allerdings nur 9 der 15 Bänder, beim Subwoofer nur 5 Bänder zwischen 25 und 160 Hz. Der EQ greift für jedes Lautsprecherpaar (auch Subwoofer) plus Center. Einstellungen lassen sich in drei Speichern ablegen. Zusammen mit Dirac kann man den EQ aber nicht nutzen.

    Equalizer Nummer 2 nennt sich „EQ für Stehwellen“, läuft ebenso nicht in Kombi mit Dirac und dient zur Minderung dröhnender bzw. still stehender Basswellen im Hörraum, die durch Wechselwirkung von Ursprungswellen und von Wänden reflektierenden Wellen entstehen. Hierfür gibt es 3 Filter, jedes ist zwischen 63 und 250 Hz in 33 Schritten justierbar bei einer Absenkung von bis zu 12 dB. Die Güte (Q), also die Filterbreite bzw. der Frequenzbereich der Absenkung lässt sich allerdings nicht frei definieren.

    Schnellwahl: Die „Quick Menu“-Taste offeriert viele Funktionen für Bild und Ton, hier das Raum-EQ-Menü mit der Auswahl der 3 Slots für die Dirac-Einmessung.
    Subtiles Klangtuning: Unter „Audio“ kann man zwischen vier Digitalfiltern des DAC wählen: „Langsam“, „Scharf“, „Short“ und „Auto“.
    Viel Kontakt: 3 HDMI-Ausgänge und 7 (einer vorne) HDMI-Eingänge sind ausreichend bemessen, sogar analoges Bild fi ndet über FBAS- und YUV-Eingänge in den Verstärker. 11.2-Pre-outs nehmen externe Endstufen entgegen, Lautsprecher verkabeln kann man sogar 13 Stück, auch wenn maximal 11 (plus Subwoofer) zeitgleich aufspielen können. 4 Digital-Eingänge sollten auch für große Heimkinos genug sein, hinzu kommen 4 analoge Cinch-Inputs sowie ein Phono-Eingang.
    IMAX-Menü: Hier kann man den Modus für IMAX-Enhanced-Inhalte an- oder abschalten, sowie manuelle Einstellungen vornehmen, etwa den IMAX-LFE-Pegel.
    Firmware-Update: Die zum Testzeitpunkt aktuelle Firmware-Version des Onkyo hatte leider das Auro 3D-Upgrade noch nicht an Bord.
    Klipsch-Modus: Unter „Lautsprecherkombination“ kann man wählen, ob Boxen von Klipsch oder von anderen Herstellern genutzt werden.
    Die Dirac-Einmessung im Detail
    Erstmals bietet Onkyo eine Option zur Nutzung des Einmess-Systems von Dirac mit ausgewählten Receivern. Im Falle des TX-RZ70 ist die Lizenz im Receiver integriert. Zur Nutzung der Messfunktion kann man zur Onkyo-Controller-App greifen – oder zur „Dirac Live“-App bzw. „Dirac Live“-Software für PC und Mac. Für die Einmessung wird ein Mikrofon benötigt, das dem TX-RZ70 beiliegt und an den Receiver angeschlossen wird. Alternativ können andere Mikrofone verwendet werden.

    Im Test nutzten wir die Onkyo-App, für die Kommunikation müssen sich Tablet und Receiver im gleichen Netzwerk befinden. Nach dem Anschluss des Mikrofons erfolgt die Aufforderung am TV-Bildschirm, die Controller App zu nutzen. Vor Beginn der eigentlichen Einmessung muss man das gewünschte Lautsprecher-Setup im Menü des AV-Receivers einstellen. Im nächsten Schritt kann man zwischen einer 3-Punkte-Messung („Schnell“) und einer 9-Punkte-Messung („Vollständig“) wählen, bevor es zur Pegelkalibrierung geht. Über automatische Testtöne wurden im Test die Pegel aller Kanäle gut aufeinander abgestimmt. Sollte dies einmal nicht reibungslos klappen, lässt sich die Lautstärke jedes Kanals manuell nachjustieren – bis diese im vorgegebenen, grünen Bereich der Pegelanzeige landet.

    Danach beginnt die Messung in 3 oder 9 Durchgängen. In unserem Test schlug die erste Messung mehrmals fehl, da der Subwoofer-Pegel etwas zu leise war. Einmal nachjustiert, klappte alles wie gewünscht. In der Folge muss die ermittelte Frequenzkurve an den TX-RZ70 übertragen werden, der damit alle drei Speicherbänke füllt. Erst dann werden Änderungen möglich.

