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1

Sonntag, 20. Februar 2011, 15:19

Anpassung der Testkriterien seit 1-2011

Hallo Forumsteilnehmer, hallo audiovison-redaktion!

Die audiovision kaufe ich mir ab und an wenn neue, für mich interessante AV-Reciever bzw. Vor/End-Kombis getestet werden. Nun ist mir aufgefallen, dass seit 01-2011 wieder mal eine neue Bewertung Einzug gehalten hat. Der Ausstattungsgrad der Geräte fliesst nun zu viel höheren Anteilen in die Bewertung ein als vorher -dementsprechend wird die eigentlich wichtigste Qualität -der Klang- weniger gewichtet. Der unerfahrene Hobby-Neuling denkt nun echt, dass sein neu erworbener Denon AVR-4311 besser ist und besser klingt als z.B. der Arcam AVR 600. Oder bei den Vor/End-Kombis Marantz AV7005/MM7025 echt besser ist als Anthem Statement D2V/A5/A2.

Was soll denn das?

Zudem passt man mal nebenbei die Bewertung der Ausgangsleistung an und bewertet die Verstärkerleistung nun nur noch mit 6 statt 8 Ohm. Kommt man so den Herstellern entgegen, die aufgrund des Konkurrenzdruckes immer mehr an Material und Qualität sparen und dies durch billige, künstlich gehypte Features wie Netzzugang, W-Lan, USB da und dort sowie irgendwelchen Schnickschnack an den Tonformaten mit dem 3. Center vorn oder wieder einem neuen HDMI-Standard erfinden??

Mal ganz ehrlich: Selbst die eigentlich sinnvolle Tonformate DTS-HD und True-HD haben es doch seit ca. 3 Jahren nur kleckerweise in unsere Wonzimmer geschafft! Wieviele deutschsprachige Blu-ray´s (mit vernünftigem Inhalt) gibt es denn wirklich die auch die deutsche Tonspur in dem neuen Format vernünftig ausgeben.

Liebe Testredakteure, wer, wenn nicht Ihr sollte ein wenig darauf hinweisen worauf es ankommt. Oder vergebt Ihr demnächst sogar Extrapunkte wenn man bei Denon über eine Frontbuchse den Rasierer aufladen kann?

Viele Grüße

parkbank

2

Montag, 21. Februar 2011, 11:52

Hallöchen!

Besser hätte ich es nicht formulieren können... !!!
Das mit dem Rasierer würde ich mir aber schützen lassen. Das machen die bestimmt mal... :D

3

Dienstag, 22. Februar 2011, 13:46

Hallo,

ich finde auch, dass sich die Audiovision nicht unbedingt einen Gefallen erwiesen hat, ständig (und für den Aussenstehenden etwas undurchsichtig) Geräte abzuwerten. Überhaupt werden doch diese Punktevergebereien nur als Anhaltspunkt gewertet, wo man ein Gerät einzuordnen hat. Und wenn man da plötzlich ein 2 Jahre altes Gerät, das mal top bewertet wurde nur noch unter ferner liefen findet, macht das einen schon stutzig.

Hauptkriterium für Hifi/Video ist der Klang bzw. das Bild, auch wenn die aktuelle Generation 25000 tolle downgeloadete Hupfdohlenhits auf dem Handy haben will und sich mit dem entsprechenden 2 x 3 cm Display zufrieden gibt, lasse ich mich nicht durch diesen Qualitätsverfall beeinflussen. Qualität vor Quantität! Und deshalb verzichte ich auch (noch) vorläufig auf den Rasierauflader am Receiver...

Grüße

4

Dienstag, 22. Februar 2011, 17:19

Hallo,
ich will jetzt mal eine persönliche Sicht zum Besten geben, die - wie Ihr seht - nicht die Mehrheitsmeinung in der Redaktion ist. Vor mehr als zehn Jahren haben wir diese Diskussion geführt und ich war der Meinung, dass eine Punktewertung Unsinn ist. Die meisten Kollegen waren aber der Ansicht, dass das von den Lesern gewünscht wird und der Orientierung dient. Eigentlich war und bin ich der Meinung, dass ein erfahrener Leser sich keine Gedanken um die Punkte machen wird, aber ich sehe, dass ich mich hier getäuscht habe.
Das Dilemma bleibt aber, dass es unmöglich ist, eine Punktewertung über längere Zeit gleich zu lassen. Einmal, weil sich die Geräte weiterentwickeln, und zum anderen, weil die Testbedingungen sich wandelnden Ansprüchen anpassen müssen. Die Testkriterien einzufrieren, ist sicher keine Lösung. Die Punktewertung ständig nach oben zu erweitern, so dass das Maximum nicht mehr 100, sondern immer wachsend ist, führt auch zu Verwirrung. Also bleibt nur die regelmäßige Abwertung. Theoretisch müssten wir alle alten Geräte jeweils nach den neuen Kriterien nochmal testen, aber ich denke, dass uns niemand diesen Aufwand bezahlen würde.
Insofern kann ich Lesern mit einer gewissen Erfahrung immer nur raten, die Punktewertung nicht zu beachten. Und sich auch keine Gedanken darüber zu machen, was andere denken könnten. Natürlich sind - im Prinzip - nur die Qualität von Bild und Ton die entscheidenden Kriterien. Aber um überhaupt in deren Genuss zu kommen, gibt es gewisse Voraussetzungen, von den Anschlüssen bis hin zur korrekten Bedienung. Daher geht das mit ein in die Wertung. Eine bessere Lösung als das Lesen der Tests und das genaue Studium unserer Bewertung (zum Beispiel wie viele Punkte von der Maximalzahl beim Klang vergeben werden) ist mir nicht bekannt.
Vorschläge sind natürlich willkommen. Ich werde auch die Kollegen bitten, mal ihre Sicht dieser Wertungsproblematik darzulegen.
Danke für die Diskussionsbeiträge,
Uli

