UHD erobert das Kabel

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Auf der Anga Com in Köln fiel der Startschuss für drei neue UHD-Sender im Kabel. Und eine Smart-TV-App soll schon bald die Settop-Box ersetzen.

Die M7 Gruppe, Plattformbetreiber für satelliten- und IP-basiertes Fernsehen, hat für kooperierende Netzpartner ein erstes UHD-Paket geschnürt und dieses auf der Branchenmesse Anga Com in Köln vorgestellt. Zum Portfolio gehören die UHD-Sender Insight TV UHD, Fashion 4K sowie Love Nature 4K. Die ersten Zuschauer, die die UHD-Sender bereits empfangen können, sind Kunden der Kabelnetzbetreiber wilhelm.tel und willy.tel, die das sogenannte „HaiD“-Programmpaket gebucht haben.

M7 zufolge handelt es sich bei den drei ultrahochauflösend ausgestrahlten Programmen um das aktuell umfangreichste UHD-Paket für Kabel-netze im deutschen Markt. Rund 140 Kabelnetzbetreiber versorgt die M7 Gruppe mit Inhalten. Diese sollen nach und nach das UHD-Paket beziehen können.

Die UHD-Sender werden von M7 vollständig verschlüsselt. Die Kabel-Partner können das UHD-Paket entsprechend ihrem Bedarf flexibel vollumfänglich oder zu Teilen nutzen. Je nach Wunsch wird es mit bis zu drei Sendern für alle existierenden und zukünftigen Basis-HD-Abonnenten freigeschaltet. Insight TV UHD zeigt Sportsendungen, Lifestyle- und Unter-haltungsshows. Bei Fashion 4K steht die Welt der Mode im Mittelpunkt, Love Nature 4K will die Natur ins Wohnzimmer bringen.

App statt Receiver

Erstmals hat die M7 Gruppe in Köln auch den Prototypen einer neuen Smart-TV-App für Kabelnetzbetreiber präsentiert. Die Lösung basiert auf einer für die Sat-TV-Plattform Diveo entwickelten Applikation und ist für den hybriden Empfang von DVB-C und IPTV in Kabelnetzen ausgelegt. Die App funktioniert dabei wie eine virtuelle Settop-Box im Zusammenspiel mit einem „CI+“-Modul. Die Nutzer greifen in ihrer gewohnten Umgebung mit der Fernbedienung ihres Fernsehgerätes auf lineare und non-lineare TV-Inhalte zu. Zu den Extras zählen eine Restart-Funktion, der Zugang zu mehr als 30 Mediatheken und ein Aufnahmespeicher in der Cloud. Einen offiziellen Einsatz bei einem Netzbetreiber gibt es noch nicht, die Anwendung wird derzeit noch erprobt.

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