UHD-Blu-ray-Test: Der Zauberer von Oz

0

Pünktlich zum 80. Geburtstag feiert der bezaubernde Musical-Klassiker seine UHD-Premiere.

Bild: Wer in den Genuss von Warners brandneuer 8K-Abtastung kommen möchte, muss zur 4K-Disc greifen, denn eine remasterte Blu-ray offeriert das Studio nicht, die beiliegende Blu-ray ist von 2013.Schade, denn der neue 16-Bit-Scan vom originalen Technicolor-Kameranegativ schlägt die alte Disc um Längen, die besonders an einem überzogenen Kontrast samt unschöner Lichthöfe litt. Die neue 4K-Disc wirkt dagegen filmisch und im Kontrast perfekt ausgewogen, keine Spur von beißenden Spitzlichtern. Sichtbaren Vorsprung bietet die UHD-Scheibe auch in Sachen Schärfe, Feinzeichnung und Kompression; das oft recht kräftige Filmkorn zeichnet sie feiner, natürlicher und ohne das Artefektgewusel der Blu-ray nach. Ein Fest fürs Auge sind die Farben, die bereits auf der Blu-ray immens leuchteten, auf der 4K-Disc dank HDR10-Codierung (optional in HDR10+ und Dolby Vision) aber differenzierter, stimmiger und einfach schöner strahlen – und nicht minder kräftig. Subjektiv sah der Klassiker nie besser aus, auf unserer objektiven Punkteskala muss sich der 80 Jahre alte Film aber mit brandneuen Produktionen messen, so dass es unterm Strich „nur“ für knappe 4 Punkte reicht.

Ton: Vom 5.1-Upmix der originalen Mono-Tonspur darf man keine Zauberei erwarten. Die komprimierte Dolby-Digital-Spur (640 Kbit/s) spielt aber frei von Mängeln und verströmt zumindest teilweise etwas Surround-Feeling. Die auf Englisch belassenen Gesangs-einlagen klingen klar, natürlich und gut verständlich, leider gibt es keine separate Untertitelspur für die Songs; die Hauptuntertitel übersetzen Lieder und Dialoge.

Extras: Neue Extras offeriert „Der Zauberer von Oz“ zwar nicht, sehenswert bleibt es trotzdem. Nur auf die UHD-Disc hat Warner das TV-Special „Das Making-of eines Klassikers“ (51:38) gepackt, das der US-Sender CBS im Jahr 1990 ausstrahlte. Angela Lansbury („Mord ist ihr Hobby“) lässt darin den Entstehungsprozess des einzigartigen Märchen-Musicals  Revue passieren. Zudem gibt es den bekannten Audiokommentar, der sich auch auf der alten Blu-ray von 2013 befindet, die der 4K-Veröffentlichung beiliegt.

Am Bonusmaterial besagter Blu-ray hat sich entsprechend nichts geändert, als da wären: Audiokommentar, Making-of (69:02), Märchenbuch „The Wonderful Wizard of Oz“ (10:27), „Wir wurden einander noch nicht vorgestellt: Profile der Nebendarsteller“ (21:23), isolierte Tonspur für Musik und Geräusche, originale Mono-Tonspur, Songs zum Mitsingen, Jukebox, „Leo is on the Air – Radio Werbung“ (12:25), „Live-Radioübertragung aus dem Lux Radio Theater vom 25.12.1950“ (60:48), Fotogalerien, Trailer.

Schade, dass Warner dem 4K-Set nicht das volle Bonus-Programm älterer Ausgaben spendierte, so vermisst man die Bonus-Disc der 2009er Ultimate Collector’s Edition mit über 6,5 Stunden Laufzeit. Auch die entfallenen Szenen sowie diverse Dokumentationen bzw. Featurettes fehlen der neuen „80th Anniversary Edition“.

Die Wertung 
Film6 von 6 Punkten
Bildqualität4 von 6 Punkten
Tonqualität2 von 6 Punkten
Bonusmaterial4 von 6 Punkten
Die technischen Daten
AnbieterWarner
Bildformat1,33:1 (2160/24p/HDR)
Tonspur DeutschDolby Digital 5.1
Tonspur EnglischDTS-HD Master Audio 5.1
Untertiteldeutsch, englisch

 

Antworten