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1

Freitag, 13. Mai 2011, 19:41

Filmbewertungen: Extras interessieren mich nicht

Hallo,
mir fällt schon seit langem auf, dass bei den Filmbesprechungen die Extras sehr ausführlich besprochen werden. Zum Teil werden die Extras länger besprochen als der Film selbst. Wenn es nach mir ginge, bräuchten Sie gar nichts zu den Extras schreiben und etwas mehr zum Film selbst.
Viele Grüße

2

Samstag, 14. Mai 2011, 10:21

Mich ansich auch wenig!^^

Dann lieber mehr auf die Technik eingehen,was früher meiner Meinung nach etwas mehr geschah als aktuell!
Gerade im Hinblick auf das ganze Colour Grading und die restlichen Verfremdungen,mit dem heute aktuelle Filme leider total verhunzt werden um irgendein pseudo Look zu erzeugen und kein natürliches Bild mehr entsteht!!! :evil:

Auch wäre es schön bei der Tonqualität mehr die Musik mit einzubeziehen bei der Besprechung! Manchmal bekommen Filme sehr gute Wertungen,den man im Bezug auf die Geräusche und FX durchaus zustimmen kann! Doch ein Großteil vieler aktueller Produktionen, sind bei den Soundtracks so schlecht abgemischt,das es ein manchmal der Hut hochgeht,kein Vergleich zu Produktionen aus den Ende der 90er Jahre!

Als Hinweis:

-fast keine Centernutzung mehr für ein stabiles Klangbild im Frontbereich,was aber extrem wichtig ist

-daraus folgt,das viele Monoanteile nur auf die Front gemischt werden,welche auch kaum noch differenziert erstellt wird im Vergleich zu früher

-allgm. trockene Mischungen und teilweise auch schlechte Orchesterabnahmen,"künstlich" erzeugte Musiken oder Abschnitte fallen bei vielen Filmen tonal und mixtechnisch sehr ab

-unsaubere Abmischungen ansich,einfach mal den Stereo Downmix checken über Matrixsurround,hier zeigen sich oft extreme Kammfilterartefakte und ein zusammensacken des Klangbildes,das gab es früher fast nie,wurde immer auf die Kompatibilität geachtet,denn was im Downmix entsteht,kann sich auch sich auch im Hörraum ausbilden bei der 5.1 Tonspur direkt>>>Pfuschmischung

-auch sind heutzutage kaum noch einzelne Instrumente ortbar,das betrifft vorallem den Rearbereich,hier breitet sich selten was aus und der Halleinsatz ist meist auch nur sehr schlecht,weil gerne sehr oft ziemlich "trocken" abgemischt wird


Ich bin jetzt etwas vom Thema abgekommen,trotdzem sind das nur mal ein paar Beispiele,Ausnahmen gibt es natürlich noch!
Leider ist das die letzen Jahre zu beobachten,das immer mehr geschlampt,zu wenig Zeit,Individualität und Aufwand in aktuelle Filmmischungen gesteckt wird,was vorallem die Musik "Spur" betrifft.

Lionheart

Heimkino-Fortgeschrittener

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3

Freitag, 27. Mai 2011, 19:13

Hi Forum,

nach langer Zeit der Abstinenz melde ich mich hier auch kurz zu Wort:

Ich schließe mich dem Threatstarter kpl. an - Extras und Gimmicks usw. usw. interessieren mich in keinster Art und Weise!

Vielleicht - wenn noch mehr solcher Äußerungen wie der Meinen kommen - wäre auch eine allgemeine Abstimmung spannend, mit einer entsprechenden Ergebnisreaktion der Redaktion ;-)

VG, Eric :D
Menschen lernen nur aus Katastrophen - eigentlich schade...!!

Mr.Splatter

Heimkino-Newbie

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4

Freitag, 27. Mai 2011, 20:29

Mir persönlich sind Extras auch nicht unbedingt wichtig,es sei denn,es sind Bonusfilme auf der BD/DVD.Ausserdem interessieren mich noch Trailer,das aber bei mir extremen Horrorfilmfan und Sammler gefährlich ist,da ich mir dann meisten den jeweiligen Film kaufe...

