Marantz UD 7006 - Blu-ray-Player für 1.000 Euro
Marantz' UD 7006 zeichnet eine edle Audiotechnik für klangstarken analogen Mehrkanalton aus, weswegen er auch SACDs und DVD-Audio mag.
Der japanische HiFi-Spezialist Marantz spricht mit dem UD 7006 anspruchsvolle Musikfreunde mit Heimkinoambitionen an. Das Kürzel "UD" steht für "Universal Disc", denn der Player versteht sich auch auf DVD-Audio und SACD.
Ausstattung und Bedienung
Der UD 7006 zeichnet sich durch eine besonders hochkarätige Audiosektion für analogen Stereo- und 7.1-Ton aus, die ihn vom günstigeren Modell UD 5005 unterscheidet. Details zur aufwändigen Tontechnik finden Sie in der Zusatzinformation weiter unten.
Um die Videoverarbeitung kümmert sich ein Prozessor von Anchor Bay. Er bietet 15 Videoregler für detaillierte Bildjustagen, speicherbar für fünf Benutzer. Dazu gehören komplette Schärfe- und Rauschfilter sowie Gammajustagen. Im Setup findet man einen umschaltbaren Progressive-Modus sowie das 3D-Menü mit Eingabe der Bildschirmgröße in Zoll. Die Wahl der Auflösung oder die Aktivierung der nativen HDMI-Ausgabe wird am Gerät oder mittels Direkttaste der Fernbedienung umgestellt. Direkttasten finden sich auch für die 24p-Wiedergabe, die Displayhelligkeit oder den Videoequalizer. Ärgerlich ist nur, dass der Zugriff auf die Bildregler bei 3D-Filmen verwehrt bleibt. Gut gefällt das solide Laufwerk. Es spielt CDs ohne störende Geräusche, kann bei Blu-ray-Discs aber kurzfristig etwas hochtouriger laufen und dann den leisen Lüfter übertönen. Typische Einlesezeiten bei DVDs und Blu-rays liegen zwischen 14 und 24 Sekunden, Scheiben mit komplexem BD-Java-Menü wie "Men In Black" laufen nach 41 Sekunden an. Die BD-Live-Features dieser Disc kann man dank integriertem Speicher sofort aus dem Internet laden.
Gut gemacht: Die weißen Tasten der Fernbedienung
leuchten im Dunkeln nach und sind auch ohne
aktive Beleuchtung recht gut ablesbar.
Multimedia
Über die Taste "Home" gelangt man zu YouTube und der Multimedia-Wiedergabe per Laufwerk, USB und DLNA-Heimnetzwerk. Der Marantz erfreut mit flotten Ladezeiten für scharfe Fotos, dreht Hochformate automatisch und spielt Musik zur Diaschau. Nur ein direkter Zugriff auf das letzte, respektive aktuellste Foto einer Dateiliste fehlt, weshalb man bis dahin mit der Kapiteltaste weiterblättern muss. 3D-Fotos der Formate MPO oder JPS erkennt der Marantz nicht, spielt aber viele HD-Videoformate wie AVCHD, MOV, DivX-HD, WMV oder MKV ab. Während er den DivX-HD-Film "Big Buck Bunny" korrekt im 24p-Format ausgibt, laufen einige in 60 Hertz angelegte WMV-Trailer ruckelnd mit 50 Hertz. SDTV-Videos im MPEG-Format spielt der Marantz über LAN oder USB und informiert per Displaytaste über Audio- und Videocodecs.
Zusatzinformation: Die Tontechnik des Marantz UD 7006
Der fünf Kilogramm schwere Marantz UD 7006 setzt nicht auf Miniaturisierung, sondern auf klassische Tugenden wie eine aufwändige Gehäusekonstruktion. Im Inneren steht genügend Platz für separate Baugruppen mit diskreten, teilweise streng selektierten Bauteilen zur Verfügung. Das gekapselte und mit schwarzen Gummimatten bedämpfte Laufwerk sitzt zentral auf dem versteiften Unterboden. Rechts davon versorgt eine große Netzteilplatine alle Gruppen wie die abgeschirmte Display-Elektronik oder die links platzierte Audioplatine mit sauberem Strom. Dort kommen fünf 32-Bit-Audio-D/A-Wandler PCM-1795 von Burr-Brown sowie hochwertige Operationsverstärker zum Einsatz. Der Universalplayer von Marantz kann mit seinem Chipsatz SACD-Ton unkomprimiert analog ausgeben oder ihn verlustfrei in ein hochaufgelöstes PCM-Signal (88 kHz und 24 Bit) wandeln.
Auch die direkte DSD-Tonausgabe über HDMI ist möglich. In diesem Fall wandelt der AV-Receiver den DSD-Datenstrom (Direct Stream Digital) selbst in ein PCM-Signal, eventuell aber nicht in vergleichbar hoher Auflösung. Für analogen SACD-Mehrkanalton und 7.1-Ton von Blu-ray-Disc stellt der Marantz alle Parameter im Lautsprecher-Management ein. Hier kann man drei Subwoofereinstellungen wählen, nämlich mit und ohne LFE-Kanal oder mit einem auch auf die Hauptlautsprecher gemischten LFE-Anteil. Die Pegel lassen sich auf 0,5-Dezibel und die Entfernungen auf 15 Zentimeter genau einstellen. So kann der Marantz UD 7006 gleichzeitig ältere Receiver mit analogem Mehrkanalton und moderne Displays mit 3D-HDMI-Bild versorgen. Apropos gleichzeitig: Der analoge Ton lässt sich zwar synchron mit dem HDMI-Bild ausgeben, aber leider nicht verzögern, etwa um das noch folgende Rechendelay des Displays auszugleichen. Ein kleiner Kritikpunkt bei der Videoverarbeitung bleibt, dass der Prozessor ABT 2015 VRS von Anchor Bay die insgesamt 15 Videoregler nicht bei 3D-Filmen einsetzt.
Diskrete Technik: Auf der großen Audioplatine links neben dem gekapseltem
Laufwerk sitzen selektierte Bauteile und Wandler für den analogen Mehrkanalton.
Die großzügig dimensionierte Netzteilplatine rechts versorgt alle Baugruppen.



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abrufen. Im Inneren arbeitet ein bewährter Zwölf-Zöller. Der Langhub-Treiber mit neuer Fasermembran verträgt laut Nubert Auslenkungen von bis zu fünf Zentimetern und höhere Eingangsleistungen.
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