Blu-ray-Test: Bullyparade – Der Film

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„Das war am Anfang schon ein bisschen komisch, wir wussten ja nicht, ob unser Humor überhaupt noch auf einer Wellenlänge ist“, beschreibt Regisseur Michael „Bully“ Herbig sein Wiedersehen mit den Kollegen Christian Tramitz und Rick Kavanian im interessanten wie witzigen Making-of. Darüber hinaus fallen die Extras mit drei Mini-Featurettes sowie ein paar Eindrücken von der Kinopremiere aber mau aus.

Bullys Humorsorgen waren übrigens unbegründet. Zwar ist es mehr als zehn Jahre her, dass das Comedy-Trio gemeinsam vor der Kamera stand, ihren Sinn für Situationskomik und Slapstickeinlagen haben sie aber nicht verloren. Entsprechend strömten knapp zwei Millionen Deutsche in die Kinos, ob die Blu-ray (eine 4K-Scheibe erscheint leider nicht) ähnlich erfolgreich sein, muss allerdings bezweifelt werden. Denn Koproduzent Amazon stellt den Film seit Mitte Februar seinen Primekunden kostenlos als Stream zur Verfügung.

Wie bei der TV-Vorlage gibt es keine durchgehende Handlung, stattdessen stolpern alte Bekannte wie Winnetou & Old Shatterhand, die Crew um Captain Kork sowie Kaiser Franz und seine Sissi in fünf lose verknüpften Episoden von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dabei bekommen sie mehr oder weniger tatkräftige Unterstützung hiesiger Prominenz in Form von Top-Model Lena Gercke, Kultrocker Peter Maffay und Volksmusik-Trompeter Stefan Mross.                                                     

Bild: Der scharfe Cinemascope-Transfer besticht mit satten Farben und feiner Detailzeichnung, was sich besonders an den teils ausgefallenen Kostümen bemerkbar macht. Während im Wilden Westen helle Außenaufnahmen überwiegen, ist in den Weiten des Alls sattes Schwarz gefragt. Beides meistert der Film mit kontrastreicher Bravour. Nur während der Auftakt-sequenz um DDR-Duo Jens und Jörg rauscht es stark.

Ton: Selten klang eine Komödie besser: Musik und Effekte, wie das Echo in einer Schlucht (8:35), verteilen sich gut ortbar im Hörraum. Während Schlägereien und Feuergefechten geht dynamisch die Post ab, Kugeln zischen direktional um die Ohren (13:34). Bully-typische Gesangseinlagen (25:08) kommen voluminös aus allen Boxen und dank basslastiger Explosionen (29:58) hat auch der Subwoofer etwas zu tun.

Extras: Making-of (43:40), „Die Rückkehr des Supertrios“ (0:59), „Zurück in den Wilden Westen“ (0:58), „Bully und die Perücken“ (0:59), „Die Kino-premiere“ (3:43).

Die Wertung 
Film 4 von 6 Punkten
Bildqualität 5 von 6 Punkten
Tonqualität 5 von 6 Punkten
Bonusmaterial 3 von 6 Punkten
Die technischen Daten
Anbieter Warner
Bildformat 2,35:1 (1080/24p)
Tonspur Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1
Tonspur Deutsch Hörfilmfassung für Blinde
Untertitel deutsch

 

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