Marantz AV7704/MM8077 (Test)

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Gut bedient: Die Fernbedienung überzeugt mit großen, in Form und Farbe untergliederten Tasten. Obendrauf erlaubt die Hintergrundbeleuchtung die sichere Steuerung im Dunkeln.

Die Vorstufe AV7704 von Marantz vereint alle 3D-Tonformate. Auch das Videoboard wurde bezüglich HDR aufgebessert. Die Endstufe MM8077 ist hingegen eine bewährte Bekannte. 

Mit Auro 3D war das immer so eine Sache: Upgrades für das 3D-Höhentonformat erschienen bei Marantz wie auch dem Schwesterkonzern Denon oft erst Monate nach der Markteinführung der Geräte – und schlugen dann auch noch mit 150 Euro zu Buche. Doch damit ist nun Schluss: So besitzen ausgewählte Modelle der aktuellen 2017er-Generation den Auro 3D-Decoder  ab Werk, der Update-Stress und zusätzliche Kosten entfallen damit. Zudem ist bis Jahresende ein Firmware-Update vorgesehen, das die Kompatibilität von Auro 3D mit Dolby Atmos und DTS:X verbessert – mehr hierzu im Kasten auf Seite 23. Unter den großen HiFi-Herstellern besitzen die Japaner damit ein Alleinstellungsmerkmal, denn nur wenige und extrem teure Exoten (etwa Trinnov oder McIntosh) können ebenfalls mit allen Höhentonformaten punkten.

Neben dem Auro-Sound haben die Japaner bei der brandneuen Vorstufe AV7704 noch an anderen Stellschrauben gedreht: etwa dem HDMI Board. Dies hat Marantz fit für den HDR-Passthrough von Dolby Vision und das für HDR-TV-Übertragungen relevante HLG gemacht. Die neue eARC-Funktion (Enhanced Audio Return Channel), welche 3D- bzw. HD-Ton vom Fernseher zum Receiver via HDMI-Kanal ermöglicht, wird voraussichtlich erst 2018 per Firmware kostenlos integriert. Gleichfalls für 2018 geplant ist ein Update mit dem Klangprogramm DTS Virtual:X. Heimkino-Perfektionisten dürften zudem die Unterstützung von Auto-mationslösungen diverser Drittanbieter (darunter Crestron) über die RS232-Schnittstelle bzw. Remote In/Out zu schätzen wissen. Für noch besseren Klang sollen neue 32-Bit-D/A-Wandler von AKM sorgen. Der Preis blieb mit 2.100 Euro im Vergleich zum Vormodell AV7703 identisch.

Üppige Rückseite: Die Vorstufe (oben) wartet mit zahlreichen vergoldeten Anschlüssen auf. Ihre Vorverstärker-Ausgangssektion ist mit 17 Cinch- und 13 XLR-Anschlüssen bestückt. Ein analoger 7.1-Eingang ist ebenso vorhanden wie ein Phono-Eingang. Links und rechts oben finden die Antennen für WLAN und Bluetooth Halt.

Als alte Bekannte entpuppt sich die 2.000 Euro teure 7-Kanal-Endstufe MM8077, die wir schon bei den Tests verschiedener Marantz-Vorstufen in unserem Labor begrüßen durften. Technisch hat sich hier nichts geändert, HDMI-Upgrades oder neue Ton-Decoder sind Sache des Vorverstärkers. Endstufen altern dagegen in „Würde“.

Die 7-Kanal-Endstufe MM8077 wiegt 18 Kilogramm, ein großer Teil des Gewichts geht auf das Konto des Netzteils: Denn statt eines Transformators mit EI-Kern verbauen die Japaner einen deutlich größeren sowie für Audio-Anwendungen optimierten Ringkerntrafo. Er bietet einen höheren Wirkungsgrad und liefert auch kurzfristig sehr hohe Ströme. Der schwere Ringkerntrafo ist auf einer mehrschichtigen Bodenplatte stabil fixiert, für die Siebung werden Filterkondensatoren der Referenzklasse aus eigener Produktion eingesetzt. So kommen die Vorzüge der volldiskret aufgebauten Endstufen mit Stromgegenkopplung bestens zur Geltung.

