Teufel Ultima 40 Aktiv (PDF-Test)

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Teufel hat seinen Ultima-40-Lautsprecher erneuert. Der kommt neben einer Passiv-Variante auch wieder als Aktivbox auf den Markt, die mit ihrem Stereo-Verstärker (2 x 130 Watt) einen der passiven Ultima-Speaker antreiben kann; selbstredend müssen die beiden über ein Boxen­kabel verbandelt werden, das beiliegt. Zum Lieferumfang gehört auch eine Fernbedienung.

Optional kann das Pärchen mit zwei aktiven Rear-Boxen sowie einem Subwoofer zu einem 4.1-Set ausgebaut werden, der integrierte Verstärker besitzt hierfür aus AV-Receivern bekannte Funktionen wie die Einstellung von Pegel, Distanzen und Crossover (nur für den Sub). Neben elektronischen Reglern für Bass/Höhen sind auch eine gut funktionierende Dynamikreduktion, eine Schaltung zur Erzeugung eines virtuellen Centers für verbesserte Sprachverständlichkeit sowie ein Dolby-ProLogic-Upmixer an Bord; Letzterer hievt 2.0-Ton ins Surround-Format. Apropos Decoder: Die Elektronik kommt mit Dolby- und PCM-Sig­nalen zurecht, ein DTS-Decoder fehlt hingegen, weshalb entsprechende Datenströme vom Zuspieler in eines der kompatiblen Formate gewandelt werden müssen – andernfalls bleiben die Boxen stumm. Das große und helle Punktmatrix-Display für die Menünavigation gibt dann die Meldung „Nicht kompatibles Audioformat“ aus.

„Effekt“ hat Teufel seine aktiven Mini-Lautsprecher getauft, womit ihr Zweck auch schon benannt wäre: Für Surround-Effekte zu sorgen. Eine andere Verwendung, etwa als Multiroom-Speaker, ist nicht vorgesehen, da die Box weder über Netzwerk- und Streaming-Funktionen noch über Anschlüsse verfügt. Die Verbindung zu den Ultima-40-Speakern oder Teufels Soundbar Cinebar Pro erfolgt per Funk, die Reichweite soll 15 Meter betragen. Mit je knapp einem Kilo Gewicht lassen sich die in den Farben Schwarz, Weiß oder Schwarz/Weiß erhältlichen Zwerge (11,2 x 11,2 x 15,3) problemlos im Raum verstecken bzw. per Lochhalterung an die Wand hängen; die Länge des Stromkabels beträgt praxisgerechte 4 Meter.

Teufels „Effekt“-Speaker werden paarweise verkauft und kosten 400 Euro.

In jeder der 2-Wege-Boxen arbeitet ein Class-D-Verstärker mit 35 Watt. Das Zusammenspiel mit den Ultima 40-Boxen klappte trotz des Größenunterschieds erstaunlich gut. Mit Atmos-Ton spielte das Set homogen auf, bot eine große Räumlichkeit und stellte Effekte greifbar in den Hörraum. Wer die Ultima 40 auch für Filmton nutzt, sollte den Kauf von Teufels „Effekt“-Speakern auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

An Anschlüssen gibt es Bluetooh mit AptX, Toslink, Cinch und eine HDMI-Buchse samt ARC und CEC für den Anschluss eines Fernsehers; alle HDMI-Quellen wie etwa X-Box oder Blu-ray-Player werden laut Teufel an den TV gestöpselt, der das Tonsignal via ARC an die Boxen leitet. Praktisch ist die USB-Soundkarte für die Zuspielung via PC.

Rückseite: Das Anschlussfeld oben bietet Kontakte für USB (mit DAC), HDMI (ARC), Toslink, Cinch und einen Subwoofer. Am Lautsprecher-Terminal wird die passive Ultima 40 angestöpselt.

Die Front der eleganten, mit schwarzer oder weißer Folienoberfläche erhältlichen 3-Wege-Box birgt 4 Chassis, wobei zwei 165 mm große Treiber aus Fiberglas und Zellulose für die Bässe zuständig sind. Der kupferfarben leuchtende Mitteltöner aus Kevlar und Fiberglas ist ein echter Hingucker, darunter befindet sich ein 25-mm-Gewebehochtöner.

Tonqualität

Klanglich spielte das Pärchen mit trockenem und knackigem Bass, der allerdings tiefste Töne aussparte. Sehr gut gefiel uns die dynamische und spritzig-klare Spielart, trotzdem waren den Ultima 40 dank tonal neutraler Abstimmung harte Mitten oder spitze Höhen fremd; selbst bei gehobenen Pegeln. In Sachen Räumlichkeit wusste die dreidimensionale Abbildung zu überzeugen, Instrumente wurden glaubhaft und greifbar auf der großen Klangbühne mit guter Tiefenstaffelung verortet. Damit empfiehlt sich die Ultima 40 gleichermaßen für Musik und Filmton. Letzterer legte in Kombination mit Teufels „Effekt“-Boxen erwartungsgemäß zu; erstaunlich, wie gut das Zusammenspiel der Mini­boxen mit den Ultimas funktionierte.

Der Testbericht Teufel Ultima 40 Aktiv (Gesamtwertung: 94, Preis/UVP: 900 Euro) ist in audiovision Ausgabe 1-2020 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

sehr gut

Teufels Ultima 40-Lautsprecher punkten mit integriertem Verstärker, sehr gutem Klang und vielen Anschlüssen samt HDMI – und das für gerade mal 900 Euro. Das ist uns einen Preistipp wert.
Andreas Oswald

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