5

Samstag, 28. Mai 2011, 11:42

Geht mir genauso!

Nicht nur, dass mich der Bonuskram überhaupt nicht interessiert, er nervt mich sogar! Diese ganzen "Making of's", "Deleted scenes", etc. dienen nur Verkaufszwecken und haben damit den Gegenwert von Waschpulver (und in den meisten Fällen wohl auch den Inhalt...).



Ich fände eine Befragung unter den Audiovision-Lesern einmal sehr interessant.

Wer braucht Bonus-Material ?

Grüße, Thomas

6

Samstag, 28. Mai 2011, 12:01

Wer braucht Bonus-Material ?


Ich sicher auch nicht. Mal ehrlich das ist meist eine Minderheit die sich die Filme zulegen und dann noch sich die Extras reinpfeiffen. Wenn ich da an die Extended Editions von HdR. und Co. denke. :wacko:
Samsung PS60E6500 / Onkyo SR875(B) / VU+ Duo / Panasonic BDT-220 / Ps3 Fat / xBox360 Slim / Wii / Teufel Ultima 30 + Nubert NuBox CS330 + NuBox 380 + NuBox 310 + Nubert AW880 / powered by Scaler iScan Duo / Toshiba 55SV685 / Denon AVR3805 / Humax PR-HD1000 / Sony BDP-S370

T-Bone79

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7

Sonntag, 29. Mai 2011, 20:17

Ich bin auch gegen eine exzessive Extras- Besprechung.
Ich frag mich immer wer die Zeit hat sich so intensiv mit nem Film zu beschäftigen (speziell bei so Mammutextras wie bei HDR)
tiefer...tiefer...noch viel tiefer...uuuhh - zu tief!... tiefer!

8

Dienstag, 31. Mai 2011, 00:04

Okay,
das Meinungsbild scheint hier ja recht eindeutig zu sein. Das wird uns zu denken geben.

T-Bone79

Heimkino-Profi

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Beruf: Produktmanager

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9

Dienstag, 31. Mai 2011, 10:34

Ich denke es geht hauptsächlich darum, dass die Filmqualität meist in einem kurzen Satz abgehandelt wird.
Ich würde mir hier etwas mehr Tiefe wünschen
tiefer...tiefer...noch viel tiefer...uuuhh - zu tief!... tiefer!

10

Mittwoch, 1. Juni 2011, 01:05

Die allerwenigsten >Extas< usw. sind allerdings auch wirklich sehenswert.
Meist handelt es sich doch um Selbstbelobigungen der Akteure.
Und wer braucht eigentlich während des Films gesprochene (Original) Kommentare des Regisseur?

Nebenbei gesagt, wenn man das vorhandene auf der Disc schon nicht nutzt,
wer braucht dann zusätzlich auch noch BDLive, außer für die Updates ?

11

Mittwoch, 1. Juni 2011, 09:31

Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass Bonusmaterial während des Films (z.B. die angesprochenen "Live"-Kommentare des Regisseurs etc.) einer echten Rezeption des Filmes zuwider läuft. Damit liegt diese Art des Filmschauens aber absolut im Trend. Da die Filme inhaltlich schon seit vielen Jahren in ihrer Gesamtheit immer schlechter werden, muss von seiten der Produzenten die Gewichtung verschoben werden. Voila, die Erfindung des Bonus-Krams!

