Canton DM 90 – Soundbar für 1.350 Euro
Zu modernen Flachbild-TVs passen moderne Soundbars: Bei ihnen kommt der Surroundsound aus nur einer Box, die platzsparend unterm Fernseher liegt. Zu unserer Überraschung funktioniert das Prinzip – wenn auch nicht immer gut.
Das Surroundsystem DM 90 aus Cantons Digital Movie Serie kommt optisch schnörkellos daher, hat aber einiges auf dem Kasten. Das versteifte Holzgehäuse trägt selbst schwerere Plasma-TVs problemlos. Im Innern sitzt ein 350 Watt starkes 2.1-System mit drei digitalen Endstufen. Dank des integrierten Subwoofers und der Elektronik inklusive UKW-Tuner ersetzt diese Soundbar eine komplette Surroundanlage.
Ausstattung und Bedienung
Beim akustischen Konzept verfolgt der deutsche Lautsprecherspezialist Canton eine ebenso puristische Linie wie beim Design. Hinter der schwarzen Blende verstecken sich zwei außen sitzende Koaxialtreiber mit zentralem Hochtöner, die virtuell fünf Lautsprecher simulieren. Gleich vier Tieftontreiber mit elf Zentimetern Durchmesser unterstützen sie im Bass- und Tiefbass. Dabei wirft Canton seine Erfahrung mit der aktiven Entzerrung von Bassreflex-Systemen voll in die Waagschale. Das Konzept zielt auf kompromisslose Klangqualität, die auch bei einer kompakten Soundbar auf Bassfundament und Pegelfestigkeit aufbaut.
Wem die Power nicht reicht, der kann einen weiteren Subwoofer oder externe Effekt-Kanalboxen an den Vorverstärker-Ausgängen auf der Rückseite anschließen. Drei analoge und zwei digitale Eingänge für PCM, Dolby Digital und DTS nehmen übliche Tonquellen auf – mit Ausnahme der neuen HD-Tonformate von Blu-ray.

Alles da: Das Anschlussterminal bietet optische und koaxiale Digitaleingänge,
drei Schnittstellen für analoges Stereo und einen Antenneneingang für das RDS-Radio.
Das grafische Display der Funkfernbedienung zeigt alle Einstellungen, an der Soundbar selbst leuchten weder ein Display noch LEDs, die im Heimkino stören könnten. In den logisch aufgebauten Menüs findet man praktische Funktionen wie einen Lip-Sync-Delay, Bass-Höhenregler und eine zweistufige Loudness-Schaltung. Neben dem Stereo- und dem Surround-Modus lässt sich bei der Canton sogar ein zweiter 5.1-Modus mit verbesserter Sprachverständlichkeit für den Center einschalten. Merken kann sich das System den für den jeweiligen Eingang bevorzugten Tonmodus allerdings nicht. Praktisch: Im Service-Menü kann man die Einschalt- und Maximallautstärke festlegen, was vor bösen Überraschungen schützt.

Die bidirektionale Funkfernbedienung führt mit ihrem
grafischen Display sicher
und schnell durch eine vernünftige Auswahl
sinnvoller Einstellungen.


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