„Papillon“: Länger als im Kino

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Dass Filme ihre deutsche Kino- bzw. Heimkino-Premiere nicht immer unbeschadet überstehen, wissen nicht nur Leser unserer Cut-Corner. Doch diese in der Regel aus Jugendschutzgründen vorgenommenen Kürzungen bei expliziten Gewaltdarstellungen bewegen sich meist im Sekundenbereich.

Ganz anders verhält sich die Lage bei „Papillon“ (Test hier). Um die Handlung zu straffen und den Film damit vermeintlich besser oder zumindest kommerzieller zu machen, kürzte der deutsche Verleiher kurzerhand 10 Minuten an Handlung. Für die Blu-ray-Veröffentlichung fügte man das zuvor entfernte Material wieder ein. Was genau der Schere zum Opfer fiel, lässt sich nicht rekonstruieren, da sich die deutsche Kinofassung nicht auf der Disc befindet. Leider ist diese Vorgehensweise kein Einzelfall, so wurde vor einem Jahr der Actioner „Criminal Squad“ um 20 Minuten an Handlung erleichtert, bevor er in unsere Kinos kam. Doch das ist noch gar nichts gegen das Schicksal, das einst dem Sergio-Leone-Klassiker „Es war einmal in Amerika“ widerfuhr. So wurde die europäische 4-Stunden-Fassung für die US-Kinoauswertung um 90 Minuten gekürzt.

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