Hallo zusammen,
das aktuelle Editorial zeigt sich erfreut und erstaunt, daß TVs immer billiger werden. Dabei wird aber vergessen, daß dies Zeichen für den harten Preiskampf in dieser Sparte ist, siehe die Links unten.
Darüber kann sich der Verbraucher natürlich freuen, genau wie über den Preiskampf bei Lebensmitteln, solange man nicht an den Erzeuger denkt. Natürlich verdienen die bekannten Weltkonzerne weniger Mitleid als der Bauer von nebenan, dessen Existenz auf dem Spiel steht. Auch muß man momentan nicht fürchten, daß die Fernseher schlechter werden (so wie die enorm niedrigen Fleischpreise wohl zum Dioxinskandal beigetragen haben).
Allerdings muß man sich bewußt sein, daß auch die Elektronikkonzerne keine Wohlfahrtsorganisationen sind. Natürlich können sie die Verluste im TV-Geschäft durch Gewinne anderswo ausgleichen. Man kann aber nicht erwarten, daß sie das jahrelang tun, und mancher Marktanalyst erwartet schon, daß sich der eine oder andere Konzern vom TV-Geschäft verabschiedet. Das wiederum kann zu weniger Wettbewerb und weniger Innovation führen. Wenn dann z.B. ein Panasonic die Plasmas nicht mehr vorantreiben würde, ist das am Ende nicht unbedingt erfreulich für uns Kunden. Natürlich können wir in diesem Fall nicht viel tun, aber die Fachpresse könnte durchaus auf diese Zusammenhänge hinweisen, und ein bißchen gegenhalten gegen die leider oft vorhandene geiz-ist-geil und billig-ist-besser-als-qualität-Mentalität.
http://derstandard.at/1296696226445/Weni…n-setzt-Sony-zu
http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommu…s/60002145.html
http://www.photoscala.de/Artikel/Samsung…-zum-Jahresende
http://www.finanznachrichten.de/nachrich…szahlen-127.htm