Ausstattung und Praxis

Erfreulich, dass bei den Anschlüssen nicht der Rotstift gezückt wurde. So ist nach wie vor etwa der praktisch ausgestorbene 7.1-Mehrkanal-Eingang vorhanden, an den man einen SACD/DVD-Audio-Player mit hochwertiger Analogsektion anstöpseln kann. Für analoge Video-Freunde wurde an FBAS- bzw. YUV-Videobuchsen gedacht. Neben 11.2-Pre-outs verfügt die  AV7704 über zusätzliche Ausgänge im Cinch-Format für zwei weitere Räume (Zone 2/3). Zudem lassen sich Lautsprecher im Bi-Amping-Modus betreiben. Neben Musik aus dem Netzwerk und den vier digitalen Audioeingängen (2 x Koax, 2x Toslink) versorgt auch einer der drei HDMI-Ausgänge einen Nebenraum mit von der Hauptzone unabhängigen Signalen. Die Verbindung zur Endstufe erfolgt wahlweise über Cinch- oder die im Profisektor beliebten XLR-Ausgänge.

Obwohl die Vorstufe AV7704 keine Leistungsverstärker beherbergt, ist ihr großzügiges Gehäuse randvoll mit Komponenten. Dies liegt nicht zuletzt am großen Ringkern-Transformator, der eine stabile Spannungsversorgung garantiert und sich durch minimale Streuneigung auszeichnet. Er sitzt fast völlig versteckt unter der Hauptplatine mit den digitalen Signalprozessoren und den zahlreichen HDMI-Chips. Außerdem beansprucht die HDAM-Vorstufe mit Cinch- und symmetrischen XLR-Ausgängen viel Platz. Bei der Tonsignalverarbeitung kommen auf allen Kanälen 32-Bit D/A-Wandler von AKM zum Einsatz.

Für die Erweiterung der MM8077 auf neun oder zwölf Kanäle kann man bei Marantz auf die 2- bzw. 5-Kanal-Verstärker MM7025 und MM7055 zurückgreifen. Eine 9- oder gar 11-Kanal-Variante für gehobenen 3D-Ton-Spaß hat der Hersteller leider nicht im Programm.

Aussagekräftig: Der Info-Screen zeigt das anliegende Tonformat sowie die ein- und ausgehenden Kanäle an.

Das markante Design mit gebürsteter Aluminium-Front und separatem, blau leuchtendem Bull-
Augen-Display ist noch immer ein Hingucker – leider gibt es die Vor- wie Endstufe nur in Schwarz und nicht auch im Marantz-typischen Silbergold. Die geschwungenen Wangen sind allerdings aus Kunststoff gefertigt, was angesichts des Preisschildes enttäuscht. Während das Bullauge der Vorstufe nur die Quelle und Lautstärke anzeigt, erlaubt das große Display zusammen mit dem übersichtlichen Bedienfeld unter der Klappe die Steuerung auch ohne TV-Bildschirm. Es verfügt ebenfalls über eine separate dB-Anzeige, eine Kanal-Matrix und ist dank großer Buchstaben auch aus der Ferne lesbar. Beide Displays sind im Verbund dimmbar oder ganz abschaltbar; ebenso lässt sich der blau leuchtende Ring um das Bullauge ausknipsen. Die beiden großen Drehregler laufen zwar rund, sitzen aber nicht allzu fest und das typische satt-geschmeidige Drehgefühl teurer Geräte vermissen lassen.

Dreifacher 3D-Sound

Dank 11.2-Kanal-Processing der DSPs in der Vorstufe lassen sich für Atmos- und DTS:X-Ton auch 7.2.4-Setups verwirklichen, bei Auro ist die maximale 10.1-Konfiguration (5.1.5) möglich; Back-Surround-Kanäle gibt es bei Auro im Heimkino-Betrieb nicht, dafür einen mittigen Deckenkanal über dem Kopf („Voice of God“). Das Cross-Format-Upmixing von DTS-, Dolby- und Auro-Tonsignalen ist mit allen drei Upmixern möglich.

Der Equalizer berücksichtigt bis auf die Subwoofer alle Kanäle. Er regelt erst ab hohen 63 Hertz.

