Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RolandJ« (28. Juni 2012, 17:36)
DTS Neo:X, Dolby ProLogic II etc. würde ich nicht immer so unterbewerten,sind immer noch die besten und stabilsten Systeme um 2 Kanal Material ordentlich aufzubereiten,das wurde bisher von keinen anderen Programm übertroffen.
Wer auch normales TV oder Stereomusikmaterial über Anlage hört,nutzt diese Decoder ansich fast mehr als diskreten 5.1,deswegen sind mir die auch extrem wichtig. Und sehr gute,vorallem ältere Matrixsurround Filmtöne,sind zum Teil sogar besser als viele der heutigen dahergeschluderten 5.1 Abmischungen,merke ich immer wieder!![]()
Sehr interessant! NHK 22.1 und auch TMH 10.2, wie auch Ambisonics und manche andere hatte ich in der obigen Liste weggelassen, da mir keine ernsthaften kommerziellen Aktivitäten bekannt sind (kann mich natürlich irren). Das schöne an den Objektorientierten Verfahren ist allerdings, dass sie Signale für die Lautsprecheranordnungen aller anderen Formate liefern können, d.h. dass z.B. ein Dolby Atmos Decoder/Renderer vermutlich so konfiguriert werden kann, dass er sinnvolle Signale an eine 22.1-Aufstellung liefert. Von daher wäre es kein Drama, wenn sich mehrere unterschiedliche Lautsprecherkonfigurationen verbreiten würden, sie würden nicht obsolet, falls sich Objektorientierung bei der Übertragung durchsetzt.Zwei Ergänzungen:
- Für die neue UHDTV-Norm (4k, 8k) hat die ITU ein kanalbasiertes Verfahren mit 22.1-Anordnung vorgeschlagen, entsprechend dem, was NHK bei Super-Hivision einführen will. Halte ich persönlich für etwas kurzsichtig, denn wenn UHDTV in 20 Jahren Realität werden soll, dürfte man etwas weiter sein. 22.1 heißt hier, dass zusätzlich zur mittleren Ebene noch oben und vorne unten Positionen besetzt werden.
- Das Verfahren MDA von SRS/3DAA habe ich ja letztes Jahr hören können, und was hier besonders interessant ist: Auch die Wiedergabe über zwei Lautsprecher wird deutlich dreidimensionaler, wenn entsprechendes Material zugespielt wird. Die SRS-Leute haben das damit erklärt, dass man dank der Höheninformation im Signal eine Virtualisierung erreichen kann, die sonst nicht möglich wäre. Wie gut das allerdings unter anderen Bedingungen außerhalb des Labors funktioniert, bleibt abzuwarten.
Im letzten Heft erwähnt Herr Dosch vom IRT, dass "wir Europäer" das Fernziel von holografischem TV verfolgen. Darüber wüsste man in jedem Fall schonmal gern näheres: Wer arbeitet dran, über welchen Zeithorizont redet man, wie würde die Produktion entspr. Inhalte aussehen, welche Wiedergabetechnologie könnte es geben (die dann dieselben Schwierigkeiten haben könnte wie die transparenten Fernseher im letzten Heft)?