Nur so läßt sich der Hype - und damit die Verkaufszahlen - um einen Film aufrecht erhalten, bzw. dem Film mehr Sinnhaftigkeit einverleibt werden als er eigentlich hat. Das abverlangte Multi-tasking fördert die völlig oberflächliche Rezeption und kaschiert so die inhaltlichen Schwächen eines Filmes. Anstatt dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben, den Film zu "erfahren" (was nebenbei gesagt nur durch eine gewisse "Langsamkeit" geht), wird er mit jeder Menge von Sinneseindrücken bombardiert: Schnitte im Sekundentakt, wackelnde Kamera, die Spannung erzeugen soll (anstatt diese zu inszenieren), ständige Farbverfälschungen (die einen gewissen "Kunstanspruch " reklamieren sollen, allerdings ohne diesen inhaltlich zu rechtfertigen - also reine Makulatur), dazu dann noch der "Live"-Kommentar des Regisseurs/Hauptdarstellers etc. Was in aller Welt soll da noch von dem Film tatsächlich hängen bleiben als ein wildes Geflacker vor den Augen und Ohren ohne Sinn und Verstand?

Leider scheint dies aber der Stil unserer Zeit zu sein. Das Medium Film wird damit endgültig auf das Abstellgleis des reinen Marktproduktes gestellt. Meine Damen und Herren, kaufen sie, kaufen sie!

Grüße Thomas

12

Mittwoch, 1. Juni 2011, 13:40

Leider scheint dies aber der Stil unserer Zeit zu sein. Das Medium Film wird damit endgültig auf das Abstellgleis des reinen Marktproduktes gestellt. Meine Damen und Herren, kaufen sie, kaufen sie!
Es gab da mal vor Kurzem eine Dokumentation auf arte TV über Hollywood.
Im besten Fall hat mich das sehr nachdenklich gestimmt bzw ist mir regelrecht schon übel geworden.

Tenor war dabei, dass Hollywood heute nur noch an Blockbuster interessiert ist, die Millionen an Dollar einspielen sollen.
Geht man in die USA ins Kino werden per Computer die Besucherzahlen und damit die Einspiel-Dollars direkt an Hollywood ermittelt.
Es gab dort durchaus kritische Stimmen dabei, Filme wie in etwa Forest Gump hätten heute keine Chance mehr, dass man sie überhaupt drehen könnte.

Derzeitiger Trend in Hollywood sind wohl Komödien und diese ganzen (schrecklichen) Serien, die man ja zuhauf bei den Privaten einkauft und weil's dann immer noch nicht genug ist, werden in den Verkaufsregalen massenweise diese Serien auch noch zum Kauf angeboten.
Das Beste dabei ist, der Konsument kauft das auch noch.
Wie oft kann man sich so-was denn zu Hause anschauen ....

Low-Budget Produktionen (unter zehn Millionen) haben und werden es in Zukunft immer schwerer haben.

Wenn man bei dortigen Filmproduktionen dabei ist, muss man Unterlassungserklärungen unterschreiben, dass Teilnehmende nichts davon nach außen tragen.

Warum kann man eigentlich für seine vorhandenen legal gekauften CD's Kopien fertigen und diese auf die eigene Festplatte kopieren, während Hollywood immer noch mit Copyschutz arbeitet und man als Werbespot das jammernde Söhnchen mit Mutti vor dem Knast stehend bewundern kann, mit den Worten wie lange muss unser Pappi denn noch seinen Geburtstag im Knast feiern um am Ende des Spots, damit's auch jeder Dödel endlich begriffen hat,zu erfahren dass Raubkopien ein schweres Verbrechen sind.
Eigene DVD/BD Kopien für den heimischen Rechner sind weiterhin verboten.

Dass Hollywood in der Krise steckt, hat sich längst herum gesprochen.
Es erscheinen zwar neue Produktionen, aber die Auswahl ist für meinen Geschmack längst nicht mehr so vielfältig wie noch vor ein paar Jahren.

Warum Hollywood jetzt auf 3D die Konsumenten versucht zu "polen" , hat selbstverständlich mit alledem rein gar nichts zu tun ...