Für die Einmessung sämtlicher Lautsprecher ist Audysseys bestes System MultEQ XT32 zuständig. An den Boxen-Einstellungen der Distanzen und Pegel mit 1-cm-Schritten bzw. 0,5-db-Einheiten gibt es nichts zu kritisieren, die Trennfrequenzen lassen sich für alle Lautsprecher separat zwischen 40 und 250 Hertz justieren. Weniger gut gefällt uns der Equalizer, der nur bei inaktivem Audyssey funktioniert, erst ab hohen 63 Hertz regelt und die beiden Subwoofer nicht berücksichtigt. Mit der optionalen „Audyssey MultEQ App“ für Android- und iOS-Geräte darf man diverse Parameter der Audyssey-Einmessung manipulieren und Zielkurven selbst ziehen – eine sinnvolle Ergänzung, die den Equalizer im Grunde überflüssig macht und unserer Meinung nach zur Grundausstattung der AV7704 gehören sollte. In den App-Stores kostet die Software 20 Euro.   

Die für iOS und Android erhältliche „Audyssey Mult­EQ App“ bereichert die Basisfunktionen aktueller Denon- und Marantz-Geräte um nützliche Features: So kann man mehrere Einmessungen speichern, Zielkurven individuell anpassen und als „Reference“-Kurve an die AV-Vorstufe übertragen, was den von uns oft kritisierten Equalizer überflüssig macht.

Die Obergrenze für die Audyssey-Filterung des Frequenzgangs ist für jedes Boxenpaar frei bestimmbar.

Ferner lässt sich die Kompensation im Mitteltonbereich durch Audyssey für alle Boxen auch deaktivieren, für die Hochton-Absenkung bietet die App zwei vordefinierte „Hochfrequenz-Roll-offs“. Der Vorher-Nacher-Vergleich visualisiert die Ergebnisse der Einmessung und der Frequenzgangkorrektur. Einziger Wermutstropfen: Die App kostet 20 Euro.

Kurven-Editor: Mit freien Ankerpunkten darf man eigene Zielkurven für alle Boxen(paare) modellieren.

Die Boxen-Konfiguration erweist sich als knifflig, denn nicht jeder Surround-Decoder verträgt sich mit jedem Lautsprecher-Setup. Hier tanzt vor allem Auro 3D aus der Reihe, denn der 3D-Decoder steht nur bei der Wahl von Front-Height-Boxen zur Verfügung – egal ob man zwei, vier oder fünf Höhenboxen betreibt; bei der Auswahl hinterer Boxen ist man etwas freier. DTS:X und Dolby Atmos sind dagegen – mit weniger Einschränkungen – zu allen Boxen-Setups kompatibel. 

Im Menü „Lautsprecher/Endstufe-Zuweis.“ legt man bei der AV7704 Art und Anzahl der Boxen fest. Bei 3D-Tonformaten ist dies allerdings mit Einschränkungen verbunden. Zwar sind volle 11.2-Setups möglich, die definierte Position der Lautsprecher bestimmt jedoch die Verfügbarkeit der Decoder: Während Dolby Atmos und DTS:X stets parallel und bei allen Konfigurationen funktionieren, müssen für Auro 3D-Ton Front-Height-Lautsprecher aktiv sein; für das hintere Boxenpaar kann man dann frei zwischen Height-, Decken- und Aufsatzboxen wählen. Die beiden Letzteren bleiben bei Auro-Ton jedoch stumm, die betroffenen Höhen­signale werden zu den Surround-Boxen gemischt.

Bei aktivierten Front-Height- und Rear-Height-Boxen funktionieren der Auro 3D-, Dolby Atmos- sowie der DTS:X-Decoder ohne Einschränkungen.

Surround-Height-Boxen bleiben bei Atmos-Ton stumm. Der Dolby-Decoder münzt die hinteren Höhentonsignale auf die Front-Heights.

Surround-Height-Boxen (nicht zu verwechseln mit Back-Height-Boxen) schweigen bei Atmos-Ton, DTS:X nutzt sie aber. Derzeit werden von Auro keine Dolby Enabled Speaker unterstützt, was jedoch ein Firmware-Update in den kommenden Wochen ändern soll.

Dolby Enabled Boxen werden derzeit nur von Dolby und DTS unterstützt. Ein künftiges Firmware-Update soll diese auch für Auro 3D nutzbar machen.

