Ultra-HD-Blu-ray-Test: Avengers – Infinity War

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Das dritte Zusammentreffen der Avengers in „Infinity War“ bietet in bester Sequel-Tradition mehr von allem: Vielfältigere Superhelden, mächtigere Gegenspieler, längere Laufzeit und eine epischere Geschichte. So bekommen es die Übermenschen rund um Ironman (Robert Downey Jr.) dieses Mal mit Thanos (Josh Brolin) zu tun, der plant, alle „Infinity-Steine“ zu versammeln, um so das halbe Universum auszulöschen. Das geht natürlich gar nicht, und so zu treten beinahe alle Superhelden von „Captain America“ über „Spider-Man“ bis hin zu den „Guardians of the Galaxy“ dem intergalaktischen Titanen entgegen. Daraus entsteht ein actiongeladener und trotz seiner zweieinhalbstündigen Laufzeit kurzweiliger Blockbuster, der zwar Spaß macht, aber teilweise wie ein Prolog zum nächsten „Avengers“ wirkt.

Die Kinobesucher ließen sich davon nicht abschrecken. Mit zwei Milliarden US-Dollar Einspiel avancierte „Infinity War“ zum vierterfolgreichsten Film aller Zeiten (nach „Avatar“, „Titanic“ und „Star Wars: Das Erwachen der Macht“).

Das Bonusmaterial

In Anbetracht dessen fallen die Extras mit knapp 45 Minuten erstaunlich kompakt, wenn auch sehenswert aus. Neben 10 Minuten an entfallenen Szenen und knappen Outtakes gibt es Featurettes, in denen Motive der Helden und Bösewichte näher erläutert werden. Zwei weitere Beiträge bieten interessante Einblicke in die Stunts und die Animations-Technik der Schlachten. Auch ein Reinhören in den Audiokommentar der Regie-Brüder Russo lohnt, in ihrer Filmeinführung verraten sie, dass es alles andere als leicht war, die Handlungsstränge der bisherigen Marvel-Filme zusammenzuführen. 

Apropos „zusammenführen“, neben „Avengers 4“ stehen 2019 mit „Captain Marvel“ und „Spider-Man: Far From Home“ zwei neue Marvel-Movies in den Start-löchern. Bis 2022 plant Kevin Feige, Mastermind hinter dem Superhelden-Universum, sogar neun weitere Filme, was die Gesamtzahl auf 31 erhöhen würde. Das würde eine schöne Blu-ray-Collection ergeben.                                              

Bild: Obwohl in 6,5K gedreht, stand für die UHD-Blu-ray nur eine 2K-Vorlage zur Verfügung. Entsprechend gering fällt der Gewinn an Auflösung auf. Zwar wirkt das Bild auf einer Leinwand bei detailreichen Szenen mehr wie in Stein gemeißelt, dadurch fallen die teils unscharfen Hintergründe aber umso mehr auf. Auch der HDR-Effekt hält sich in Grenzen, hier hatten wir uns ebenfalls mehr erhofft.

Ton: Trotz einer gegenüber der Blu-ray um 0,2 Mbit/s gesteigerten Bitrate klingt die 7.1-Abmischung gleich. Der englische Dolby-Atmos-Mix bietet zwar einige Höheneffekte, hat aber mit denselben Defiziten zu kämpfen wie alle anderen Spuren.

Extras: Das Bonusmaterial befindet sich ausschließlich auf der beiliegenden Blu-ray (siehe oben).

Die Wertung 
Film 5 von 6 Punkten
Bildqualität 5 von 6 Punkten
Tonqualität 4 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Disney
Bildformat 2,35:1 (2160/24p/HDR)
Tonspur Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Tonspur Englisch Dolby Atmos / TrueHD 7.1
Untertitel deutsch, englisch

 

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