Ich hab mich jetzt mal ebenso weit aus dem Fenster gelehnt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »missile318« (1. Juni 2011, 13:47)


13

Mittwoch, 1. Juni 2011, 18:58

Warum kann man eigentlich für seine vorhandenen legal gekauften CD's Kopien fertigen und diese auf die eigene Festplatte kopieren, während Hollywood immer noch mit Copyschutz arbeitet und man als Werbespot das jammernde Söhnchen mit Mutti vor dem Knast stehend bewundern kann, mit den Worten wie lange muss unser Pappi denn noch seinen Geburtstag im Knast feiern um am Ende des Spots, damit's auch jeder Dödel endlich begriffen hat,zu erfahren dass Raubkopien ein schweres Verbrechen sind.
Eigene DVD/BD Kopien für den heimischen Rechner sind weiterhin verboten.

Dass Hollywood in der Krise steckt, hat sich längst herum gesprochen.


Genau so sollte man freilich nicht argumentieren. Denn wenn Hollywood in der Krise steckt, was erlebt dann die Musikbranche derzeit? Dort geht es seit Jahren ungebremst nach unten, und jeder aus der Filmindustrie wird sagen, das liegt daran, dass es für CDs keinen Kopierschutz gibt.
Dass die Musik-Labels keinen verlangt haben, lag einfach nur daran, dass die CD bei ihrer Einführung nicht zu kopieren war. Und so konnte man nicht nachträglich einen Kopierschutz einführen - speziell nachdem man es auch vermasselt hatte, ein Nachfolgeformat für die CD zu entwickeln. Es war sicher nicht der gute Wille den Kunden gegenüber. Was bei Musik passiert, gilt in Studio-Kreisen nur noch als abschreckendes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.
Wobei Hollywood zwar gelegentlich richtige Erkenntnisse hat, sie aber nicht umsetzt. Schon bei der HD-DVD war von einer verpflichtenden digitalen Kopie (Mandatory Managed Copy) die Rede, auch bei Blu-ray wollte man das einführen - hat es aber nicht geschafft. Und auch DECE/Ultraviolett könnte scheitern, wenn nicht bald etwas in dieser Richtung passiert. Das müssen die Studios endlich auf die Reihe bringen, dafür darf man sie gerne kritisieren.

14

Donnerstag, 2. Juni 2011, 11:30

Wir entfernen uns zwar immer mehr vom Ausgangsthema, aber diese Diskussion ist durchaus interessant.

Das leidige Kopierschutzthema wurde ja schon mehrfach erschöpfend behandelt. Meiner Ansicht nach wird aber dabei immer ein wichtiger Punkt vergessen, der die "Betroffenen" (Hollywood, die Musikindustrie) in etwas ungünstigeres Licht rückt, d.h. vom "Geschädigten" zum "Schädiger" macht.

Beide Industriezweige setzten in der Vergangenheit - wie auch heute noch - auf absolute "Monokulturen". Nur der totale Blockbuster zählt und wird auch entsprechend gefördert, nur die Michael Jacksons und Tina Turners etc. und ihre Klone werden seitens der Musikindustrie unterstützt. Daraus resultiert eine völlige Gleichschaltung und Verarmung, alles bewegt sich im gleichen Takt, wird mit den immerselben Mechanismen produziert. Nach einer gewissen Zeit, in der sich selbst der Konsument an die dauernde Wiederholung gewöhnt hat, bedeutet es schon ein Risiko z.B. einen Song nicht im 4/4 Takt zu produzieren. Was dazu führen kann, dass man einen 2/4 Takt schon für "genial", "revolutionär", "besonders einfallsreich" hält. Diese "Monokultur" birgt selbstverständlich ein enormes Risiko in sich: sie ist extrem anfällig auf Außeneinflüsse, sprich Kopiermöglichkeiten, Zeitgeisterscheinungen etc. (in der Landwirtschaft der Borkenkäfer...).

Meiner Ansicht nach hätte das Aufkommen von Raubkopien einer diversifizierten Musikindustrie bei weitem nicht so geschadet und auch die Reaktionsmöglichkeiten wären vielfältiger gewesen. Wenn ich alles auf das eine Pferdchen setze und dieses strauchelt ,ist auch alles futsch....

