JVC: 3D-Ton via Kopfhörer

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Darauf dürften viele Filmfans ohne eigenes Heimkino oder mit lärmempfindlichen Nachbarn gewartet haben: Realistischer 3D-Sound aus dem Kopfhörer. Einen solchen bringt JVC jetzt auf den Markt, das System aus drahtlosem Kopfhörer und Basisstation mit Signalprozessor wurde auf den Namen XP-EXT1 getauft. Mit 1.000 Euro ist die Heim-kino-Innovation allerdings kein Schnäppchen.

Laut JVC soll das System es ermöglichen, den von einer HiFi- oder Heimkinoanlage mit Lautsprechern gewohnten Höreindruck per Kopf-hörer zu erleben. Hierfür ist die von JVC entwickelte „Exofield“-Technologie zuständig, die Klangbilder außerhalb des Kopfes (out-of-head) wie in einem Raum erzeugen soll. Konträr dazu entstehen bei konventionellen Kopfhörern die Klangbilder direkt im Kopf des Hörers (in-head).

Auch bei nativem 3D-Ton mit Dolby Atmos und DTS:X soll der Kopfhörer die volle Wirkung von Mehrkanal-Effekten hörbar machen. Hierzu  wird das Klangfeld für jeden Hörer und jede Hörumgebung so optimiert, dass  laut JVC ein realistisches Heimkino-Erlebnis entstehen soll.

Zum Einsatz kommen dabei zwei Komponenten: der Kopfhörer, der mit 40 Millimeter großen Neodym-Treibern augestattet ist, sowie ein digitaler Prozessor mit der dazugehörigen App. Die Software analysiert mit Hilfe der im Kopfhörer integrierten Mikrofone unter anderem die akustischen Eigenschaften der Ohren und der Gesichtsform des Hörers. Beim Abgleich der Messergebnisse mit einer Datenbank wird ein passender Algorithmus gewählt, der für die jeweilige Umgebung ein optimiertes Hörerlebnis schaffen soll. Bis zu 12 Kanäle werden verarbeitet, das System unterstützt zudem den Up-Mix von Stereo- und 5.1-Ton auf das 7.1.4-Format.

Kopfhörer und Prozessor kommunizieren per 5-GHz-Funkverbindung. Die Basis verfügt über einen HDMI-Anschluss für 4K-Displays und Projektoren, drei HDMI-Eingänge stehen den Audio- und Videoquellen zur Verfügung. Die Bedienung erfolgt über die App, wobei das System die individuellen Einstellungen von bis zu vier Benutzern speichern kann. Hierzu gehört etwa die Auswahl der drei voreingestellten Klangmodi „Cinema“, „Music“ und „Game“ sowie die veränderbare „Custom“-Einstellung. Aufgrund der Corona-Krise hat sich die Markteinführung von Mai auf Juli verschoben.

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