Technisat Digit HD8+ - HDTV-Settop-Box für 330 Euro
Im Gegensatz zum Humax iCord HD+ bringt der HD8+ von Technisat keine Festplatte mit, sondern arbeitet mit externen Speichermedien. Dafür kostet er auch nur 330 Euro – halb so viel wie der Humax.
Ausstattung und Bedienung
Ursprünglich hatte es in Bezug auf das neue Senderformat geheißen, dass mit externen Speichermedien entweder gar keine HD+ Aufnahmen oder lediglich Time-Shift-Aufzeichnungen erlaubt würden. Aktuell arbeitet der Technisat jedoch genauso wie der Festplattenrecorder Humax iCord HD+, nimmt also sowohl im Time-Shift auf als auch über EPG und Timer. Allerdings kann man sich Aufnahmen von HD+ Sendern wie RTL HD und VOX HD nur in Echtzeit anschauen, ein Vorspulen ist nicht möglich.
In Sachen Speichermedien zeigt sich der Technisat erfreulich flexibel. Er akzeptiert nämlich nicht nur USB-Sticks oder -Festplatten, sondern zeichnet auch auf SD- und CF-Speicherkarten auf. Schade ist allerdings, dass während der Aufnahme das Umschalten verwehrt bleibt, und zwar selbst dann, wenn der andere Sender auf dem gleichen Transponder liegt. Gut finden wir dagegen, dass sich für die Timeraufnahmen eine generelle Vor- und Nachlaufzeit einstellen lässt, damit man bei geringfügigen Verschiebungen nicht den Anfang oder das Ende einer Sendung verpasst – nichts ist schließlich enttäuschender, als beim "Tatort" mitzufiebern, aber die Auflösung nicht mitzubekommen.

Gut gemacht: Die Menüs der Technisat-Box wirken
ansprechend und sind klar strukturiert.
Neben der Aufnahme auf externe Medien unterstützt das Modell auch die
Wiedergabe von MP3-Dateien und JPG-Fotos. Dieser Receiver nutzt seine
USB-Buchse und seine Slots für Speicherkarten also voll aus. Die
ebenfalls vorhandene Netzwerkschnittstelle ist derzeit aber noch nicht
funktionstüchtig – im Gegenteil: Im Test kam es sogar zum Absturz des
ganzen Receivers, sobald wir ein LAN-Kabel ansteckten. Vielleicht liegt
hierin der Grund dafür, dass es für andere Technisat-Receiver mit
Aufnahmefunktion ein Download-Programm gibt, mit dem sich Aufnahmen auf
den Computer exportieren lassen, für den Digit HD8+ bislang aber noch
nicht.
Wie schon der größere TechnoTrend verfügt auch der Technisat über ein
Dot-Matrix-Display und kann so nicht nur Uhrzeit oder Speicherplatz,
sondern auch den Sendernamen im Klartext anzeigen. Grundsätzlich bietet
der Receiver einigen Komfort, auch wenn die eine oder andere Funktion
noch nicht vollständig ausgereift erscheint. So findet sich zwar im
Einstellmenü der Menüpunkt "HDMI TechniLink" für die Steuerung von
Geräten via HDMI durch das CEC-Protokoll, doch in unserem Test
funktionierte das Ganze weder mit aktuellen Fernsehern von Sony noch von
Panasonic. Neben üblichen Sat-Schüsselkonfigurationen kommt der
Technisat auch mit Motorantennen zurecht.
Auf der Fernbedienung sind manche Funktionstasten erst auf den zweiten
Blick als solche zu erkennen. Dank des deutlich spürbaren Tastendrucks
stimmt die Rückmeldung. So lässt sich der Receiver zielsicher und
schnell durch das ansprechende Menü steuern. Mit knapp 30 Sekunden
Startzeit gehört er dabei aber nicht gerade zu den Sprintern. Auch beim
Kanalwechsel würden wir uns etwas mehr Speed wünschen, die knapp zwei
Sekunden wirken auf Dauer zu langsam.

Störend: Sobald ein Netzwerkkabel an der LAN-Buchse hängt, hängt auch der Receiver – er stürzt ab.


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