Harman Kardon Citation 300 (Test)

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Vor zwei Ausgaben begeisterte uns der Harman Kardon Citation 500 mit seiner beachtlichen Klangqualität. Grund genug, den kleinen Bruder Citation 300 unter die Lupe zu nehmen. Der in Schwarz und Grau erhältliche Smart Speaker ist dem großen Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten, allerdings mit geschrumpften Abmessungen von 30 x 18 x 14 Zentimetern (B/H/T). Ebenfalls geschrumpft ist der Preis, nämlich von 630 auf nunmehr 400 Euro.    

Über den 2,5 x 10 Zentimeter kleinen Touchscreen lassen sich Einstellungen wie Start/Stop, Lautstärke und nächster Song vornehmen.

Für den Stereo-Klang sind jeweils zwei 20-Milli-meter-Hochtöner und 89-Millimeter-Tieftöner verbaut. Versteckt sind die Chassis an der Front des Geräts hinter Stoff des dänischen Design-Textilherstellers Kvadrat, der einmal um den gesamten Speaker herum gespannt ist. An der Unterseite sorgen acht Gummi-Noppen für sicheren Stand, oben befinden sich ein Touch-Display und Mikrofone.

An der Unterseite befinden sich ein Stromanschluss und zwei USB-Ports, die allerdings nur zum Aufspielen von Software-Updates dienen.

Hör zu, Harmon!

Die ermöglichen die Sprachsteuerung des Harman Kardon per Google Assistant. Dafür ist die kostenlose Google Home App nötig, die auch die komplette Bedienung sowie die Integration von Musik-Streamingdiensten übernimmt, einen klassischen Signalgeber gibt es nicht.  Einmal eingerichtet kann Musik per WLAN (2,4 und 5 Ghz) oder via Bluetooth wiedergegeben werden. Analoge und digitale Kabelanschlüsse fehlen, ebenso wie ein  Akku. Das 1,8 Meter lange Stromkabel ist abziehbar und kann somit durch längere oder kürzere Strippen ersetzt werden.

Ohne Google Home funktioniert beim Citation 300 gar nichts. Bereits vor der Ersteinrichtung verlangt eine sympathische Frauenstimme nach der Steuerungs-App. Über die gelingen sowohl Bluetooth-Verbindung als auch die Einbindung ins heimische WLAN.

Die Google Home App gewährt Zugriff auf Smart-Home-Steuerung, Musik-Streaming und vieles mehr.

Ist dieser Schritt geschafft, lässt sich über die Google Home App Musik vom Smartphone oder Tablet streamen. Dank integriertem Chromecast stehen zahlreiche Musik-Streamingdienste wie Spotify, Deezer und Tidal zur Verfügung, für die natürlich ein entsprechendes Abo benötigt wird. Die Steuerungs-App ermöglicht außerdem die Einrichtung eines Multiroom-Systems mit mehreren Citation 300 oder anderen „Google Home“-fähigen Geräten.
Über das eingebaute Mikrofon wird der Lautsprecher zum Befehlsempfänger für den Google Assistant. So wird es möglich, per Sprachkommando Songs zu suchen, die Wiedergabe zu starten und zu stoppen oder das Gerät in den Standby-Modus zu versetzen. Sind andere smarte Geräte wie Lampen oder eine Heizung ins WLAN eingebunden, gehorchen auch sie auf den Citation 300. Wer Angst hat, dauerhaft belauscht zu werden, kann das Mikro über das Touchscreen-Menü ausschalten.

Starker Sound

Wie beim großen Bruder begeisterte uns beim Citation 300 die hervorragende Feinzeichnung und die selbst beim Maximalpegel geringen Verzerrungen. Die rockigen Klänge von „Still Counting“ der Hard Rock Band Volbeat oder Metallicas „Nothing Else Matters“ klangen authentisch, einzelne Gitarrenriffs drückte der Smart Speaker breit und luftig in den Hörraum. Beim Dynamikumfang und Bass bemerkte man allerdings die gegenüber dem Citation 500 um rund 20 Prozent geschrumpften Chassis-Maße und die auf 100 Watt halbierte Verstärkerleistung. So kamen die Autoverfolgungsjagden in „Mad Max: Fury Road“ weniger bombastisch daher. Aber krachige Film-Soundtracks dürften nur bei den wenigsten Käufern auf dem Spielplan stehen, weswegen wir auch dem Citation 300 ein „sehr gut“ bei der Tonqualität geben.                         

Der Testbericht Harman Kardon Citation 300 (Gesamtwertung: sehr gut, Preis/UVP: 400 Euro) ist in audiovision Ausgabe 6-2019 erschienen.

Der entsprechende Testbericht ist in unserem Shop als PDF-Dokument zum Download erhältlich.

AV-Fazit

sehr gut

Der Harman Kardon Citation 300 liefert klasse Klang verpackt in adrettes Design. Dank Google Assistant gehorcht der Smart Speaker aufs Wort
Tobias Schönig

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