OLED-Preisrutsch bei LG

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LGs neue OLED-Fernseher sind rund ein Viertel günstiger als die Vorjahresmodelle. So weit, so erfreulich. Doch wie ist es um die Qualität und den Funktionsumfang bestellt?

Nicht weniger als zehn neue OLED-Modelle präsentierte LG bei seinem Roadshow-Stop in der Münchner Sport Scheck Allwetteranlage. Mit einer Ausnahme sollen alle im April auf den Markt kommen. Besagte Ausnahme betrifft den B8, auf den man sich bis nach der Fußball-WM gedulden muss – aus diesem Grund stehen die Preise für den zukünftigen OLED-Einsteiger der Koreaner noch nicht fest. Apropos Preise, die liegen deutlich unter denen der Vorgänger.

Verteilt auf fünf Baureihen hat LG dieses Jahr zehn verschiedene OLED-Modelle im Programm. Die Preise liegen 10 bis 30 Prozent unter den Einführungspreisen der 2017er-Modelle, die wir in Klammern angeben. Mit Ausnahme der beiden B8-Einsteiger sollen alle bis Ende April in den Handel kommen. Neu ist die 77-Zoll-Variante des C8, dafür gibt es dieses Jahr keine 77-Zoll-Version der G-Reihe.

Modell: B8 55 Zoll | Preis: noch offen (2.800 Euro) | Im Handel: Juli
Modell: B8 65 Zoll | Preis: noch offen (4.500 Euro) | Im Handel: Juli
Modell: C8 55 Zoll | Preis: 2.500 Euro (3.300 Euro) | Im Handel: April
Modell: C8 65 Zoll | Preis: 3.500 Euro (5.000 Euro) | Im Handel: April
Modell: C8 77 Zoll | Preis: 10.000 Euro (kein Vorgänger) | Im Handel: April
Modell: E8 55 Zoll | Preis: 3.000 Euro (4.000 Euro) | Im Handel: April
Modell: E8 65 Zoll | Preis: 4.500 Euro (6.000 Euro) | Im Handel: April
Modell: G8 65 Zoll | Preis: 5.000 Euro (7.000 Euro) | Im Handel: April
Modell: W8 65 Zoll | Preis: 7.500 Euro (8.000 Euro) | Im Handel: April
Modell: W8 77 Zoll | Preis: 15.000 Euro (20.000 Euro) | Im Handel: April

Trotzdem wurde technisch aufgerüstet. Ab der C8-Baureihe verrichtet ein neuer A9-Bildprozessor seinen Dienst, der aufgrund seiner gegenüber dem Vorgänger um 150 Prozent gesteigerten Rechenleistung unter anderem Bildrauschen minimieren soll. Einzig der B8 muss mit einem kleineren A7-Prozessor auskommen. Alle OLEDs können High Frame Rate (HFR) Videos mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde in 4K wiedergeben – das klappt aber nur via Streaming und USB, da die HDMI-2.0-Schnittstelle maximal 60 Frames pro Sekunde zulässt (HDMI 2.1 kommt wie bei allen Herstellern erst nächstes Jahr).

Bei den Panels gibt es hingegen keine Unterschiede zwischen den Baureihen – und auch nicht zu den Vorjahresmodelllen. Denn die 2018er-Panels sind laut Product Manager Gerarld Strömer „funktional identisch“ mit den Vorgängern. In Sachen Spitzenhelligkeit sollte man daher keine Verbesserungen erwarten. Auch bei den Fernbedienungen herrscht Gleichheit, der Premium-Geber des W7 ist leider Geschichte.

Die neue 4.0-Version des webOS-Betriebssystems ermöglicht dafür eine bessere Bedienung und hat neue Features im Gepäck. So lassen sich über die ThinQ-Plattform auch Smart-Home-Geräte direkt über das TV-Gerät steuern. Zudem gehorchen die neuen OLEDs aufs Wort, jedoch werden die Sprachassistenten von Google und Amazon erst per Firmware-Update in der zweiten Jahreshälfte aktiviert. Ganz verzichten muss man bei LG hingegen auf HDR10+ und den für Gamer interessanten VRR-Modus mit variabler Refresh-Rate.             

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