Blu-ray-Test: Jurassic World – Das gefallene Königreich

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In „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ folgten die Macher dem bekannten Sequel-Credo „Mehr von allem!“. So müssen die Dino-Experten Owen (Chris Pratt) und Claire (Bryce Dallas Howard) ihre schuppigen Schützlinge nicht nur vor einem Vulkanausbruch retten, sondern anschließend aus den Händen böser Buben befreien. Die wollen die Urzeit-Monster nämlich an den Höchstbietenden verscherbeln und haben zu allem Überfluss einen genmanipulierten Indoraptor erschaffen, den es aufzuhalten gilt.

Klingt irgendwie bekannt – und tatsächlich beschleicht einen das Gefühl, die Geschichte sei lediglich aus Versatzstücken der vier Vorgänger-Filme zusammengebastelt. So bleibt bis auf die eindrucksvollen Schauwerte nicht viel hängen. Dem kommerziellen Erfolg tat das keinen Abbruch Mit einen Kinoeinspiel von 1,3 Milliarden Dollar musste sich die Dino-Action dieses Jahr nur den Marvel-Kollegen „Avengers: Infinity War“ und „Black Panther“ geschlagen geben.

Das Bonusmaterial

In Anbetracht dessen fällt der Umfang des Bonusmaterials mit einer Laufzeit von rund 70 Minuten überraschend überschaubar aus. So muss man auf einen Audiokommentar und entfallene Szenen verzichten und statt einem zusammenhängenden Making-of bekommt man 15 lose Featurette-Häppchen aufgetischt, die meist kaum mehr als das übliche „Alles war super“-Gelobe vermitteln. Wirklich empfehlen können wir nur „Insel-Action“ und „Visuelle Effekte“. Hier erfährt man, dass beim Dreh auf  Hawaii ein Zweiter-Weltkriegsbunker als Kulisse genutzt wurde und man in einem Kinderzimmer einen computeranimierter Spielzeug-„E.T“ versteckt hat. In seinen „Tagebüchern“ bekommt der über das Set wandelnde Chris Pratt nicht nur die Big-Player, sondern auch Maskenbildner und Kostümdesigner vor sein Mikrofon. Warum er selbst einen Heidenspaß bei seinen Kampfszenen hatte, verrät er auch: „Es ist einfach toll, jemanden verprügeln zu dürfen, der einen im echten Leben ganz sicher fertigmachen würde“.

Neben der von uns getesteten Blu-ray erscheint der Film auch als 3D-Blu-ray, als 4K-Scheibe und im limitierten Steelbook.                                     

Bild: Der knackscharfe Cinemascope-Transfer bietet ein rauschfreies und kontrastreiches Bild. Bei nächt-lichen Aufnahmen sorgen sattes Schwarz und perfekt durchgezeichnete Graustufen für eine hohe Plastizität. Spitzlichter von Laternen und Autos strahlen so besonders eindrucksvoll. Dank toller Feinzeichnung sind bei den CGI-Dinos (32:51) viele Details erkennbar. Auch wenn in einer Unterwasserszene Banding-Artefakte kurz stören, können wir die Höchstwertung vergeben.

Ton: Die DTS:X-Spur liefert kräftige Dynamik und präzise Ortbarkeit, etwa beim Motorbrummen eines vorbeifahrenden Trucks (25:20). Ein Vulkanausbruch (35:16) kracht urgewaltig und bringt das Heimkino voluminös zum Beben. Die Deckenboxen werden öfter hörbar mit einbezogen, etwa wenn Urzeitvögel über die Köpfe der Darsteller fliegen oder Naturgewalten toben. Dialoge können im Klanggetümmel schon mal untergehen, so dass man versucht ist, lauter zu drehen. Unsere Top-Wertung gibt es trotzdem.

Extras: „Am Set mit Chris & Bryce“ (3:05), „Ein Königreich entwickelt sich weiter“ (4:33), „Rückkehr nach Hawaii“ (2:41), „Insel-Action“ (6:01), „An Bord der Arcadia“ (5:53), „Die Geburt des Indoraptors“ (4:09), „Möge das Bieten beginnen“ (3:18), „Tod durch Dino“ (1:33), „Monster in einer Villa“ (3:06), „Showdown auf dem Dach“ (3:48), „Malcolms Rückkehr“ (3:07), „Visuelle Effekte“ (7:08), „Im Gespräch“ (10:16), „Ein Lied für das Königreich“ (1:26), „Chris Pratts Jurassic-Tagebücher“ (12:09).

Die Wertung 
Film 3 von 6 Punkten
Bildqualität 6 von 6 Punkten
Tonqualität 6 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Universal
Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
Tonspur Deutsch DTS:X / DTS-HD Master Audio 7.1
Tonspur Englisch DTS:X / DTS-HD Master Audio 7.1
Untertitel deutsch, englisch

 

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