    Das Modellieren einer eigenen Zielkurve zur Frequenzgang-Korrektur gestaltet sich technisch einfach und ist für jeden Kanal separat durchführbar. Fronts, Surrounds oder Tops lassen sich auch als Paar bearbeiten. Paare können jedoch nicht kombiniert werden, um sich Arbeitsschritte zu sparen, falls man für alle Kanäle die gleichen Korrekturfilter anwenden möchte. Über freisetzbare (und löschbare) Ankerpunkte lassen sich Frequenzbereiche eines Kanals (oder Paars) im Pegel an- bzw. abheben. Der berücksichtigte Frequenzbereich ist standardmäßig von 24 Hz bis knapp 20 kHz gesetzt, lässt sich durch das Verschieben der seitlichen Begrenzungslinien aber frei definieren – kleiner oder zu unserer Überraschung sogar größer von 10 Hz bis 24 kHz. Nach erfolgreicher Dirac-Einmessung lässt sich der Equalizer des Onkyo nicht mehr nutzen.

    Optional kann man die Software „Dirac Live Bass Control“ dazukaufen. Diese kostet 350 Euro für einen Subwoofer, für die „Multi Subwoofer“-Version zur Berücksichtigung mehrerer Subs muss man 500 Euro hinblättern. Ein Upgrade von Single auf Multi ist ebenso möglich, was mit 170 Euro zu Buchse schlägt.

    Für die Einmessung müssen die Pegel aller Lautsprecher in etwa gleich laut sein, das heißt im grünen Bereich der Skala liegen.
    Das Modellieren einer eigenen Zielkurve gestaltet sich in der Onkyo-App über frei definierbare Ankerpunkte technisch einfach.

    Messergebnis (ganz oben) und korrigierten Frequenzgang (oben) kann man sich als Graph in der Onkyo-App anzeigen lassen. Das Ergebnis der Korrektur sieht nicht nur eindrucksvoll aus, sondern überzeugt auch klanglich.
    Messmethode: Eine 3- oder 9-Punkt-Messung steht zur Wahl.

    Endstufen und Boxensetup
    Die Signalverarbeitung im Onkyo übernehmen zwei 32-Bit-DACs vom Typ ESS ES9206 mit 384 Khz. Der TX-RZ70 besitzt 11 Endstufen und gehört damit der Oberklasse an. Allerdings haben in dieser Disziplin die Konkurrenten mit bis zu 15 Leistungsverstärkern die Nase vorn. Auch bei den Pre-outs spielt der Onkyo nicht in der höchsten Klasse. 11.2-Vorverstärkerausgänge sind für 7.2.4-Setups mit maximal 4 Höhenboxen ausreichend. Mehr Kanäle kann der TX-RZ70 jedoch nicht ausgeben, was den Verzicht auf den „Center Height“- sowie „Voice of God“-Kanal bei Auro-Ton bedeutet. Auch lassen sich keine Front-Wide-Kanäle einrichten. Höhenboxen kann man dafür an praktisch allen Positionen betreiben und beliebig miteinander kombinieren.

    Wie bei AV-Receivern üblich können Endstufen auch für das Bi-Amping oder die aktive Beschallung von einer oder zwei zusätzlichen Hörzonen genutzt werden.

    Im Boxen-Setup darf man die Abstände der Boxen zum Hörplatz in 1-Zentimeter-Schritten einstellen, was beim kleineren TX-RZ50 nicht der Fall war; hier gingen nur 3-Zentimeter-Einheiten. Gleiches gilt für die beiden Subwoofer-Ausgänge, die im Flaggschiff getrennt in Distanz und Pegel konfigurierbar sind, es beim TX-RZ50 aber nicht waren.

    Im speziellen THX-Menü sollte man die Abstände der Back-Rear-Lautsprecher zum Hörplatz zusätzlich definieren, wählen kann man aus den vorgegebenen Werten „< 0,3 Meter“, „0,3 – 1,2m“ und „> 1,2m“. Im gleichen Menu lässt sich „Loudness Plus“ aktivieren und die Nutzung eines THX-zertifizierten Subwoofers samt „Boundary Gain Compensation“ (BGC) zur Optimierung der Tieftonwiedergabe bei wandnahem Sitzplatz definieren. Eine weitere Besonderheit ist der „Klipsch Optimized Mode“ für die bestmögliche Anpassung des Onkyo-Amps an kompatible Lautsprecher der Marke Klipsch. Zur Auswahl stehen Modelle der Baureihen „Reference“, „Reference Premiere“ und „Custom Install“.