Leider stehen und standen immer die schnellen Gewinnmöglichkeiten an oberster Stelle und hat man einmal mit einem Produkt Erfolg, warum nicht genau dasselbe nochmal hinterher werfen? Dass dabei unsere Kultur verarmt ist doch egal, solange die Kasse stimmt.

Das Thema Bonus-Material schlägt da in dieselbe Presche. Hält das Produkt (der Film, die Musik) nicht das , was es verspricht, müssen halt die Werbemassnahmen erweitert werden. Nichts anderes ist der Bonus-Kram! (Es mag sehr seltene Ausnahmen geben).

Ein weiterer Aspekt ist die Unsitte unserer Zeit, alle Dinge erklären zu müssen, da der Konsument ja so blöde ist...(oder der Produzent?...). Ich will nicht wissen, wie außerordentlich schwierig er war, bis sich der Hauptdarsteller seinen Text hat merken können, ich will nicht wissen wie die 23 hintereinander folgenden Explosionen verkabelt waren und ich will nicht wissen, ob van Gogh seinen Malerpinsel zwischen den Strichen in Wasser getaucht hat. Wo bleibt denn da die Magie, das Geheimnis ? Und letztendlich: wo bleibt denn da die Fantasie ?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Arfshesaid« (2. Juni 2011, 11:40)


15

Donnerstag, 2. Juni 2011, 18:02

Warum kann man eigentlich für seine vorhandenen legal gekauften CD's Kopien fertigen und diese auf die eigene Festplatte kopieren, während Hollywood immer noch mit Copyschutz arbeitet und man als Werbespot das jammernde Söhnchen mit Mutti vor dem Knast stehend bewundern kann, mit den Worten wie lange muss unser Pappi denn noch seinen Geburtstag im Knast feiern um am Ende des Spots, damit's auch jeder Dödel endlich begriffen hat,zu erfahren dass Raubkopien ein schweres Verbrechen sind.
Eigene DVD/BD Kopien für den heimischen Rechner sind weiterhin verboten.

Dass Hollywood in der Krise steckt, hat sich längst herum gesprochen.


Genau so sollte man freilich nicht argumentieren. Denn wenn Hollywood in der Krise steckt, was erlebt dann die Musikbranche derzeit? Dort geht es seit Jahren ungebremst nach unten, und jeder aus der Filmindustrie wird sagen, das liegt daran, dass es für CDs keinen Kopierschutz gibt.
Dass die Musik-Labels keinen verlangt haben, lag einfach nur daran, dass die CD bei ihrer Einführung nicht zu kopieren war. Und so konnte man nicht nachträglich einen Kopierschutz einführen - speziell nachdem man es auch vermasselt hatte, ein Nachfolgeformat für die CD zu entwickeln. Es war sicher nicht der gute Wille den Kunden gegenüber. Was bei Musik passiert, gilt in Studio-Kreisen nur noch als abschreckendes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.
Wobei Hollywood zwar gelegentlich richtige Erkenntnisse hat, sie aber nicht umsetzt. Schon bei der HD-DVD war von einer verpflichtenden digitalen Kopie (Mandatory Managed Copy) die Rede, auch bei Blu-ray wollte man das einführen - hat es aber nicht geschafft. Und auch DECE/Ultraviolett könnte scheitern, wenn nicht bald etwas in dieser Richtung passiert. Das müssen die Studios endlich auf die Reihe bringen, dafür darf man sie gerne kritisieren.
Die Medaille hat ja immer zwei Seiten.
Dass die Musikindustrie dahin dümpelt besteht doch aus mehreren Faktoren.
Durch den fehlenden Copyschutz macht es sich die M.Industrie natürlich
sehr leicht um von den eigenen Fehlern abzulenken und die Schuld den
"schwarzen" Downloads zuzuschieben.

Hat nicht genau diese Industrie jahrelang es verschlafen ihre Musik als Download anzubieten?!
Was kann man denn heutzutage an Musik downloaden, das sind mindere Qualitätsdownloads als mp3 für 78cent pro song.