Zur Erklärung: Dolby Atmos und DTS:X sind objektbasierte Tonverfahren, die bei der Boxenzahl und -platzierung variabel sind; der Ton richtet sich nach der Boxenanordnung. Auro wurde als kanalbasiertes Tonverfahren konzipiert, bei dem der Aufstellungsort von Lautsprechern fest zugewiesen ist; die Boxenplatzierung bestimmt somit auch die Tonabmischung.

Vorhandene Decken-Boxen ignoriert der Auro 3D-Decoder und verteilt in diesem Fall hintere Höhensig­nale auf die regulären Surround-Lautsprecher.

Ein Novum in AV-Receivern ist die 3D-Ton-Virtualisierung „DTS Virtual:X“, die Marantz per Firmware-Update im Frühjahr 2018 nachreichen möchte: Mit ihr soll man bei Betrieb eines regulären 5.1-Boxen-Setups auch Töne von oben wahrnehmen können – ganz ohne Höhenboxen.

Video & Multimedia

In Sachen Video ist die AV7704 mit HDMI-Buchsen des 2.0a-Standards bestückt – die nächste Generation HDMI-2.1 wird frühestens nächstes Jahr in Geräten verbaut werden. Relevant ist dies derzeit nur bei der Nutzung von Bildsignalen mit Dolby Vision- und HLG-Metadaten (HDR), welche die AV7704 nur durchschleift, aber nicht bearbeiten kann.

Der Video-Scaler rechnet analoge wie digitale Bildsignale bis auf 4K/60p-Auflösung hoch.

Die HEOS-App liefert eine Vielzahl unterschiedlicher Quellen für Musik. Neben freiem Internet-Radio via TuneIn stehen etliche Streaming-Dienste bereit. Auch kann man Songs direkt vom Handy, USB-Stick oder Netzwerkserver spielen.

Die eARC-Funktion soll im kommenden Jahr per Firmware-Update nachgereicht werden, obwohl dieses Feature eigentlich erst in der HDMI-2.1-Norm spezifiziert wurde – wir sind gespannt. Für die Übertragung von verlustfreiem HD-Ton (inklusive 3D-Ton-Metadaten) vom Fernseher zur AV-Vorstufe muss aber nicht nur der Signalempfänger, sondern auch der Signal liefernde TV mit eARC kompatibel sein – was derzeit noch Zukunftsmusik ist. Bereits jetzt kann das Videoboard der AV7704 4K/60p-Bildsignale mit 4:4:4-Farbtiefe verarbeiten; niedriger aufgelöstes Quellmaterial von den HDMI- und analogen Videoeingängen skaliert die Vorstufe optional auf 4K-Auflösung. Zudem akzeptieren alle 3 HDMI-Ausgänge und 8 HDMI-Eingänge den Kopierschutz HDCP 2.2. Darüber hinaus ist ein umfangreicher Video-Equalizer für die individuelle Bildmanipulation vorhanden, unter den vordefinierten Bildmodi findet man auch zwei nach ISF-Norm (Day, Night).

Auf Audioseite docken Tablets und Co. via AirPlay und Bluetooth kabellos an, Musik aus dem Netzwerk gelangt mit Hilfe des DLNA-Protokolls via WLAN (2,4 GHz / 5 GHz Dual Band) oder LAN-Buchse zur AV7704. Der Media-Player versteht auch zahlreiche Hi-Res-Dateiformate wie ALAC, WAV, FLAC und DSD. Integriert hat Marantz auch das Internet-Radio TuneIn, alle weitere Online-Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Tidal, Amazon Music und Co. wurden dagegen auf die HEOS-App ausgelagert. Die Software punktet ferner mit zahlreichen Multiroom-Optionen: Bis zu 32 Lautsprecher lassen sich in das HEOS-System einbinden und gruppieren, in allen Räumen kann man unterschiedliche Musik oder denselben Song spielen.

Das gelungene TuneIn-Webradio liefert optisch ansprechend viele Infos zum jeweiligen Sender.

Die Bedienung der AV7704 geriet von der übersichtlichen und sogar beleuchteten Fernbedienung bis hin zu den logisch aufgebauten und mit Erklärungen unterfütterten Menüs vorbildlich, nur deren leicht verzögertes Ansprechen nach einem Tastendruck störte uns, da es zu Fehleingaben verleitet.

