Samsung BD-C 5900 – Blu-ray-Player für 230 Euro
Der BD-C 5900 ist Samsungs günstigster 3D-Player. Er verzichtet auf einige Funktionen, nicht aber auf eine komfortable DLNA-Netzwerktechnik und auf Internet-Dienste wie YouTube, Facebook oder Google Maps.
Ausstattung und Bedienung
Mit 44 Millimetern Bauhöhe fällt der Player besonders flach aus. Während des Anspielens von DVDs oder Blu-rays verursachen die kleinen Laufwerksmotoren hörbare Geräusche. Im Betrieb gibt sich der BD-C 5900 aber leise und kommt bei einem vorbildlichen Stromverbrauch von nur acht Watt ohne Lüfter aus. Das Laufwerk zählt bei DVDs mit knapp neun Sekunden Anlaufzeit zu den schnellsten im Testfeld, braucht aber bei Blu-rays mit BD-Java-Menü und beim Navigieren etwas länger. Die Bedienung gelingt über die große Fernbedienung und die grafisch anspruchsvolle Menüoberfläche sehr gut.
Die Internetdienste TV Digital, YouTube, Facebook, Google Maps und Picasa lassen sich im Hauptmenü direkt aufrufen.
Über den Button "Internet@TV" führt der Samsung zu Spielen sowie Nachrichten- und Wetter-Portalen. Die Bedienoberfläche hilft mit sieben Themenordnern beim Sortieren und holt auf Wunsch ausgewählte Dienste mit einem eigenem Icon in die oberste Ebene – ein intelligentes und fast beliebig erweiterbares Bedienkonzept. Bei YouTube schaltet die Taste "Subtitle" die Softkey-Tastatur um, bei Google Maps kann man den Kartenstil per Tools-Taste ändern. Eine USB-Tastatur erkennt der Samsung aber nicht. Zudem scheiterten im Test all unsere Versuche, BD-Live-Extras zu laden. Trotz eines angeschlossenen freien USB-Speichers meldete der Player fehlenden Platz und stoppte den Verbindungsaufbau ins Internet.
Der hintere USB-Anschluss akzeptiert bei Bedarf einen optional erhältlichen WLAN-Empfänger für eine drahtlose Internet- oder Netzwerk-Verbindung. Alternativ spielt er, genau wie sein Gegenpart auf der Front, Multimedia-Dateien ab. Die Diaschau präsentiert sich zwar flexibel und lässt sich mit Hintergrundmusik versehen, doch leider hapert es an der Bildqualität: Sowohl per USB als auch aus dem Netzwerk werden die Fotos unscharf skaliert und sind nicht großbildtauglich. Bei Zuspielung per USB bleiben zudem Bilder im Hochformat auf der Strecke. AVCHD-Videos laufen nur über LAN, H.264-Formate dagegen nur über USB. Positiv: DivX-HD-Streifen wie "Big Buck Bunny" erscheinen über beide Wege im ruckelarmen 24p-Kinoformat.

Große Tasten: Die übersichtliche Aufteilung des Tastenfelds und die
gut lesbaren Beschriftungen erleichtern die Bedienung.
Bildqualität Blu-ray
Für Videos stehen im Benutzermodus drei Bildmodi und eine Schärfe- und Rauschminderung zur Verfügung. Eine HDMI-Halbbildausgabe im Format 576i und eine manuelle Farbraumeinstellung bietet der Samsung aber nicht. Anders als das 3D-Top-Modell BD-C 6900 aus dem gleichen Haus spart er sich außerdem Einstellmöglichkeiten für Helligkeit, Kontrast und Farbe, bietet aber gut dosierbare Filter für Schärfe und Rauschen. Kinofilme gibt der Player sowohl in 2D als auch in 3D in originalgetreuer Bildqualität aus. Bei HDTV-Halbbildmaterial von der Blu-ray liefert der Videoprozessor ebenso perfekte Bilder wie das Topmodell: Weder kommt es zu Kämmen bei sehr schnellen Motiven noch stören Treppenstufen an scharfen Kanten wie Hochhausfassaden die besonders fein und natürlich wirkenden Bilder.

WLAN ready: Der USB-Anschluss auf der Rückseite lässt sich für einen separat erhältlichen
WiFi-Adapter nutzen oder auch als Speichererweiterung für BD-Live – Letzteres klappte
mit unserem Testexemplar allerdings nicht. Der sparsame und meist sehr leise Player
kommt ohne Lüfter aus.


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