Erste 4K-Blu-rays mit HDR10+

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Bisher konnte man Inhalte mit HDR10+ Codierung nur über Streaming-Dienste wie Amazon Prime bewundern. Am 11. Dezember fällt der Startschuss für HDR10+ auf UHD-Blu-ray – zumindest in Amerika: „A beautiful Planet“ und „Journey to South Pacific“ heißen die ersten beiden Titel, die das dynamische und in Konkurrenz zu Dolby Vision stehende HDR-Format nutzen und zudem mit einer weiteren Premiere aufwarten: Bild und Ton encodiert mit IMAX Enhanced. Letzteres ist kein Zufall, handelt es sich bei den Titeln doch um von IMAX produzierte Naturdokumentationen.

Und was passiert in Deutschland? Bislang nichts. Fox und Warner, beide Partner des HDR10+ Programms von Panasonic und Samsung, möchten zwar bis Jahresende einige Inhalte auf den Markt bringen, konkrete Ankündigungen stehen aber aus. Technisch sind die Hürden dagegen schon genommen, aktuelle Fernseher und UHD-Blu-ray-Player von Panasonic und Samsung sind bereits fit für HDR10+. Der offene und lizenzfreie HDR-Standard passt Kontrast und Farben je nach Mastering Szene für Szene oder sogar bei jedem Einzelbild dynamisch an. HDR10+ arbeitet somit ähnlich wie Dolby Vision, allerdings ohne dass Lizenzgebühren anfallen.

Auch der von IMAX und DTS ins Leben gerufene AV-Standard IMAX Enhanced soll verbesserte Bild- und Tonqualität liefern (audiovision berichtete). Genaue Spezifikationen sind zwar immer noch nicht bekannt, zertifizierte Inhalte sollen aber auf speziellem Equipment in 4K-Auflösung und HDR gemastered werden. Bei auf IMAX-Kameras gedrehten Produktionen darf man sich zudem auf erweiterte Bildformate freuen. IMAX-Partner Sony hat jüngst in Amerika erste Fernseher und Projektoren mit IMAX Enhanced angekündigt, in Deutschland und Europa dagegen nicht.

Beim Ton sollen IMAX-Enhanced-zertifizierte Receiver und Verstärker für die Wiedergabe des speziell kodierten IMAX-Tons auf DTS-Basis optimiert werden, Sound United (Denon, Marantz) hat bereits verlautbaren lassen, IMAX Enhanced zu unterstützen und per Firmware einzelne Geräte nachzurüsten. Ein Schritt in die richtige Richtung, doch ohne passende Bildschirme wird sich vermutlich kein Studio durchringen, IMAX-Enhanced-Inhalte auch in Deutschland zu veröffentlichen.

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