Tonqualität
Die Verstärkerleistung des RX-V 2065 erfreute unsere Messtechniker besonders. Mit 5 x 102 Watt an acht Ohm und 5 x 118 Watt an vier Ohm weist ein Yamaha-Receiver zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder überzeugende Werte auf.
1.110 Euro: Die glatte Front des RX-V 2065 wirkt durch die geringe
Anzahl an Bedienelementen aufgeräumt. Eine Reihe kleinerer Tasten
sitzt etwas versteckt unter dem Display. Der Receiver ist auch in Schwarz erhältlich.
Zudem macht er im Hörtest mit kräftiger, druckvoller und trotzdem präziser Basswiedergabe auf sich aufmerksam. Positiv fällt das gerade bei Musikmaterial auf, etwa mit dem Stück "Away From The Sun" von 3 Doors Down (DTS), bei dem Tiefbass-Anteile sowohl auf den LFE als auch auf die Frontkanäle gemischt sind. In diesem Punkt liegt der Receiver hörbar vor den Konkurrenten von Marantz und Onkyo. Der Yamaha gefällt zudem mit einem verbindlichen und angenehm luftigen Ton, mit dem er "Givin'It Up" von George Benson und Al Jarreau (DTS) zu einem echten Genuss werden lässt. Filmszenen wie den Einzug von Gandalf ins Auenland im ersten "Herr der Ringe"-Abenteuer (Dolby Digital) haucht er eine faszinierende und glaubwürdige Räumlichkeit ein. Das gelingt ihm selbst bei hohen Pegeln problemlos, von ansteigenden Verzerrungen oder hörbarer Kompression keine Spur. Bekommt der Yamaha den Ton über HDMI, spielt er noch einen Hauch freier und weniger rau. HD-Ton wie "Listen Up!" von Omar Hakim verhilft dies zu faszinierendem Glanz und mitreißendem Detailreichtum. Und auch Stereo-Musik wie Michael Ruffs "Speaking in Melodies" klingt höchst angenehm und fein aufgelöst, vor allem, wenn der "Pure Direct"-Modus aktiviert ist.

Informativ: Über die Options-Taste und das Untermenü "Signal Info" zeigt
der Yamaha-Receiver Informationen über die ein- und ausgehenden Ton- und Bildsignale.
Fazit
Für Heimkino-Fans, die mehr auf Klangqualität Wert legen als auf Videoverarbeitung, ist der Yamaha RX-V 2065 erste Wahl – das rechtfertigt sogar die 100 Euro Aufpreis.
Technische Ausstattung und Bewertung

Dieser Test ist in der audiovision 12/2009 erschienen.
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