Panasonic DMP-BD 80 - Blu-ray-Player für 400 Euro
Wie schon dem DMP-BD 60 (Test in audiovision 5-09) spendiert Panasonic auch dem neuen DMP-BD 80 mit "Viera Cast" eine besondere Funktion: Über die LAN-Schnittstelle klappt damit der Abruf von YouTube-Videos – genau wie beim LG. Beim Panasonic gibt es aber noch zusätzliche Internet-Features (siehe Seite 31). Vom BD 60 für 330 Euro unterscheidet sich der 70 Euro BD 80 durch den analogen 7.1-Tonausgang.
Ausstattung und Bedienung
Auch über die LAN-Buchse hinaus präsentiert sich der BD 80 bestens für Multimedia gerüstet. Camcorder-Videos im AVCHD-Format spielt der Player über SD-HC-Karte oder CD und DVD genauso ab wie JPEG-Fotos. DivX-Videos und MP3-Musik akzeptiert er nur von CD beziehungsweise DVD.
An der langen Einlesezeit von 26 Sekunden für eine Blu-ray-Scheibe ändert der zuschaltbare Schnellstart-Modus wenig: Er wirkt sich nämlich nur auf bereits im Gerät befindliche Discs aus; der Player legt sich dann beim Ausschalten nicht komplett schlafen und startet beim Einschalten flotter. Der Trick verkürzt die Wartezeit auf neun Sekunden, erhöht aber den Standby-Stromverbrauch von 0,3 auf fünf Watt. Im Betrieb gibt sich der BD 80 mit 14,9 Watt dagegen sehr genügsam und verdient sich bei abgeschaltetem Schnellstart-Modus unser Stromsparer-Logo. Weniger schön: Beim Start einer Disc schwillt der Geräuschpegel hörbar an. Zwar gehen Drehzahl und Geräuschpegel nach wenigen Minuten wieder zurück, doch das Laufwerk bleibt stets präsent.

Panasonic BD 80: Die Fernbedienung punktet mit übersichtlich
gruppierten Tasten und intuitiver Steuerung.
Bildqualität Blu-ray
Ist der ab Werk ausgeschaltete 24p-Modus aktiviert, überzeugt der DMP-BD 80 mit ruckelfreier 24p-Wiedergabe. Auch die digitalen HDMI-Pegel verlaufen nahezu perfekt, der Panasonic zeigt HDTV-Testbilder oder Kinofilme flimmerfrei. Mit seinen Videoreglern bietet er flexible Eingriffsmöglichkeiten, um beispielsweise dem körnigen Bild im Kriegsdrama "Der Patriot" entgegenzuwirken. Auch Fehler des Displays gleicht er mit diesem Werkzeug jederzeit aus. Die beiden digitalen Rauschfilter beseitigen zudem recht effektiv das in einigen Szenen von "Der Fuchs und das Mädchen" deutlich sichtbare Rauschen (Himmel und Baumkronen). Ungewöhnlich und sehr praktisch: Die Bildregler wirken selbst für aus dem Web geladene BD-Live-Inhalte wie HDTV-Trailer.
Beim De-Interlacing von HD-Videomaterial mit 50 oder 60 Bewegtbildern pro Sekunde zeigt der Panasonic kaum Schwächen. Einzig die Testsequenz des Frauenportraits mit besonders langsamer Bewegung lässt leichtes Flimmern erkennen. Diese besonders knifflige Sequenz meistern aber selbst High-End-Player nur selten besser.

Alles, was man braucht: Selbst ältere Receiver versorgt der Panasonic BD 80
mit analogem 7.1-Mehrkanalton, über HDMI liefert er modernen Bitstream-HD-Ton.
Die Netzwerkbuchse dient für BD-Live-Extras und Webinhalte, kann aber noch
keine Daten vom heimischen Computer anzapfen.



Als neuesten Hardware-Test können Sie ab sofort auf audiovision.de kostenlos den Test des Subwoofers Nubert Nuvero AW-17 im HTML-Format
abrufen. Im Inneren arbeitet ein bewährter Zwölf-Zöller. Der Langhub-Treiber mit neuer Fasermembran verträgt laut Nubert Auslenkungen von bis zu fünf Zentimetern und höhere Eingangsleistungen.
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