Blu-ray-Test: Depeche Mode – 101

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Dokumentarfilmer D.A. Pennebaker begleitete 1988 Depeche Mode bei ihrem letzten Konzert (Nummer 101) der „Music for the Masses“-Tour im Pasadena Rose Bowl von Los Angeles. Daneben werden Fans gezeigt, die durch Amerika per Bus zum Konzert reisen. Die avantgardistische Mischung aus Doku und Musikfilm kommt ohne Off-Kommentar aus und gewährt intime Einblicke.

Bild- und Tonqualität: In den Konzertaufnahmen schallen Hits wie „Master and Servant“ zwar aus allen Speakern, oft mangelt es dem PCM-5.1-Ton aber an Dynamik und Bassdruck. Instrumente, Dave Gahans Gesang und das Jubeln der Fans schallen gut räumlich auch von den Rear-Boxen und sorgen für viel Stadiongefühl. Der Ton der Backstage-Aufnahmen beschränkt sich häufi g auf die Front bzw. auf den Center. Dass der 4:3-Transfer auf 4K-Scans basiert, sieht man ihm nicht an. Das Bild leidet unter starkem Rauschen, das in den dunklen Konzertszenen nochmals kräftiger wird. Das nagt erheblich an der Schärfe, die teils auf VHS-Niveau sinkt.

Der zusätzlich auf die Disc gepackte Zusammenschnitt des Rose Bowl-Konzerts (54:26) spielt im PCM-5.1-Mix lauter und damit subjektiv dynamischer, sieht aber nicht besser aus als die Konzert-Szenen im Hauptfilm.

Extras: Die Disc birgt drei unveröffentlichte Auftritte und den Musikclip zu „Everything Counts“. In der Standard-Version kommt der Film im Papp-Umschlag. Mehr bietet das Deluxe-Set samt Fotobuch, Plakat, 2 CDs und dem Film als 4K-Download.

Eine aufwändige Licht- und Nebelshow begleitet den Auftritt im Pasadena Rose Bowl Stadium.

Die Wertung 
Musik 6 von 6 Punkten
Bildqualität 2 von 6 Punkten
Tonqualität 3 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Sony Music
Format Blu-ray
Länge 120 Minuten
Bildformat 1,33:1 (1080/24p)
Tonspuren LPCM 2.0-Stereo 48 kHz / 24 Bit
LPCM 5.1 48 kHz / 24 Bit
Dolby Digital 5.1

 

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