Philips BDP 7300 - Blu-ray-Player für 350 Euro
Der Philips BDP 7300 ist eine komplette Neuentwicklung und setzt auf ein leises Laufwerk im lüfterlosen Gehäuse und auf neue Bildschirmmenüs. Erstmals bietet ein Philips-Player nun den Internetzugang für BD-Live.
Ausstattung und Bedienung
Als Zugabe liegen dem BDP 7300 die zwei Blu-ray-Filme "Batman Begins" und "I Am Legend" sowie ein HDMI-Kabel bei; es kann nach dem Auspacken also sofort losgehen. Der Player gefällt durch sein ansprechendes Menüdesign und sammelt weitere Sympathiepunkte, weil er zusammen mit dem Samsung BD-P 3600 über das schnellste Laufwerk im Testfeld verfügt. Anders als der Samsung kommt er ganz ohne Lüfter aus. Das kann für empfindliche Gemüter ein ausschlaggebendes Argument im Heimkino sein.
Die Auflösungen für den HDMI-Ausgang lassen sich von 576i bis 1080/60p und 1080/24p direkt über die Taste "HDMI" auf der Fernbedienung einstellen. Normale Bildregler oder ins Detail gehendes Bildtuning etwa für Gamma oder Schärfe bietet der Philips leider nicht.
Dass nicht alle USB-Schnittstellen gleich sind, unterstreicht dieser Player in der Praxis: Seine USB-Buchse akzeptiert nämlich auch handelsübliche Multiformat-Speicherkartenleser; so lassen sich beispielsweise auf SD- oder CF-Karte abgelegte Mediendateien abspielen. Auch die Qualität der scharf skalierten Fotos und die programmierbare Diashow mit variablen Überblendeffekten überzeugen, ebenso die übersichtliche Bedienung mit Vorschaubildern. Sogar das Abspielen von HDTV-Video (AVCHD und MPEG-4 AVC) klappt, obwohl es im Handbuch gar nicht erwähnt ist.

Die Fernbedienung ist handlich, die Tasten für Titelmenü und Disc-Auswurf liegen aber etwas versteckt.
Bildqualität Blu-ray
Im Labor leistet sich der Philips leichte Abweichungen bei den digitalen Pegeln sowie der RGB-Farbdecodierung und zeigt im YUV-Farbraum die ultraschwarzen Graustufen nicht an. Welcher Farbraum eingestellt wird, entscheidet der Player automatisch. Die sich daraus ergebenden Abweichungen fallen zwar nur dem geübten Auge auf, sind aber mit digitaler Technik heute eigentlich vermeidbar.
Ansonsten gibt sich der BDP 7300 keine Blöße und zeigt sowohl Kinofilme in 1080/24p als auch HDTV-Dokumentationen in 1080/60i in professioneller Vollbildqualität – Zeilenflimmern wird nur in der bereits erwähnten Testsequenz mit dem langsam über den Schirm gleitenden Frauenkopf sichtbar, doch die meistert außer dem Pioneer kein Player im Testfeld. In allen anderen Szenen glänzt der Philips mit ausgezeichneter Kantenglättung, selbst bei sehr schnellen Motiven franst das Bild nicht aus.

Flexibel: Mehrkanalton gibt der Philips BDP 7300 analog ohne Surround-Back-
Kanäle aus oder digital in 7.1-Qualität als Bitstream- und PCM-Ton über HDMI.
Dazu komplettieren zwei digitale S/P-DIF-Ausgänge das Anschlussfeld.


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