5

Mittwoch, 23. Februar 2011, 10:44

Hallo Uli,

danke für Deine Antwort. Ich kann der Argumentationsweise völlig folgen. Es stört mich nur dieser Automatismus der Punkteabwertungen. Ein Gerät, egal welches, das ich heute kaufe ist in 2 oder 3 Jahren automatisch x Punkte schlechter?

Wenn dem so wäre, dürfte ja ein 10 Jahre alter TOP-Verstärker heute nicht mehr gegen den Klang eines Kofferradios ankommen (oder ein Lautsprecher etc.).

Da diese Punktebewertungen von den meisten Lesern (so schätze ich) durchaus als Anhaltspunkt herangezogen werden, wird das Gesamtbild doch arg verzerrt.

Vielleicht würde eine grundsätzliche zweiteilige Punktebewertung diesem Problem ausweichen? Eine Punktzahl besteht in der Summe nur aus der Klang-/Bildbewertung, eine aus der Ausstattung. Ein Gerät erscheint dann in eurer Liste etwa wie folgt:

DENON DVD A1UD.........95/85

Dann könnt ihr bei der Ausstattung auch mal die 100 durchbrechen, ohne dass das Ganze ins Uferlose abdriftet. Ansonsten sind selbstverständlich die eigentlichen Tests als wirklicher Gradmesser heranzuziehen.

Grüße

Thomas

6

Sonntag, 15. Mai 2011, 07:12

Das Dilemma bleibt aber, dass es unmöglich ist, eine Punktewertung über längere Zeit gleich zu lassen. [...] Die Punktewertung ständig nach oben zu erweitern, so dass das Maximum nicht mehr 100, sondern immer wachsend ist, führt auch zu Verwirrung.
Hallo,

das sehe ich nicht so. Wenn es Punkte sind und nicht %, dann ist das aus meiner Sicht gar nicht verwirrend. Die Abwertung jedoch schon, da man nicht nachvollziehen kann, wann und wie abgewertet wurde. In manchen Bereichen ohne Innovationen, wie z.B. Lautsprecher, müsste man gar nicht abwerten. Seinerzeit stand mal im Testspiegel ein Teufel M11000 vor dem Teufel M12000! So ist die Punkteübersicht am Ende des Heftes nur für neue Geräte zu gebrauchen.
Ich würde also dafür plädieren, die Punkteskala zu öffnen.

Gruß

ripcurl

Heimkino-Newbie

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Beruf: Verkauf

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7

Sonntag, 24. Juli 2011, 14:15

[quote='Arfshesaid','index.php?page=Thread&postID=4798#post4798']Hallo Uli,

danke für Deine Antwort. Ich kann der Argumentationsweise völlig folgen. Es stört mich nur dieser Automatismus der Punkteabwertungen. Ein Gerät, egal welches, das ich heute kaufe ist in 2 oder 3 Jahren automatisch x Punkte schlechter?

Wenn dem so wäre, dürfte ja ein 10 Jahre alter TOP-Verstärker heute nicht mehr gegen den Klang eines Kofferradios ankommen (oder ein Lautsprecher etc.).

Da diese Punktebewertungen von den meisten Lesern (so schätze ich) durchaus als Anhaltspunkt herangezogen werden, wird das Gesamtbild doch arg verzerrt.

Vielleicht würde eine grundsätzliche zweiteilige Punktebewertung diesem Problem ausweichen? Eine Punktzahl besteht in der Summe nur aus der Klang-/Bildbewertung, eine aus der Ausstattung. Ein Gerät erscheint dann in eurer Liste etwa wie folgt:

DENON DVD A1UD.........95/85

Dann könnt ihr bei der Ausstattung auch mal die 100 durchbrechen, ohne dass das Ganze ins Uferlose abdriftet. Ansonsten sind selbstverständlich die eigentlichen Tests als wirklicher Gradmesser heranzuziehen.

Grüße

Thomas[/quote]
Eine aufgeteilte Bewertung für Ton / Bild und Ausstattung kann ich nur unterstützen! Wichtig wäre dann, dass die maximale Punktzahl für Bild und Ton nicht verändert wird.

gruss
rip