Elac Serie 600 CE-Set - Boxenset für 38.000 Euro
Dass es sich lohnen kann den Gegenwert eines Mittelklasse-Autos in Boxen zu investieren, demonstriert die Kieler Electroacustic GmbH, kurz Elac, mit der Linie 600 CE eindrucksvoll.
Technik
Bereits auf den ersten Blick sieht man, dass auch die Serie 600 die schon vor gut zwei Jahren bei der Linie 240 vorgestellte Membran mit kristallförmiger Prägung geerbt hat. Sämtliche Tieftöner und jetzt sogar auch die Mittelton-Ringstrahler weisen diese interessante Form auf. Die Prägung in den Aluminium-Schwingflächen verschiebt die Frequenz, bei der die Stabilität der Membran während der Schallerzeugung leidet, um fast eine Oktave nach oben. Bei den Tieftönern melden sich die ersten Resonanzen erst bei etwa 5 kHz, also weit jenseits ihres eigentlichen von der Frequenzweiche bestimmten Arbeitsbereichs. Hinter dem sichtbaren Aluminium sitzt bei den Tieftönern zudem ein Zellstoffkonus, der durch seine hohe innere Dämpfung einen Großteil der verbliebenen Resonanzen eliminiert.
Selten zu finden: Der Elac Subwoofer SUB 2080 D besitzt zusätzlich
sogar symmetrische Eingänge.
Gegenüber der 240er-Linie weisen die Treiber der im Test als Front- und Surroundlautsprecher eingesetzten Standboxen FR 609 CE aber eine weitere Besonderheit auf: Sie verfügen über einen speziellen Antrieb (siehe Kasten Technik: Elac LLD). Auch das für den Mittel- und Hochtonbereich zuständige Koaxial-Chassis kam uns bekannt vor, gab es doch in der Vorgänger-Serie Linie 600 bereits das ähnliche X-Jet-Chassis. Für die Serie 600 wurde es aber nochmal kräftig überarbeitet. Der außen liegende, flache Ringstrahler hat nun ebenfalls eine mehrlagige Membran mit resonanzdämpfender Kristall-Prägung und einer Zwischenschicht aus Nomex-Wabenmaterial. Der JET-Hochtöner im Zentrum des Koax-Treibers arbeitet mit einer zickzackförmig gefalteten Folie, die wie eine Ziehharmonika auseinandergezogen und wieder zusammengepresst wird. Sie quetscht im Takt der Bewegung Luft zwischen den Falten heraus und saugt sie wieder ein. Die Luft erreicht dabei eine sehr viel höhere Geschwindigkeit als die Folie selbst und begründet somit den sehr hohen Wirkungsgrad dieser speziellen Bauweise.


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