Toshiba BDX 3200 KE - Blu-ray-Player für 180 Euro
Toshibas zweiter 3D-Player BDX 3200 KE unterscheidet sich kaum vom Vorgänger BDX 3100 KE (Test in audiovision 4-11). Auch der Neue nutzt seinen LAN-Anschluss nur für BD-Live-Downloads. Interessant sind die vielen Bildregler und das Farbmanagement, das aber einen Haken hat.
Ausstattung und Bedienung
Eigentlich ist es eine tolle Idee, exklusive Funktionen wie ein Farbmanagement für Primär- und Sekundärfarben in einen Blu-ray-Player zu packen. Wer einen älteren Projektor oder Flachbildfernseher ohne dieses Feature besitzt, kann mit Toshibas Blu-ray-Player auf ein effektives Bildtuning hoffen. Doch wie beim Vorgänger BDX 3100 könnten Bildtüftler die Wände hochlaufen – ausgerechnet auf Blu-rays üben die Regler keine Wirkung aus.
Im Menü "Video Anpassung" stehen Regler für Helligkeit, Kontrast, Farbton und Farbsättigung zur Verfügung, die sogar bei der Fotowiedergabe wirken. Sie lassen sich aber nur mit DVDs bei laufendem Bild einstellen. Beim Abspielen von Blu-ray-Discs kann man lediglich im Stop-Modus darauf zugreifen. Verglichen mit dem professionellen Aufwand, den Toshiba bei den Top-Fernsehern in Sachen Farboptimierung an den Tag legt, scheinen die BD-Player-Funktionen der Japaner noch nicht ausgereift. Ansonsten gibt der BDX 3200 alle HDMI-Auflösungen ab 576i aus und bietet vierfach umschaltbare HDMI-Farbmodi.
Immerhin zählt das Laufwerk des lüfterlosen Toshiba zu den leiseren und flotteren im Testvergleich. DVDs spielt der Player in rund neun Sekunden an, für komplexe BD-Java-Scheiben wie "Men in Black" braucht er 33 Sekunden. Allerdings wirkt der Schubladenmechanismus etwas wacklig, und einige DVDs starten mit einem hochtourigen Laufwerksgeräusch. Bei DVDs wie bei Blu-rays ohne BD-Java-Menü merkt sich der Toshiba auf Wunsch die letzte Abspielstelle auch dann, wenn man die Scheibe zwischendurch aus dem Player entfernt.
Gar nicht mehr zeitgemäß ist, dass der LAN-Anschluss lediglich für BD-Live-Extras entsprechender Discs dient. Internet-Portale und DLNA-Streaming bleiben außen vor, selbst Software-Updates erfolgen nicht über die Netzwerkbuchse, sondern nur via USB. Über diese Schnittstelle spielt der neue Toshiba, anders als sein Vorgänger, nun immerhin DivX-HD-Videos ab, dazu wie gehabt HD-Videos in den Formaten H.264 und AVCHD. Fotos werden mit Begleitmusik und in bester Bildschärfe dargestellt, lassen sich flott weiterschalten und zeigen Hochformate automatisch aufrecht. Schade ist aber, dass der Player keine 3D-Fotos im MPO-Format erkennt.

Liegt gut in der Hand: Die Fernbedienung des Toshiba hat eine Griffmulde
und ist übersichtlich gestaltet. Leider lässt sich das Videomenü bei eingelegter
Blu-ray nur im Stopmodus aufrufen.
Bildqualität
Das Farbmanagement für DVDs ist nur im Bildmodus "Individuell" aktiv und ermöglicht bei allen Primär- und Sekundärfarben separat einstellbare Werte für Helligkeit, Farbsättigung und Farbton. Bei größeren Abweichungen treten allerdings bald gestufte Farbverläufe auf, da die Quantisierung im HDMI-Signal dafür nicht fein genug ist. Einen Fehler leistet sich der Toshiba im HDMI-Farbmodus "RGB", der grüne Farben überbetont. Immerhin liefert der Player in den drei anderen Farbmodi (YCbCr, YCbCr 4:2:2, Volle RGB) originalgetreue Farben und eine feine Skalierung. Details auf DVD erscheinen zunächst etwas weich, lassen sich aber mit dem zweistufigen Schärferegler horizontal dezent anschärfen. Im Bildmodus "Individuell" steht ein weiterer Schärferegler bereit, der bei DVDs sowohl horizontale als auch vertikale Bildkanten stark anschärft und bald Säume produziert. Die DVD-Vollbildwandlung gelingt in der Strandszene von "Sechs Tage sieben Nächte" sowie mit unserem Stolperstein aus "Space Cowboys" tadellos, nur selten ist in "Gladiator" Bildflimmern sichtbar. Kinofilme auf Blu-ray zeigt der Toshiba in den Formaten 1080/24p und 1080/60p in bester Bildqualität und setzt auch Dokumentationen in den Formaten 1080/50i, 1080/60i und sogar 1080/30p zu sauberen Vollbildern zusammen. Im Vergleich zum Vorgänger BDX 3100 hat sich die Qualität der Vollbildwandlung gesteigert, weshalb der Neue in dieser Disziplin zu den besten Playern des Testfelds zählt.

Ohne Internet: Der Toshiba BDX 3200 spart sich YUV-Bildausgänge
und nutzt seinen LAN-Anschluss nur für BD-Live-Downloads.
Da er keinen Lüfter braucht, zählt er zu den leiseren Playern im Testfeld.
Ärgerlich ist sein zu kurzes Netzkabel.


Da die Texteinblendungen in "Der ganz normale Wahnsinn" eine wichtige Rolle spielen und sie obendrein via Animation ins Bild geschrieben werden, entschied sich Anbieter Tobis, zwei Film-Versionen auf die Blu-ray zu packen: eine mit englischer (Bild Mitte), eine mit deutscher Schriftanimation (Bild unten). Der Kunde kann wählen (Bild oben).

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abrufen. Die Ausstattung fällt üppig aus: Universaltuner, CI+ Slot für HD+ Sender, viele Multimedia-Extras und USB-Aufnahme.
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