    Video mit HDMI 2.1
    Natürlich hat Onkyo auch die Videotechnik seit der letzten Gerätegeneration aktualisiert. Im TX-RZ70 arbeitet ein Video-Board nach dem HDMI-2.1-Standard (40 Gbit/s), die Auflösungen bis 8K/60p- bzw. 4K/120p an 6 seiner 7 HDMI-Eingänge sowie an zwei der drei HDMI-Ausgänge akzeptiert. Natürlich ist ein eARC integriert. Der Front-HDMI-Eingang arbeitet übrigens nur mit 9 Gbit/s. Das Video-Upscaling von 2K- und 4K-Quellen ist bis auf 8K-Auflösung möglich. Die HDR-Standards Dolby Vision, HDR10+, HDR10, HLG und IMAX Enhanced werden ebenfalls unterstützt. Zudem beherrscht der Amp die für Gamer nützlichen Features Variable Refresh Rate (VRR), Auto Low Latency Mode (ALLM) für flüssigen wie verzögerungsfreien Spielspaß und QFT (Quick Frame Transport).

    THX-Menü: Hier kann man für die THX Klangmodi den Abstand der Back-Rears zum Sitzplatz, die Nutzung eines THX-Subs samt BGC und Loudness Plus einstellen.
    EQ für Stehwellen: Der sinnvolle Equalizer mit 3 Filterbändern senkt Bässe zwischen 63 und 250 Hertz um bis zu 12 dB ab, um Dröhnen zu minimieren.

    Streaming ohne Ende
    Ganz vorne spielt Onkyo in Sachen Streaming mit: Neben Bluetooth (Sender und Empfänger integriert) mit aptX HD, Chromecast und AirPlay 2 ist nämlich auch das noch wenig verbreitete DTS Play-Fi an Bord. Zudem wurden wichtige Dienste direkt ins Gerät integriert und können ohne App genutzt werden – dabei sind das TuneIn Webradio, Spotify, Deezer, Tidal und Amazon Musik HD. Apple Music ist hingegen mit von der Partie. Tuner für analoges Radio oder DAB+ fehlen dem Onkyo ebenfalls.

    Zudem arbeitet der TX-RZ70 mit Sonos-Produkten zusammen, ein Firmware-Update soll den Receiver für die Roon-Streaming-Platform fit machen. Natürlich lässt sich Musik via USB oder externe Server zuspielen. Die Sprachsteuerung gelingt über Amazon Alexa und Google Assistant – das klappt aber nur mithilfe externer und kompatibler Geräte.

    Bedienung und Menüs
    Das bullige, eckige Design des TX-RZ70 mit stolzen 20 Zentimetern Höhe und 48 Zentimetern Tiefe kennen wir von früheren Modellen. Der große Volume-Regler läuft geschmeidig und wackelt nur bei stärkerem Zug minimal. Der Deckel wirkt robust und biegt sich nur bei kräftigem Druck ganz dezent. Dafür verantwortlich ist auch eine Verstrebung, die dem Rahmen Stabilität verleiht und so Vibrationen minimiert.

    Hinter der aus dem Vollen gefrästen Aluminium- Frontklappe verstecken sich Tasten zur Bedienung, ein HDMI-Eingang sowie Anschlüsse für Kopfhörer und Messmikrofon. Das grün leuchtende, einzeilige Display wirkt etwas antiquiert, ist aber gut lesbar. Wie beim TX-RZ50 müssen wir etwas Kritik an den Bildschirmmenüs üben, die dünne, weiße und teils abgesoftete Schrift auf schwarzem Hintergrund ist vor allem in hellen Räumen nicht optimal lesbar.

    Ein Schritt nach vorne ist hingegen die Fernbedienung, die nicht nur deutlich größer, sondern auch durchdachter und besser bedienbar daherkommt. Zudem ist sie, anders als beim TX-RZ50, beleuchtet. Die „Quickmenu“-Taste auf dem Geber ruft unten rechts im Bild ein Schnellwahlmenü auf, wo man wichtige Einstellungen für HDMI, Audio, Raum-EQ und Pegel vornehmen kann. Auch zwischen den drei Speichern („Slots“) für Dirac Live kann man hier wählen. Das Info-Menü legt sich ebenfalls rechts unten über das laufende Bild und gibt Auskunft über ein- und ausgehende Ton- und Bildsignale sowie Netzwerkinfos.

