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    News

    MMD beendet Pilotprojekt zur nachhaltigen Reduzierung von Monitorabfall

    17. Februar 20233 Minuten Lesezeit

    Und es geht doch: MMD, führendes Technologieunternehmen und Markenlizenzpartner für Philips Monitore, zeigt im Rahmen eines Pilotprojekts der PREVENT Waste Alliance, einer Initiative des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wie sich defekte Monitore in Nigeria umweltschonend und wirtschaftlich recyceln lassen. Ebenfalls maßgeblich am Projekt beteiligt: Closing the Loop, ein weltweiter Anbieter von Dienstleistungen im Bereich umweltfreundlicher Beschaffung, TCO Development, die Organisation hinter der weltweit führenden IT-Nachhaltigkeitszertifizierung TCO Certified, und weitere Partner. Gemeinsam mit ihnen entwickelte MMD ein erfolgreiches Geschäftsmodell, wie eine zertifizierte Lösung für abfallneutrale Elektronik auf Monitore ausgeweitet und so neue Standards für eine umweltfreundliche Beschaffung gesetzt werden können.

    Herausforderung Elektroschrott
    50 Millionen Tonnen pro Jahr: Elektroschrott (E-Schrott) ist eine der dringendsten Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft heute konfrontiert ist. Entsorgt wird dieser Abfallberg – so ein Bericht der Platform for Accelerating the Circular Economy (PACE) und der UN E-Waste Coalition – überwiegend per Schiff in afrikanische oder andere Schwellenländer.

    Aber auch wenn fast alle neuen Philips Monitore quecksilber- und bleifrei sind: Computerbildschirme gelten mit ihren nur sehr kleinen eingebauten Platinen sowie den eingebrannten Chemikalien wie Blei und Quecksilber allgemein als Sorgenkind des Recyclings und der Kreislaufwirtschaft. Zumindest in Afrika kann ein Großteil davon nicht ordnungsgemäß recycelt werden, da es an geeigneten Anlagen und Ressourcen fehlt. Denn mit einem ordnungsgemäßen Recycling ist bislang kein Geld zu verdienen.

    Erfolgsmodell Abfallkompensation ausweiten
    Ein nachweislich erfolgreicher Ansatz zur Eindämmung und Bewältigung dieser gigantischen Herausforderung ist das Konzept der Elektroschrottkompensation, das im öffentlichen Beschaffungswesen bereits als grüne Lösung für Handys, Laptops und Tablets anerkannt ist und den Kreislauf des Lebenszyklus von Elektronikgeräten schließt. Dabei wird über eine Gebühr, die auf den Kaufpreis neuer Elektronikgeräte aufgeschlagen wird, die Sammlung von Altgeräten finanziert, um diese dann sicher recyceln zu können. Die auf diesem Wege gewonnenen Rohstoffe werden dann wieder für die Herstellung neuer Produkte eingesetzt, die dadurch abfallneutral werden.

    Philips Monitore unterstützte im Rahmen seines Engagements für nachhaltigere Monitortechnologien Closing the Loop und eine Koalition aus länderübergreifenden Partnern – wie dem Forschungsinstitut Öko-Institut e. V. und den lokalen nigerianischen Partnern Verde Impacto, Hinckley Recycling sowie SRADev Nigeria – über anderthalb Jahre darin, ein Geschäftsmodell aufzubauen, das aufzeigt, wie das Abfallkompensationsprogramm auf Monitorabfälle ausgeweitet und die Zertifizierung TCO Certified Edge, E-waste Compensated ausgedehnt werden kann. Über 5.500 nicht mehr verwendbarer Monitore wurden dazu von den Partnern für das Projekt eingesammelt.

    „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Pilotprojekt ein Geschäftsmodell entwickeln konnten, das belegt, dass das erfolgreiche Konzept der Abfallkompensation nicht nur bei Mobiltelefonen funktioniert, sondern auch die deutlich anspruchsvollere Wiederverwertung von Monitoren finanziell lukrativ machen und gleichzeitig zur Entwicklung lokaler Recyclingkapazitäten beitragen kann“, so Stefan van Sabben, Global CSR and Sustainability Senior Manager bei MMD, Philips Monitore.

    Erste Erfolge auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft
    Zu Beginn des Projekts gab es in Nigeria kaum Erfahrung mit der Wiederverwertung von Flachbildschirmen. Ausrangierte Monitore stapelten sich auf Mülldeponien und stellten damit ein beachtliches Risiko für Mensch und Umwelt dar. Der Recyclingpartner wurde daher zunächst in der manuellen Demontage von Flatscreens geschult. Dazu gehörte die sichere Entfernung der quecksilberhaltigen Schwarzlichtröhren, die sichere Demontage aller anderen elektronischen Bauteile sowie die Identifizierung und Trennung der verschiedenen Arten von Kunststoffen, einschließlich solcher, die gefährliche bromierte Flammschutzmittel enthalten.

    Am Ende des Projekts war der Recycler in der Lage, Flachbildschirme auf sehr sichere und effiziente Weise zu demontieren, die dafür erforderlichen Kosten um mehr als die Hälfte zu senken und Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen. Auch wenn der Weg noch lang ist, sind dies ermutigende erste Schritte in Richtung einer wirklich nachhaltigen Zukunft.

     

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