Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 Euro

Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €Zum günstigen Preis projiziert der Acer H 9500 BD extrem helle und kontrastreiche Bilder, leistet sich aber auch kleine Schwächen.


Der DLP-Projektor Acer H 9500 BD bietet Talente für die Präsentation, eignet sich aber auch fürs 3D-Heimkino; eine entsprechende Brille liegt bei. Die versprochene Lichtausbeute von 2.000 Lumen ist gerade hier mehr als willkommen.

Ausstattung und Bedienung

Der Regelbereich für den Lens-Shift liegt bei 15 Prozent horizontal und 12,5 Prozent vertikal. Das ist zwar weniger als bei LCD-Projektoren, vereinfacht die Installation aber dennoch enorm. Mit dem 1,5-fach-Zoom kann man auch aus kurzer Distanz auf sehr breite Leinwände projizieren. Für hohe Lichtleistung sorgt eine 280-Watt-Lampe in Kombination mit der intelligenten Farbradansteuerung Brilliant Color. Zur Ausstattung gehören außerdem eine automatische Iris, die Bewegungstechnologie AcuMotion, sechs separate Farbsättigungsregler für Grund- und Mischfarben sowie eine 2D/3D-Konvertierung.



Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €
Schlecht lesbar: Die Tasten der Fernbedienung sind im dunklen
Heimkino kaum zu erkennen. Da nützt auch die zuschaltbare blaue
Hintergrundbeleuchtung wenig.



Unser Testmuster produzierte mit verschiedenen Bildquellen gelegentlich kleine Blitzer, die Korrekturen im Farbmanagement auf null zurücksetzen. Acers Firmware scheint diesbezüglich noch nicht fehlerfrei zu arbeiten; ein Ersatzgerät erreichte uns leider nicht rechtzeitig.



Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €
Kompakt, lichtstark, flexibel: Der Acer liefert schon im Sparmodus mehr als 1.000 Lumen.
Die beigelegte 3D-Brille wird über Lichtimpulse gesteuert und
über eine kleine Knopfzelle mit Strom versorgt.

Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €





Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €
  Gut bestückt: Fürs Heimkino stehen 3D-taugliche
HDMI-Eingänge mit 1.4-Technik und drei
analoge Bildeingänge bereit.




Licht und Farbe

Alle sieben Bildmodi zeigen zu schwach gesättigtes Grün, zudem wirken Cyan und Magenta unecht. Separate Regler für Helligkeit und den Farbort fehlen. Immerhin stimmen die Farborte der RGB-Grundfarben und Gelb, die Farbtemperatur wirkt mit 7.100 Kelvin nur leicht unterkühlt. Ohne Brilliant Color ergibt sich besseres Grün und natürlicheres Magenta und Cyan, doch dann liegt die Farbtemperatur mit 8.000 Kelvin zu hoch, Gelb wirkt orange, die Lichtausbeute reduziert sich um 25 Prozent. Ausgerechnet im Modus "Wandfarbe Rosa" fanden wir eine korrekte Farbtemperatur von 6.600 Kelvin. Ein ziemliches Durcheinander also; Acer sollte die Bildmodi überarbeiten.

Mit Brilliant Color schafft der Beamer satte 1.215 Lumen, die für eine 3,5 Meter breite Leinwand reichen, selbst im Sparmodus sind noch drei Meter drin. Der Kontrast kann sich sehen lassen und erreicht im Bild 2.240:1 und mit dem ANSI-Testbild 650:1. Die helle, kontrastreiche Projektion zeigt allerdings DLP-Farbradblitzer etwas deutlicher. Dafür gelingen dem Ein-Chip-Beamer farbreine Details, da er im Gegensatz zu Drei-Chip-Projektoren keine Farbdeckungprobleme kennt.


Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €


Bildqualität Standardsignale

HDMI-Signale in SDTV-Auflösung zeigen plötzlich nahezu korrekt gesättigte grüne Farben. Das macht aber trotzdem nicht glücklich, denn leider flimmern im Halbbildformat 576i zugespielte Filme bei jeder Bewegung. Nur Standbilder oder TV-Material verarbeitet der interne Videoprozessor gut. Ein Wechsel auf hochskalierte DVD-Bilder im Format 1080p beseitigt zwar das lästige Bildflimmern bei Filmen, allerdings stören jetzt wieder zu schwach gesättigte Grüntöne. Die Bewegungsverbesserung AcuMotion wirkt sich nicht auf TV-Material mit 50 oder 60 Bewegtphasen aus, sondern nur auf Kinofilme (24 Bilder pro Sekunde) und Camcordervideos (mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde). Die Schaltung arbeitet zuverlässig und beseitigt in der höchs­ten Stufe das Bildstottern selbst bei sehr schnellen Schwenks.

Acer H 9500 BD – 3D-Projektor für 2.000 €
Ordentlich: Der Ein-Chip-DLP
löst die Muster im Testbild ohne Farbfehler auf. Der Kontrast lässt an feinsten Linien aber nach.
 
 

 



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