Am 15. Februar wurde die Akademie der Künste in Berlin zum Schauplatz eines besonderen Kinoereignisses: In der Sektion Berlinale Classics, kuratiert von der Deutschen Kinemathek, feierte die 4K-Restaurierung von LEAVING LAS VEGAS ihre umjubelte internationale Premiere – 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung des von Kritik und Publikum geliebten Meisterwerks von Mike Figgis.
Regisseur und Autor Mike Figgis stellte den Film in der restaurierten Fassung persönlich vor und wurde vom Publikum mit großem Applaus empfangen. Er erzählte dem Publikum, dass er schon 1971 mit seiner Performance-Art-Gruppe „People Show“ in genau diesem Gebäude gewesen sei. Umso bewegender sei es für ihn, seinen wichtigsten Film nun in einer wunderschönen 4K-Restaurierung an diesem Ort wiederzusehen. Gastgeberin des Abends war Heleen Gerritsen, Leiterin der Sektion Berlinale Classics.
LEAVING LAS VEGAS zählt zu den eindringlichsten und erschütterndsten Liebesgeschichten auf der Kinoleinwand. Bis heute wird der Film für seine schonungslose Darstellung von Sucht, Intimität und Selbstzerstörung gefeiert. Die 4K-Restaurierung wurde von Silver Salt Restoration in Großbritannien durchgeführt, basierend auf dem originalen Super-16-mm-Kameranegativ als primärem Quellmaterial. Die neue Fassung erscheint am 21. Mai 2026 auf 4K UHD und Blu-ray beim STUDIOCANAL-Label ARTHAUS.
Über den Film:
Nachdem seine Alkoholsucht ihn seine Karriere wie auch sein privates Glück gekostet hat, beschließt der gescheiterte Drehbuchautor Ben Sanderson (Nicolas Cage), nach Las Vegas zu fahren und sich zu Tode zu trinken. Dort begegnet er der glücklosen Prostituierten Sera (Elisabeth Shue) und zwischen den beiden verlorenen Seelen entwickelt sich erst eine Freundschaft, dann eine innige Affäre – doch mit klaren Regeln: Er darf ihren Broterwerb nicht kommentieren und sie darf ihn nicht von seinem Plan abbringen.
Das kompromisslose Leidens- und Liebesdrama von Regisseur Mike Figgis („Stormy Monday“) erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter Oscar®-Nominierungen für Regie, Drehbuch und Hauptdarstellerin. Vor allem Ausnahmeschauspieler Nicolas Cage wurde für seine intensive Performance mit Preisen überhäuft, gewann sowohl Oscar® als auch Golden Globe und stieg endgültig zum Hollywood-Superstar auf, Elisabeth Shue wurde als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Mike Figgis erhielt Nominierungen für die Beste Regie und das Beste Drehbuch.
