Denon AVR-1910 - AV-Receiver für 500 Euro
Wie üblich ist Denon in Sachen Tonformate ganz vorn dabei: Mit dem AVR-1910 und dem kleineren AVR-1610 bringen die Japaner wieder einmal als Erste ein brandneues Tonformat in ihren Produkten unter, nämlich Dolby ProLogic 2z. Diesmal muss sich Denon die Ehre allerdings mit Onkyo teilen, denn auch dieser Hersteller spendiert seinen Receivern bereits das neue Format.
Ausstattung und Technik
Extra-Endstufen für die neuen Höhenkanäle von ProLogic 2z bringt der Denon aber ebenso wenig mit wie der Onkyo; das wäre in dieser Preis-
klasse auch zu viel verlangt. Immerhin ist er bereits mit sieben Endstufen bestückt (die kleineren Denon und Onkyo-Receiver, im Test auf den vorhergehenden Seiten, haben nur fünf), wobei sich die Surround-Back-Leistungsverstärker von ProLogic 2x für 2z umkonfigurieren lassen. Alternativ dienen sie auch zum Bi-Amping der Frontlautsprecher oder als Antrieb für die Multiroom-Zone 2.
Dass die Denon-Entwickler Wert auf eine sinnvolle Bildverarbeitung legen, beweist die gelungene Umsetzung analoger Halb- in Vollbilder. Im Gegensatz zu den anderen Receivern im Test funktioniert das De-Interlacing weitgehend fehlerfrei, ebenso das Skalieren auf 1080p.
Durchwachsen: Etwas zu oft muss man bei der Denon-Fernbedienung auf
die Rückseite ausweichen, wo sich eine Vielzahl recht kleiner, fummeliger
Tasten unter einer Klappe verbirgt.
Wie bei Denon Tradition, bringt der AVR-1910 eine Einmess-Automatik von
Audyssey mit, in diesem Fall die hochwertige MultEQ-Version. Sie stellt
Pegel, Verzögerungszeiten, Lautsprechergrößen und Trennfrequenzen
nahezu perfekt ein. Zudem erfolgt eine gut funktionierende
Frequenzgang-Korrektur für mehrere Hörplätze. Das angenehme
DynamicEQ-System, das die Klangbalance bei jeder Lautstärke an das
menschliche Gehör anpasst, ist ebenfalls an Bord.
In Sachen Bildschirmmenü und Fernbedienung verlässt sich Denon auf
Bewährtes. Das Menü gewinnt zwar keinen Schönheitspreis, ist aber
übersichtlich. Die Fernbedienung gefällt mit ihrer klaren Gliederung,
versteckt aber einige häufiger benötigte Tasten unter einer Klappe auf
der Rückseite.
Nur für den iPod kann der Denon noch mit einem S-Video-Eingang aufwarten.
Dessen Signale muss er jedoch mangels entsprechendem Ausgang zu FBAS und HDMI wandeln.


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