Es gibt genügend potente Kaufinteressenten, die hochwertige
Musik-Downloads als wav oder FLAC kaufen würden, wenn sie mal vorhanden wären.
Abgesehen mal von den zwei HIghEnd Portalen in England.
Versucht man sich in USA die Musik zu laden, werden Kreditkarten aus EU nicht akzeptiert, weil die Gema Gebühren dort keine Gültigkeit haben.

Der Absatz stagniert zwar, bleibt aber wohl einigermaßen stabil, mit langsamen Abstieg.
http://www.stereo.de/index.php?id=449&tx_ttnews[tt_news]=537&cHash=eb941a3c6f

Ja genau, die Musikindustrie hat keinerlei Interesse an ein neues Musikmedium und hat die DVD-A und SACD völlig vergeigt.
In den 80iger Jahren gab's nun mal das Internet in seiner jetzigen Mainstream Form noch nicht.
Genauso wenig wie es Handys oder youtube gab.
Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden. Und mehr als konsumieren schafft kein Mensch.
Dass die Jugend sich heute lieber youtube anschaut als CD hören oder TV zu konsumieren, von all den Games gar nicht zu reden,, dazu braucht es keinen Copyschutz, weder auf CD noch DVD.

Richtig ist auch, dass vielen Menschen mp3 als Material vom klanglichen Maßstab völlig ausreicht und nicht wissen was für Potenzial in dieser 30jährigen (CD)-Technik mittlerweile mit guten Playern herauszuholen ist.

Dass es auf CD keinen Copyschutz gibt, ist allerdings nicht ganz richtig, bzw. diesen hat die Industrie in den frühen 90igern versucht einzuführen, mit allerdings brachialen Misserfolg, dass die Player die Scheiben verweigerten und die Händler reihenweise umtauschen mussten. Von angepasster Software mittels Updates war damals noch überhaupt nicht dran zu denken.
In den 80iger kamen die ersten professionellen CD-Recorder für zigtausende an DeutschMark auf dem Markt, später in den 90iger wurden die Geräte dann salonfähig und preiswerter.
Ein Bekannter hatte solch ein Teil von Philips, der ging reihenweise durch die Monate zur Reparatur.
Seinen späteren Marantz CD-Recorder hat bis heute gehalten, dient allerdings jetzt als antiquarisches Museumsstück.

Mir war das immer zu aufwendig, zu viel verlorene Zeit, u.a. weil die Teile nur in 1:1 kopierten,
und warum sollte ich meine eigene Musik kopieren?!
Genauso ist mir das alles zu aufwendig an verlorene Lebenszeit, wenn ich heute alle meine CD's auf FP kopieren wollte.
Man denke nur einmal an den Super-Gau einer Festplatte.
Aber wenn es nun mal diese Möglichkeiten gibt,warum sollte man sie nicht auch nutzen können.
Hier geht es nicht darum, um meine persönliche Einschneidungen, sondern um die vorgesetzte Reglementierung einer Industrie.
Ein oder zwei eigene Kopien von DVD oder Blu-ray auf dem heimischen Server, setzt die Filmindustrie aber schon als paranoiden Datenklau voraus.
Ein äußerst merkwürdiges Verhältnis hegt diese Industrie zu seinen Kunden.

p.s# die zitierfunktion ist mir ein wenig misslungen,
es liegt wie so vieles immer am wetter :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »missile318« (15. Juni 2011, 23:31)


16

Samstag, 25. Juni 2011, 13:34

Zum Thema Kopierschutz bei der CD und der Krise der Musikindustrie:

Ich bin der Meinung, dass die Krise der Musikindustrie eng mit dem Aufstieg der DVD zusammen hängt. Ich hab es ja bei mir selbst gesehen: Bis einschließlich 1997 habe ich mindestens 3 - 4 CDs im Monat gekauft. Oftmals habe ich mir gleich das Album gekauft, wenn mir ein Titel einer Gruppe gefallen hat. Seit es die DVD gibt, hat sich mein Kaufverhalten radikal geändert. Ich gebe nicht weniger Geld für Medien aus als früher, jetzt aber fast ausschließlich für DVDs und seit ca. 3 Jahren für Blu-rays. CDs kaufe ich vielleicht noch 2 Stück im Jahr, zumeist Soundtracks. Ich vermute, dass es vielen Leuten ähnlich geht. Mit der DVD ist vor 10 Jahren ein gewaltiger neuer Markt praktisch aus dem Nichts gewachsen. Weder VHS noch LD hat sich vorher in solchen Massen verkauft wie die DVD. Die meisten Leute verdienen aber deswegen nicht mehr. An Lebensmitteln, Wohn- und Nebenkosten und ähnlichem lässt sich kaum sparen, zudem hier in den letzten Jahren die Kosten immer weiter gestiegen sind. Irgendwo mussten aber die Leute sparen, um jetzt DVDs zu kaufen.

Meiner Meinung nach haben die Kunden bei den CDs gespart, um gleichzeitig DVDs zu kaufen. Raubkopien mögen ein weiterer Grund sein, aber in meinen Augen ist das eher unwesentlich. Einen Euro kann man eben nur einmal ausgeben und das meiste, was in den letzten 10 Jahren auf CD veröffentlich wurde, ist eh eine Beleidigung für die Ohren. Insofern kann die Musikindustrie Klagen und Prozessieren bis zum Ende der Welt, es wird ihnen nicht helfen. Heute, in der Zeit von DVD, Blu-ray und Internet, gibt es weitaus lohnendere Sachen als aktuelle Musik, für die man sein Geld ausgeben kann. Musik kann man auch kostenlos im Radio hören, da braucht man keine teuren CDs. Auf Filme konzentriert man sich und schaut sie aktiv. Musik dagegen läuft zumeist nur als Hintergrundberieslung. Da ist es unerheblich, ob diese Musik von CD oder aus dem Radio kommt.

Was den Kopierschutz betrifft, ist das ein weiterer Punkt für den Niedergang der Musikindustrie. Wenn ich mir eine CD kaufe, dann will ich sie uneingeschränkt nutzen können. Ich will sie mit meinem DVD Player abspielen, am PC nutzen und MP3s für meinen MP 3 Player erstellen können (besonders letzteres ist für mich extrem wichtig). Wenn ich das nicht kann, weil mich ein Kopierschutz daran hindert, so ist diese CD für mich wertlos. Und wertlose Dinge pflege ich nicht zu kaufen.

Zum Thema Bonusmaterial auf DVD und Blu-ray:

Im Gegensatz zu den meisten Meinungen hier lege ich sehr viel Wert auf Bonusmaterial. Speziell Dokumentationen stehen bei mir sehr hoch im Kurs, Audiokommentare dagegen eher weniger. Von daher greife ich, wenn ich die Wahl habe, grundsätzlich immer zur Special Edition, auch wenn diese einige Euro teurer ist. Ich sehe mir nicht nur gerne einen Film an, sondern blicke auch gerne hinter die Kulissen und schaue mir an, wie es bei den Dreharbeiten zuging. Daher ärgere ich mich auch sehr über Blu-rays, bei denen das Bonusmaterial der DVD oder HD-DVD nicht übernommen wurde (Dantes Peak, Daylight).

Worauf sie bei ihren Tests mehr Wert legen sollten, sind in meinen Augen die deutschen Untertitel in fremdsprachigen Dialogszenen. Speziell bei Warner (Lethal Weapon 4, Rush Hour) macht sich die gleiche Unsitte breit, wie schon bei den alten Warner DVDs vor über 10 Jahren. Fremdsprachige Szenen im Film haben fest eigebrannte englische Untertitel im Bild, aber keine deutschen Untertitel, die Szenen werden unverständlich. Bei einem High End Medium wie Blu-ray darf es so etwas nicht geben. Selbst bei alten VHS Kassetten waren korrekte deutsche Untertitel gesetzt, da erwarte ich das auch bei einem Hochpreismedium. Wenn ich in Deutschland eine deutsche Blu-ray kaufe, dann erwarte ich, dass alle fremdsprachigen Szenen ordentlich deutsch untertitelt sind. Alles andere ist in meinen Augen ein massiver Mangel, der eine deutliche Abwertung der Disc zur Folge haben muss.