    Quellenwahl: Die Onkyo-App listet übersichtlich alle zur Verfügung stehenden Quellen auf. TV aktiviert den eARC, unter NET verbergen sich sämtliche Streaming-Optionen.
    NET: Hier warten alle integrierten Musik-Dienste, lokalen Speicher (USB, Server) und Streaming-Funktionen (AirPlay 2, Chromecast, DTS Play-Fi) auf ihren Einsatz.
    Die Onkyo Controller App ist eine übersichtliche Alternative zur Fernbedienung. Die Dirac-Einmessung klappte mit der App ohne große Probleme und intuitiv.
    Das Auro-Update
    Eigentlich war der Test des TX-RZ70 schon fertig, doch kurz vor Redaktionsschluss lieferte Onkyo eine neue Firmware aus, die den Auro 3D-Decoder nachrüstet bzw. aktiviert. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, den AV-Boliden auf den neuesten Software-Stand zu bringen. Nach erfolgtem Update lässt sich der Auro-Decoder in einem eigenen Menü feintunen: Der Reiter „AURO-3D-Wiedergabemodus“ erlaubt, ein Auro-Signal entweder nativ („NATIV“) oder alternativ als Upmix („AURO-3D“) auf der eingestellten Boxen-Konfiguration wiederzugeben. Aus dem dazugehörigen Erklärungstext wird man – auch aufgrund unzähliger Abkürzungen – allerdings nicht wirklich schlau (siehe Bild). Mit „Auro-Matic Voreinstellung“ kann man die Größe des Schallfeldes einstellen, wählbar sind „Klein“, „Mittel“, „Groß“, „Sprache“ und „Film“.„Auro-Matic Stärke“ (von 0 bis 15) passt die Pegel der Höhenboxen in Relation zur ursprünglichen Abmischung an.

    Natürlich ist neben dem nativen Auro-Decoder auch der 3D-Upmixer „Auro-Matic“ an Bord, im Test klappte das Cross-Format-Upmixing mit 2D-Ton von Dolby und DTS ohne Probleme. Bei Atmos- und DTS:X-Signalen kann man hingegen keine Auro-Decoder/-Mischer aktiveren, auch die Mischer DTS Neural:X sowie Dolby Surround sind dann nicht verfügbar. Sie lassen sich aber bei Auro-Ton zuschalten. Und zur Vollständigkeit: Auro kann man nicht zusammen mit THX nutzen. Mit „Auro Surround“ ist zusätzlich ein 2D-Mischer dabei, was praktisch ist, wenn man z.B. Stereo-Musik auf Surround-Sound ohne Höhenboxen ausweiten möchte.

    Zudem ist die Nutzung des Auro-3D-Decoders abhängig von den Einstellungen im Boxen-Setup: Sind nur 2 Höhenboxen am Start, sollten diese an den Positionen „Top Front“ oder „Top Height“ platziert sein. Nicht aktivieren lässt sich Auro 3D an den Lautsprecher-Positionen „Front-Aufsatz“, „Top Middle“, „Top Rear“ und „Rear-Aufsatz“. Bei Einsatz von 4 Höhenboxen können außer „Top Middle“ alle Positionen gewählt werden. Bei Wahl von „Top Middle“ werden zudem die hinteren Höhenboxen automatisch als „Rear Height“ definiert; ändern kann man das nicht. Der 2D-Mixer „Auro Surround“ spielt mit allen Boxenkonfigurationen.

    Nach dem Firmware-Update findet man einen neuen Reiter im Grundmenü. Zum einen kann man hier die Raumgröße des Auro-Sounds sowie den Pegel der Höhenboxen manuell noch feinjustieren. Unter „AURO-3D-Wiedergabe“ darf man zwischen einer nativen Wiedergabe (z.B. 9.1) des originalen Auro-Streams und einer hochgemischten Wiedergabe auf dem eingestellten Lautsprecher-Setup (z.B. 7.1.4) wählen. Der mit etlichen Abkürzungen versehene Erklärungstext ist hier leider keine große Hilfe.

    Tonqualität
    Wenig überraschend lieferte der TX-RZ70 bei den Messungen meist höhere Werte als der TX-RZ50. Im Stereo-Betrieb kletterte die Power von 228 (4 Ohm) bzw. 190 (6 Ohm) Watt pro Kanal auf stattliche 264 bzw. 205 Watt beim TX-RZ70. 147 (4 Ohm) und 159 (6 Ohm) Watt pro Kanal waren es im 5-Kanal-Betrieb und damit 13 (4 Ohm) respektive 37 Watt mehr. Immer noch ordentliche 88 Watt pro Kanal waren es im 7-Kanal-Modus an 6-Ohm-Last, dann griff die Schutzschaltung des Onkyo ein. Der durchschnittliche Stromverbrauch lag mit gut 400 Watt im höheren Bereich für AV-Receiver, der TX-RZ50 benötigte rund 340 Watt.

