Technotrend TT-Micro S835 HD+ - HDTV-Settop-Box für 200 Euro
Der TT-micro S835 HD+ kommt vom Thüringer Hersteller TechnoTrend Görler, der mittlerweile zur Kathrein-Gruppe gehört. Ihm gebührt der Ruhm des Vorreiters: Er war der erste Sat-Receiver auf dem Markt, dem die nötige Smartcard beilag. Sie macht den Empfang und die Entschlüsselung der privaten Kanäle, die seit November im HD+ Standard senden, erst möglich.
Ausstattung und Bedienung
Trotz seiner Pionierleistung übt sich der TT-micro in Bescheidenheit. Der Preis von 200 Euro ist günstig – im Internet gibt es den Receiver bereits ab 160 Euro inklusive der für ein Jahr freigeschalteten HD+ Karte – die Abmessungen sind die kompaktesten im Testfeld. Deshalb wurde die Stromversorgung ausgelagert und liegt als Steckernetzteil bei. Das Display zeigt sich recht spartanisch. Mit seinen vier nummerischen LED-Feldern informiert es nur über den Programmplatz eines Senders. Das größere Modell TT-select S845 HD+ aus dem gleichen Haus gibt sich da nicht so zugeknöpft und verrät auch den Sendernamen. Eine USB-Buchse ist vorhanden, aber derzeit ohne Funktion; was hier in Zukunft eventuell möglich sein könnte, darüber hüllt sich der Hersteller in Schweigen.
Ansonsten bietet die kleine Settop-Box aber alle wichtigen Funktionen. Dank DiSEqC 1.0 und Unicable arbeitet sie mit allen gängigen LNB-Konfigurationen, nur für Motorantennen eignet sie sich nicht. Durch die CEC-Unterstützung lässt sie sich über die Fernbedienung eines modernen Flachbild-Fernsehers steuern. Im Test klappte das mit dem Geber des als Monitor verwendeten Sony-TVs problemlos. TechnoTrend verspricht, dass es mit anderen Herstellern ebenso reibungslos funktioniert; für Panasonic- und Toshiba-TVs sind ebenfalls bereits die über das Standard-CEC-Protokoll hinausgehenden Befehle integriert. An besonderen Einstelloptionen gibt es einen Lip-Sync-Delay, einstellbar in Zehnerschritten von null bis 300 Millisekunden. Das bewährt sich, wenn sich die Videoelektronik bei der Verarbeitung der Bilder im Display Zeit lässt; der Receiver verzögert dann den Ton, der flugs synchron zum Bild ertönt. Wie beim größeren Modell 845 gibt es eine abschaltbare HDCP-Verschlüsselung, mit der es zumindest die frei empfangbaren Sender auch auf ältere Displays schaffen, die den diesen Kopierschutz nicht unterstützen. Bei verschlüsselten Sendern wie den beiden HD-Kanälen von RTL und Vox aus dem neuen HD+ Paket bleibt der Bildschirm in diesem Fall aber dunkel.

Schlichte Senderliste: Die Informationen zur gerade laufenden Sendung könnten
beim kleinen und günstigen Sat-Receiver von TechnoTrend umfangreicher ausfallen.
Der Bedienkomfort gefällt im Großen und Ganzen: Die kompakte
Fernbedienung liegt gut in der Hand, lässt aber einen spürbaren
Druckpunkt der Tasten vermissen. Im Gegensatz zum größeren Modell gibt
es zwar Tasten zum Umschalten von Programm und Lautstärke, doch die sind
so klein geraten, dass man doch lieber auf das Cursorkreuz ausweicht.
Das Menü präsentiert sich einfach, aber zweckmäßig. Die Senderliste ist
sinnvoll vorsortiert und lässt sich schnell durchforsten. Allerdings
vermissen wir Sortierfunktionen, um die Stationen alphabetisch oder nach
frei empfangbaren/Abo-Sendern zu ordnen. Immerhin kann man aber selbst
Favoritenlisten anlegen.
Ansonsten ist der TT-micro S835 HD+ ein recht komfortabler Receiver:
Der Startvorgang gelingt schnell, Senderwechsel dauern knapp anderthalb
Sekunden. Der Programmführer (EPG) reagiert ebenfalls flott, zeigt aber
nur sechs Sender gleichzeitig an. Die Navigationstasten werden zwar
eingeblendet, aber ohne ihre Funktion zu erklären – da heißt es
ausprobieren oder nachlesen. Bei Radioempfang bleibt der Bildschirm bis
auf ein dunkelblaues, sich bewegendes Logo schwarz. Eine gute Idee, die
einen niedrigeren Stromverbrauch bei Plasma-Fernsehern und modernen
LCD-TVs mit Lampendimm-Funktion gewährleistet.

Ausreichend: Der Receiver bietet alle nötigen Anschlüsse,
die USB-Buchse ist aber derzeit noch funktionslos.


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abrufen. Universaltuner, Unicable-Unterstützung und Multimedia-Extras bilden eine solide Basis. 3D-Brillen, ein WLAN-Dongle und eine Webcam für Videochats via Skype kosten Aufpreis. 
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abrufen. Der Universaltuner kommt auch mit drehbaren Sat-Antennen zurecht.
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