Die Endstufe MM8077

Die technischen Highlights der 7-Kanal-Endstufe MM8077 liegen im effizienten, leistungsfähigen Hochstrom-Ringkern-Trafo sowie den beiden 50.000 Mikrofarad starken Elkos aus eigener Produktion. Für eine effektive Wärme-abfuhr sind die Leistungstransistoren statt auf einem Kühlkörper in einem Kühltunnel montiert: Ein Lüfter auf der linken Seite saugt Frischluft aus dem Gehäuse an, ein weiterer bläst die erwärmte Luft rechts wieder hinaus. Das Tunnel-Prinzip funktioniert so gut, dass die Ventilatoren nur selten und kurz anspringen. Der Ventilator saugt kühle Luft über die obere Gehäuseöffnung an, weshalb die End-stufe am besten frei stehend oder auf der Vorstufe platziert werden sollte. Marantz empfiehlt, seitlich, hinten und oben mindestens 30 Zentimeter Platz zu lassen. Dank mindestens 130 Watt im Mehrkanalbetrieb ist die Endstufe ein Kraftprotz und zählt mit einer Gesamtleistung von knapp 1.100 Watt zu den kräftigsten von uns getesteten Verstärkern.

Tonqualität

Zu Beginn unseres Hörtests durfte die Marantz-Kombi ihr Können bei Mehrkanal-Musik zeigen: Ob Sara K mit ihrer audio-philen 5.1-SACD „Hell or High Water“ oder polyphone Vokalmusik von Palestrina (5.0 SACD) – auch ohne Klangschaltungen spielte das Duo druckvoll, körperhaft und mit feiner Detailauflösung.

Die 8-Punkt-Einmessung unserer Boxen erledigte Audyssey gut und ermittelte Distanzen, Pegel und Crossover-Frequenzen plausibel; die Klangkurven „Flat“ und „Reference“ sorgten mit einem etwas helleren Klang für mehr Durchzeichnung und platzierten Effekte nun besser ortbar im Raum. Audysseys „Dynamik EQ“-Funktion verhalf dem Sound ähnlich einer Loudness-Schaltung zu mehr Volumen, Druck sowie Glanz und erhöhte nochmals die Räumlichkeit. Während „Dynamik EQ“ den Sound subjektiv verbessert und daher stets aktiv bleiben durfte, eignet sich „Dynamik Volume“ aufgrund der Dynamikreduktion fürs Leisehören. 

Zweites Boxen-Setup: Separat zur Grundkonfiguration sind hier Einstellungen für den Stereo-Modus möglich.

Bei unseren Standard-Testclips „Audiosphere“ und „Amaze“ von der Dolby-Atmos-Demodisc spannte die Marantz-Kombi große und klar ausgeleuchtete 3D-Klangfelder auf, in denen Effekte plastisch umherwirbelten. Töne von oben drangen klar nachvollziehbar an unsere Ohren – auch mit nur 7 aktiven Kanälen bei einer 5.1.2-Konfiguration. Die mit dynamischen Effekten geladene Autojagd in „Jason Bourne“ samt DTS:X-Ton brachte die MM8077 auch bei Brachialpegeln nicht aus Ruhe, die das Klangspektakel beinahe beängstigend realistisch in die eigenen vier Wände holte; so bekommt man garantiert Ärger mit dem Nachbarn.

Nützlich: Sollte es zu Problemen mit HDMI-Verbindungen kommen, kann man die Datenrate auch begrenzen.

Ausgezeichnet machte sich das Duo auch im Stereo-Betrieb und trumpfte im „Pure Direct“-Modus mit kontrollierten Bässen, sauberer Durchhörbarkeit, hochauflösenden Höhen und sauber gestaffelter Räumlichkeit auf. Große Klasse!       

Der Testbericht Marantz AV7704/MM8077 (Gesamtwertung: 93, Preis/UVP: 4100 Euro) ist in audiovision Ausgabe 12-2017 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

93 sehr gut

Mit allen drei 3D-Ton-Decodern ab Werk, zukunftssicherem 4K-Videoboard, flexiblen Vernetzungsmöglichkeiten sowie üppiger Leistung spielt sich die Marantz Vor-End-Kombi AV7704 / MM8077 in unsere Referenz-Klasse.
Andreas Oswald

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