Blu-ray-Test: Grace Jones – Bloodlight and Bami

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Sängerin, Model, Schauspielerin – Grace Jones lässt sich nicht gern in Schubladen stecken. Das wird im von ihr mitproduzierten Biopic „Bloodlight and Bami“ schnell klar. Im Stile einer Dokumentation folgt ihr die Kamera von Konzertsälen über Kostümproben bis zu Familienbesuchen auf Schritt und Tritt. Dabei bekommt man die jamaikanische Ausnahmekünstlerin als liebevolle Mutter und Großmutter zu sehen – aber auch als zickige Diva, die sich über nicht gebuchte Hotelzimmer echauffiert. Um die Schimpftiraden verstehen zu können, sollte man gut Englisch sprechen, denn eine deutsche Tonspur enthält die Disc nicht und auch die deutschen Untertitel übersetzen nur das Nötigste.

Bild und Tonqualität: Das Schärfeniveau leidet unter kräftigem Rauschen, meist mutet der 50i-Transfer (falsche Coverangabe: 25p) wie ein privates Video-Tagebuch an. Selten ruckelt das Bild kamerabedingt auffällig (45:35), oftmals geht die schlechte Ausleuchtung vieler dunkler Szenen auf Kosten von Kontrast und Feinzeichnung. Konzertaufnahmen wirken etwas schärfer und klarer. Während der Doku-Teil sich oft nach Mono anhört und Stimmen etwas leise sind, kommen die rar gesäten Konzertmitschnitte erheblich zu laut. Bei Letzteren spielt die 5.1-Abmischung dynamisch, druckvoll und schön räumlich drauf los, Jones‘ markante Stimme bleibt stets gut verständlich.

Extra: Hier gibt es leider nur den Trailer.

Die Wertung 
Musik 4 von 6 Punkten
Bildqualität 2 von 6 Punkten
Tonqualität 3 von 6 Punkten
Bonusmaterial 1 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Ascot Elite
Format Blu-ray
Länge 115 Minuten
Bildformat 1,85:1 (1080/50i)
Tonspuren DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel  deutsch

 

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