Sharp BD-HP 22 S - Blu-ray-Player für 280 Euro
Der Vorgänger BD-HP 21 S war beim Vergleichstest vor einem Jahr (audiovision 3-2009) der einzige Player ohne Netzwerkbuchse. Der neue Sharp holt nun BD-Live aus dem Internet, doch viel mehr kann er in Sachen Multimedia nicht.
Ausstattung und Bedienung
So dient der USB-Anschluss auf der Rückseite des Sharp nur Firmware-Updates sowie als Speicher für BD-Live-Downloads aus dem Internet, versteht sich aber weder auf Fotos noch auf MP3-Musik. Während der Vorgänger unser HDTV-Testvideo im AVCHD-Format abspielte, verweigert der Neue die auf DVD-R gebrannte Aufnahme. Dafür akzeptiert er das Format auf BD-RE, allerdings stocken Bild und Ton gelegentlich. DivX-Videos oder MP3-Musik erkennt er nicht, JPEG-Dateien nimmt er an. Immerhin zeigt er Fotos in guter Skalierung und neutralen Farben, die Möglichkeit zur Rotation fehlt aber.
Neben längst etablierten Standards wie der kinogerechten 24p-Wiedergabe oder der PCM- und Bitstreamausgabe von HD-Ton bietet der Sharp wenig. Videoregler und Einstellmöglichkeiten für den HDMI-Farbraum fehlen. Als Konsequenz der Ausstattungs-Schlichtheit fallen die Menüs sehr übersichtlich aus.
Ein Schnellstartmodus ist vorhanden, der Stromverbrauch im Standby steigt so auf rund 13 Watt. Sharp weist im Einstellmenü darauf hin, dass sich nur die Einlesezeit für eine bereits vorher angespielte Disc verkürzt. Der Modus wirkt sich aber auf BDs mit und ohne Java-Menü insofern deutlich aus, als der Sharp zu den langsameren Playern zählt. Zum Anspielen von "Men in Black" braucht er 54 statt 82 Sekunden, "Casino Royale" spielt er nach sechs statt nach 30 Sekunden an. Für neu eingelegte Scheiben und die meisten Laufwerksfunktionen benötigt der Sharp aber mehr Zeit als die Konkurrenten. Die zur Blu-ray angezeigten Informationen beschränken sich auf Titel, Kapitel und Tonformat.

Die Fernbedienung ist klein und übersichtlich.
Bildqualität Blu-ray
Hier meistert der Sharp alle Prüfungen. Ultraschwarze und ultraweiße Kontraste stellt er unbeschnitten dar, Bildschärfe, digitale Pegel und Farbcodierung stimmen. Neben der perfekten Wiedergabe von Kinobildern mit 24 und 60 Hertz gelingt auch bei HDTV-Dokumentationen ein weitgehend flimmerfreies Vollbild. Dass in einigen schwierigen Testszenen mit sehr schnellen Motiven gelegentlich leichte Kämme auftreten oder 1080/30p-Material nicht erkannt wird, wirkt sich in der Praxis kaum aus.

Wenig Neues: Der neue Sharp bietet jetzt eine Netzwerkbuchse, die aber nur für
BD-Live-Downloads nutzbar ist. Den Schnellstartmodus sollte man ausschalten, sonst läuft der Lüfter im Standby auch ohne Disc weiter.


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