Blu-ray-Test: Star Trek (2009)

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Blu-ray-Test: Star Trek (2009)"Können wir es cool machen?" Wie man im umfangreichen Bonusmaterial der Blu-ray-Doppel-Disc erfährt, war das die alles entscheidende Frage für die Studiobosse, um dem elften "Star Trek"-Film grünes Licht geben zu können. Kein Wunder, denn mit "Nemesis" (2002) wurde die Franchise künstlerisch und kommerziell gegen die Wand gefahren. "Ja, können wir", antwortete J.J. Abrams selbstbewusst. Recht hat er, und wie. Doch der Film ist weit mehr als nur cool, er ist ein spektakulärer Re-Launch, bei dem von der ersten bis zur letzten Minute fast alles passt. Ganz in der Tradition von "Batman Begins" und "Casino Royale" schildert der "Lost"-Schöpfer die Anfänge der weltweit bekannten Helden Kirk, Spock, Pille und Co., eingebettet in ein bedrohliches Weltuntergangsszenario.

Alles andere als bedrohlich ist das Bonusmaterial. So befindet sich auf der Filmdisc neben einem hörenswerten Audiokommentar mit J.J. Abrams und Anhang ein BD-Live-Zugang, der filmspezifischen Content enthalten soll. Zum Testzeitpunkt war besagter Zugang leider noch nicht aktiviert. Alle Videobeiträge, knapp zweieinhalb Stunden, wurden auf einer zweiten Disc ausgelagert. Der Grund: Sie liegen fast alle in HD-Auflösung vor und benötigen entsprechend Platz. Nicht selten loben sich alle Beteiligten zwar gegenseitig in den Himmel, trotzdem erfährt man unheimlich viel Interessantes rund um den Dreh: unter anderem in wiefern sich die Macher an den "Star Wars"-Filmen orientierten, warum man auf den Einsatz digitaler Kameras verzichtete, warum William Shattner keinen Gastauftritt hat oder was eine Budweiser-Bierbrauerei mit dem Maschinenraum der Enterprise zu tun hat.

Echten Trekkies dürfte vor allem der vir­tuelle Rundgang durch die Enterprise gefallen, bei dem man anhand von Texttafeln (leider nur in Englisch) Wissenswertes über das bekannteste Raumschiff der Kinogeschichte erfährt.    cs                                                           

Bildqualität: Der rausch- und defektfreie Cinemascope-Transfer bietet tolle Farben, einen knackigen Kontrast und ein sattes Schwarz. Auch die Schärfe gefällt meistens, doch in unschöner Regelmäßigkeit wirkt das Bild etwas detailarm und nicht so plastisch, wie erhofft. Trotzdem sah ein "Star Trek"-Film nie besser aus.       

Tonqualität: Nicht nur der intergalaktische Showdown wurde genial vertont. Surroundeffekte bis zum Abwinken und viel Dynamik (Stichwort: Warp-Beschleunigung) erfreuen das Ohr. Doch auch bei ruhigeren Momenten vermittelt der 5.1-Mix ein tolles Raumgefühl. Leider kommt die audio­phile Kundschaft nur bei englischer TrueHD-Tonwahl auf ihre Kosten. Knappe sechs Punkte.

Extras: Disc 2: "Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist" (16:41), "Casting" (28:53), "Eine neue Vision" (19:31), "Raumschiffe" (24:33), "Aliens" (16:30), "Planeten" (16:10), "Ausstattung und Kostüme" (9:22), "Die Sounds" (11:45), "Gene Roddenberrys Vision" (8:47), entfallene Szenen (13:30), verpatzte Szenen (6:22), Texttafeln, Trailer, Teaser.                

Fazit: Operation gelungen: Die Wiederbelebung der vermieften "Star Trek"-Franchise ist das positive Blockbus­ter-Ereignis des Jahres. Tolle Effekte, eine clevere Story und coole Darsteller machen das elfte Enterprise-Abenteuer nicht nur für Trekkies zum SciFi-Pflichtprogramm.                 

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… kämpfen sie bald Seite an Seite gegen den Romulaner Nero (Eric Bana).

Die Wertung   
Film 6 von 6 Punkten
Bildqualität 5 von 6 Punkten
Tonqualität 6 von 6 Punkten
Bonusmaterial 4 von 6 Punkten
   
Die technischen Daten  
Anbieter Paramount
Originaltitel Star Trek
Laufzeit 126
FSK ab 12 Jahren
Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
Ton Deutsch Dolby Digital 5.1
Ton Englisch Dolby TrueHD 5.1
Erhältlich ja

 
Dieser und viele weitere Blu-ray- und DVD-Tests sind in der audiovision 12/2009 erschienen.  

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