Arcam AV 888 / P 777 - Vor/Endstufe für 10.000 Euro
Nach längerem Dornröschenschlaf gibt es bei Vor/End-Kombis wieder Bewegung: Auch der englische Traditionshersteller Arcam präsentiert ein neues, spannendes Geräteduo.
In audiovision 4-2010 testeten wir eine neue Vor/End-Kombi von Onkyo (den Test lesen Sie hier), nun kommt ein Duo vom englischen Hersteller Arcam. Im letzten Jahr ließ sich diese HiFi-Schmiede zum ersten Mal auf den bis dato verpönten Mehrkanalton ein und legte mit dem AV-Receiver AVR 600 (audiovision 8-2009) eine glanzvolle Premiere hin. Nun folgt der zweite Streich: eine Kombi für 10.000 Euro.
Ausstattung und Technik
Im Vergleich zum Receiver bringt die Vorstufe AV 888 unter anderem Wolfson D/A-Wandler vom Typ WM 8741 mit, die hervorragend klingen. Statt eines Wandlers mit acht Kanälen kommen vier Stereo-Konverter zum Einsatz, was ein großzügigeres und somit weniger störanfälliges Platinenlayout erlaubt. Symmetrische Ausgänge sorgen für eine störungsfreie Verbindung bei langen Kabeln. Ein Radio-Empfangsteil gibt es nicht. Das Gehäuse besteht aus einem Verbundmaterial aus Aluminium und Sorbothane, das Schwingungen besonders gut dämpfen soll. Einzelne Bauteile werden mit speziellen Pads oder Ringen ruhiggestellt.
Bei aller konventioneller Verstärkerbaukunst kommt die moderne Technik nicht zu kurz, wie fünf HDMI-Eingänge und zwei -Ausgänge, Decoder für die HD-Tonformate und Dolby Volume belegen. Im Heimnetzwerk empfängt die Vorstufe Musik von einem DLNA-Server oder Web-Radio. Bei den Schaltern zur Eingangswahl gehen die Engländer einen speziellen Weg: Statt mechanischer Schalter oder hochwertiger Relais setzen die Entwickler auf moderne Schalt-ICs. Mit einem schaltungstechnischen Trick eliminieren sie dabei die Nachteile der elektronischen Schalter, die ansonsten bei kleinen Spannungen meist nicht linear arbeiten und Verzerrungen produzieren.

Schnörkellos, übersichtlich und funktionell: Das Menü der Vor/End-Kombi von Arcam ist klar gegliedert und gut strukturiert.
Spaß macht die Bedienung: Die Metall-Fernbedienung überzeugt ebenso wie das übersichtliche Bildschirmmenü und die korrekte Einmess-Automatik. Die von der Elektronik errechneten Equalizer-Einstellungen sind eher Geschmackssache.
Die unauffällige Endstufe P 777 offenbart bei geöffnetem Deckel den Aufwand, der in ihr steckt (siehe Kasten rechte Seite). Signale empfängt sie über symmetrische XLR- Anschlüsse und Cinchbuchsen.

Internet-Radio und Streaming vom Homeserver sind bei Geräten der gehobenen Klasse mittlerweile fast eine Selbstverständlichkeit.


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abrufen. Für den kompakten Lektor Sub haben die dänischen Lautsprecher-Spezialisten einen 10-Zoll-Langhub-Treiber mit fester Holzfasermembran gewählt. 
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abrufen. Der Einsatz einer Passivmembran ist aufwändiger als eine normale Bassreflexkonstruktion, obwohl das Prinzip ähnlich ist – einmal schwingt die Passivmembran, einmal die Luftsäule im Bassreflexrohr.
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