robernd

Heimkino-Newbie

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17

Samstag, 25. Juni 2011, 16:42

Hi, liebe AV-Redaktion,
Ihr habt in der letzten AV 7+8/11 aus diesem Thread zitiert. Offenbar steht die Bewertung des Bonusmaterials intensiv zur Diskussion.
Interessiert haben mich die Zugaben noch nie. Meine Bekannten übrigens auch nicht.
Von allen meinen DVDs und BDs habe ich nur ein einziges Mal das "Making Of" angesehen. Hier wurde beschrieben, mit welchem Aufwand das Playback einer Musik-DVD ausgeführt wurde. Das hat mir alle Illusionen geraubt :( Lieber weg damit und statt dessen die Datenrate des Films erhöht!
Am meisten nerven mich übrigens Trailer zu Beginn einer Disk. Ein Hinweis darauf, wie viele Trailer vor dem Filmbeginn zu überspringen sind wäre tatsächlich nützlich ;)

Raubkopie:
Sicher sammeln speziell viele junge Leute Kopien von CDs und DVDs. Spielen tun sie die allerdings kaum. Und kaufen würden sie die meisten Platten nie. Damit ist es praktisch kein Verlust für die Unterhaltungsindustrie. Es kurbelt allerdings den Rohling-Markt an. Und was steht auf den Rohlingen: Philips, Sony usw.
Wie sieht es bei mir aus (alter Bock)? - Ich mache jedes Mal einen Senkrechtstart, wenn dank Kopierschutz eine Platte nicht so läuft wie sie soll. Bei der Kopie gäbe es dagegen null Probleme.
Gruß RoBernd

18

Mittwoch, 29. Juni 2011, 02:22

Früher als ich Filme nur runtergeladen habe, hatte ich nie das Gefühl kriminell zu sein. Seit es Blurays gibt und viele Titel es verdienen auch in der Qualität gesehen zu werden, fühle ich mich von Tag zu Tag krimineller, obwohl ich sie kaufe. Manchmal habe ich das Gefühl Mitglied in einem Raubkopiererring zu sein und evtl nächste demnächst im Gefängnis lande.
Diese ganzen Einblendungen von der allgemeinen Mahnungen ja keine Kopien zu machen bis zu den FBI Logos, geben einem ein schlechtes Gefühl. Da denke ich einfach darüber nach wieder runterzuladen. Da kann ich ein FIlm ohne Werbung, ohne schlechtes Gefühl und unmittelbar nachdem Einlegen starten.
Ich freue mich über Extras, allerdings nerven mich auf einem 50Zoll TV einfach von der alten DVD übernommenen Daten. Die schalte ich einfach ab, weil man sonst viellecht den Fernseher kaputt machen könnte! ;)

19

Mittwoch, 29. Juni 2011, 07:08

Ich und alle befreundeten Extrem-Film-Freaks interessieren uns einen Scheißdreck für die Flut an überflüssigen Extras. Wer hat die Zeit, sich diverse Making-Ofs und Kommentare reinzuziehen, die mutmaßlich noch den Wiedersehwert des Filmes schmälern?

?(

robernd

Heimkino-Newbie

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20

Mittwoch, 29. Juni 2011, 21:03

Zitat

Manchmal habe ich das Gefühl Mitglied in einem Raubkopiererring zu sein und evtl nächste demnächst im Gefängnis lande.
Hi,
wir könnten diese Hinweise auch positiv deuten:
Ein Banküberfall ist auch nicht schlimmer als eine Raubkopie ;)
Gruß RoBernd