Toshiba 42 ZV 635 D - LCD-TV für 1.300 Euro
Mit der ZV-Serie offeriert Toshiba erstmals Fernseher mit 200 Hertz-Technik. Optische Akzente setzt der günstige LCD mit einer hochglänzenden, tiefschwarzen Frontscheibe und einem beleuchteten Firmenlogo, das sich aber ausschalten lässt.
Ausstattung und Bedienung
Wie bereits der 42 RV 635 D (audiovision 6-09) offeriert der TV aus der ZV-Serie jede Menge Regler: zahlreiche Voreinstellungen für Farbtemperaturen und Gamma, Regler für Farbbalance und Mischfarben (Farbmanagement), ein elektronisches Farbfilter, wodurch sich die Farbsättigung ohne Farbfolien einstellen lässt, sowie einen regelbaren Umgebungslichtsensor, der die Hintergrundbeleuchtung automatisch steuert. Für die Wiedergabe von Multimedia-Dateien gibt es einen SD-Speicherkartenschacht für Fotos und einen USB-Eingang, der laut Toshiba Foto-, Video- und Musik-Dateien akzeptiert; im Test funktionierte allerdings nur die Fotodarstellung.
Grundsätzlich in Ordnung, doch im unteren Feld stehen die Tasten
der Toshiba-Fernbedienung etwas eng.
Auf der Fernbedienung fallen die Tasten für Menü, Format und Senderliste zu klein aus und sind schlecht platziert. Ärgerlich: Damit HDTV-Signale dauerhaft ohne Overscan erscheinen, muss man im Menü "Auto Format" abschalten. Dann allerdings gilt es, das Bildformat bei jedem Senderwechsel manuell zu wählen. Zudem wird die Auflösung eingehender HDMI-Signale nicht angezeigt.
Bildqualität TV und Standardsignale
Die Voreinstellung "Film" liefert bei analogem und digitalem TV-Empfang ein ehrliches, detailliertes und farbneutrales Bild. Sowohl Börsenticker als auch Spielfilme erscheinen mit aktivierter "ActiveVision 200M"-Schaltung angenehm scharf und sauber. Nur bei sehr schnellen Kamerafahrten verwischt der Toshiba stärker als die anderen Testkandidaten. Das Scart-Bild wirkt leicht unscharf, lässt sich per "Resolution Plus" auf Stufe 3 aber verbessern. TV-Sendungen werden via HDMI-576i zu einem sauberen Bild aufbereitet, während per Scart-Zuspielung in Schwenks Sägezähne auftreten. In Spielfilmen wie "Der schmale Grat" kommt es bei analoger und digitaler Zuspielung gelegentlich zu Zeilenflimmern. Unschön ist das um etwa vier Prozent in die Breite verzerrte Bild im Letterboxzoom-Format "Kino", was vor allem in Gesichtern auffällt. Die Lautsprecher klingen trotz "Dolby Volume" und Audyssey-Klangentzerrung dünn.


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In den letzten 10 Jahren hat sich im Heimkino viel getan. Wir schauen, was uns in den nächsten zehn Jahren an Innovationen erwartet. Den flachen Fernseher hat jede Prognose vorhergesehen, wahlweise für 1960, 1980 oder das Jahr 2000. Was jedoch das TV-Geschäft mehr als alles andere verändert hat, nämlich die Infrarot-Fernbedienung und das mit ihr mögliche Zappen von einem Programm zum anderen, das hatte niemand auf der Rechnung.