    Die Einmessung mit Dirac über die Onkyo-App klappte komfortabel, allerdings mussten wir nachträglich im Boxen-Setup die Crossover-Frequenzen anpassen. Wie beim TX-RZ50 setzte Dirac auch hier alle Speaker auf 70 Hertz, den Subwoofer auf 120 Hertz. Da wir für unsere großen Standlautsprecher den vollen Frequenzgang bevorzugen, korrigierten wir hier die Werte auf „Vollbereich“, alle anderen Boxen setzten wir auf 80 Hertz. Auffällig waren die automatisch ermittelten Abstände der Lautsprecher zum Messplatz, denn Dirac setzte die Werte auf gleiche 20 Millisekunden. Zum Vergleich: Beim Test des TX-RZ50 wurden von Dirac die Boxenabstände auf identische 50 Millisekunden gesetzt. Ändern lassen sich die Werte der Dirac-Messung nicht.

    Wie (fast) immer starteten wir unsere 5.1-Hörsession mit Rockmusik von Steely Dans ausgezeichnet aufgenommenem Album „Two against nature“. Der Onkyo spielte sehr hochauflösend und schälte feinste Details aus der Musik heraus. Das dynamische, impulsive und sehr klare Klangbild gefiel, ebenso die ausgesprochen saubere, konturierte Basswiedergabe, die ohne Dröhnen auskam. Aggressiv fuhr der Amp einem dabei nicht in die Ohren. Ist eine Aufnahme allerdings mau, dann klingt es auch so, der Onkyo beschönigt nichts.

    Auch mit Dolby-Atmos-Clips machte die transparente, weiträumige und klare Spielweise des Onkyo viel Spaß. Surround-Effekte wurden ausgesprochen präzise im Schallfeld um den Hörplatz platziert, während Ambient-Effekte diffus den Raum füllten. Sehr schön gelangen dem TX-RZ70 auch Höheneffekte, so waren die Synthesizer in „Audiosphere“ oder das Blatt in „Leaf“ bestens an der Decke bzw. über dem Kopf ortbar. Abermals konnte auch der Tieftonbereich überzeugen, da grummelte etwa der „Powerful Bass“ im „Amaze“-Trailer schon sehr überzeugend: nicht zu viel, nicht zu wenig, dabei sehr sauber und abgrundtief.

    Klasse drückte der Bass im Finale von „Ghost in the Shell“, wo der Panzer ordentlich loslegt und Explosionen von allen Seiten über den Zuhörer hereinbrechen. Sehr überzeugend auch, wie trotz des Sound-Infernos einzelne Effekte klar hörbar bzw. räumlich nachvollziehbar blieben. Die „Late Night“-Schaltung reduzierte sowohl Dynamikspitzen als auch Bässe zuverlässig.

    Mit Musik von CD (wir hörten im „Pure Audio“-Modus für die reinste Klangwiedergabe) spielte der TX-RZ70 ebenso klar, straff, dynamisch und dabei sehr hochauflösend. Das transparente Klangbild bot eine ausgezeichnete Ortung von Instrumenten und Stimmen. Auch hier gilt: Mittelprächtige, scharfe bzw. spitze Aufnahmen können im Pure Direct-Modus abhängig von der Lautstärke schon mal anstrengend werden. Mit Dirac lassen sich solche Unschönheiten aber eindämmen bzw. auf den eigenen Hörgeschmack trimmen.

    Der Testbericht Onkyo TX-RZ70 (Gesamtwertung: 90, Preis/UVP: 3.300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 11-2023 erschienen.

    Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

    • Onkyo TX-RZ70 (audiovision 11-2023)In den Warenkorb

      Onkyo TX-RZ70 (audiovision 11-2023)

      PDF-Download €1,99

    AV-Fazit

    90 Sehr gut

    Der Onkyo TX-RZ70 klotzt mit sehr gutem Klang, exzellenter Streaming-Ausstattung und zwei Einmess-Systemen. Der kleine Durchhänger bei der 7.1-Leistungsmessung spielt im Alltag meist keine Rolle, die Beschränkung auf 11.2-Kanäle ist für ganz große Heimkinos hingegen nicht perfekt.

    Andreas Oswald

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