Technisat MR2 (Test)

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Aller guten Dinge sind drei – das denkt sich zumindest Technisat bei seiner Audiomaster-Serie und bietet den WLAN-Lautsprecher in den Ausführungen MR1, MR2 und MR3 an, die sich in der Größe, im Schalldruck und natürlich auch im Preis unterscheiden. Mit den Maßen 29 x 19 x 12,7 Zentimeter ist der Audiomaster MR2 quasi die Sandwichbox zwischen dem kleineren und dem größeren Brudermodell. 2,9 Kilogramm bringt der silber-schwarze Lautsprecher auf die Waage, der in Zusammenarbeit mit dem Soundspezialisten ELAC entstanden ist. Vier Gummifüße ermöglichen einen sicheren Stand und verhindern Kratzer auf empfindlichen Oberflächen. Eine silberne Lochblende verbirgt den Blick auf das Innenleben. Die schwarze Kunststoffoberseite zieren lediglich ein Knopf, um die Quelle zu ändern, und ein Druck-/Drehregler zum Ein-/Ausschalten und für die Lautstärke.

Für Wandmontage vorbereitet

Rückseitig findet man einen 3,5-mm-Klinkenanschluss, eine Ethernetbuchse sowie den Eingang für das Netzteil. Für die Wandmontage ist ein Gewinde im Gehäuserückteil eingelassen. Der MR2 kommuniziert mit Smartphone und Tablets per Bluetooth oder über WLAN. Die Einrichtung erfolgt unkompliziert über die Gratis-App „MyDigitRadio Pro“ von Technisat. So lässt sich das Audiosystem mit einer Systemleistung von 60 Watt individuell benennen, was speziell dann wichtig ist, wenn mehrere Audiomaster im Multiroom-Betrieb verwendet werden sollen.

Die „Connect“-App dient als Steuerzentrale für Radios, Boxen und die Bedienung von Smart-Home-Geräten.

Besitzer eines WPS-fähigen Routers können sich die Passworteingabe des drahtlosen Netzwerks sparen. Über den Startbildschirm hat man Zugriff auf tausende Internetradiosender, Spotify Connect (nur mit kostenpflichtigem Premium-Account) sowie lokale Musik vom Mobilgerät. Außerdem ist Bluetooth-Streaming möglich. Die übersichtlich strukturierte App hat einen Equalizer mit unterschiedlichen Klangsetups integriert, erlaubt das Verändern von Höhen und Bässen, die Auswahl unterschiedlicher optischer Themes und das Definieren persönlicher Gruppen.

Mit „Connect“ für iOS und Android bietet Technisat ein umfängliches Bedienpanel für unterschiedlichste Aufgaben an. Neben der Steuerung von Multiroom-Systemen lassen sich auch Flat-TVs, Receiver, Radios und Smart-Home-Komponenten wie Feuermelder, Steck­dosen oder Türkontakte steuern. Das neue Multiroom-Modul erlaubt es, die Lieblingsmusik drahtlos über das Netzwerk in jedem Raum abzuspielen, einzeln oder in der Gruppe. Zu Technisats Multiroom-Flotte gehören neben den Modellen Audiomaster MR1, MR2 und MR3 auch der Technisound MR2. Hinzu kommt eine ganze Palette an Digitalradios, die ebenfalls fit sind für den Multiroom-Betrieb. Dazu zählen elf Radios und der Multiroomadapter Digitradio MR1, um ältere Geräte mit der Mehrraum-Funktion nachzurüsten.

Die beiden kompakten Lautsprecher Technisound MR 2 (links) und Audiomaster MR1 (Mitte) gehören zu Technisats Multiroom-Lautsprechern. Über die „Connect“-App für mobile iOS- und Android-Geräte lassen sich Radios und Lautsprecher zu Multiroom-Gruppen verbinden und individuell benennen.

Breite Stereobühne

Ebenso erlaubt der MR2 den Zugriff per UPnP auf Musikdateien, die auf einer Netzwerk- oder der PC-Festplatte abgelegt sind. Klanglich gefällt die Box durch ihre recht breite Stereobühne. Der Audiomaster hört sich nicht an wie ein Kompaktlautsprecher aus vergangenen Zeiten, sondern punktet durch sein dynamisches und exaktes Spiel. Bässe sind kräftig, ohne die generelle Leichtigkeit des MR2 zu gefährden. Die klar akzentuierten Höhen sind eine weitere Stärke der insgesamt tonal ausgewogen konzipierten Box. Bei höheren Pegeln geht die Präzision ein wenig verloren. 

Der Testbericht Technisat MR2 (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 300 Euro) ist in audiovision Ausgabe 2-2018 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

sehr gut

Mit Technisats Bluetooth-Box Audiomaster MR2 macht man nichts falsch. Der WLAN-Lautsprecher paart guten Klang mit komfortablen Multiroom-Funktionen.
Jochen Wieloch

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