Sony KDL-55 X 4500 – LCD-TV für 6.300 Euro
Spart Strom und erhöht den Kontrast: Die neuartige Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming macht LCD-Fernseher brillant wie nie zuvor. Im Test: Der neue 55-Zöller von Sony.
In Ausgabe 11-2008 erschien die Vorhut: Ein 46-Zöller von Samsung brachte als erster LCD-Fernseher die neue lokal angesteuerte Hintergrundbeleuchtung auf der Basis von Leuchtdioden mit. Diese lassen sich blockweise intelligent ansteuern (siehe Kasten rechte Seite), was den Kontrast steigert und den Stromverbrauch senkt. Nun gibt es die neue Technik auch von Philips (Seite 26) und – hier im Test – von Sony.
Ausstattung und Bedienung
Neben Local Dimming bringt der riesige Sony samt seiner Bilddiagonale von 140 Zentimetern eine umfassende Ausstattung mit. Zu den Spezialitäten des Herstellers gehört der Hybrid-Tuner, der analoges Fernsehen, DVB-T und DVB-C empfängt. Bei Digitalkabel klappt sogar der Empfang von Anixe HD sowie – ein CA-Modul und eine entsprechende Abokarte vorausgesetzt – von Premiere HD und Discovery HD. Über die USB-Buchse und die Netzwerkschnittstelle lassen sich Foto- und Musik-Dateien wiedergeben.
Bei der Fotodarstellung überzeugen die Navigationsmöglichkeiten und die Bildqualität gleichermaßen. An den Digital Media Port des Sony lassen sich Dockingstationen für MP3-Player (iPod, Sony-Modelle) anschließen; die Steuerung der Geräte erfolgt dann komfortabel über die TV-Fernbedienung. Selbstverständlich bietet der Fernseher alle wichtigen Bildregler. Sie erlauben erfahrenen Nutzern sogar Eingriffe in Farbbalance (RGB-Gain/-Offset), Farbumfang (Standard/Weit), Farbdekodierung (ITU601/709) und Gamma. Auch die Motion-Flow-Schaltung für eine bessere Bewegungsschärfe fehlt nicht. Im Gegensatz zu den neuen Sony-Geräten der Z-Serie (Test in der letzten audiovision) arbeitet sie hier aber nur mit 100 Hertz.
Im Fernsehalltag verwöhnen Komfortmerkmale wie ein 2.5-Teletextdecoder und flotte Umschaltzeiten, ein gelungener Führer für digitale Programme und informative Menüeinblendungen. Einzig das Hauptmenü, gehalten im Stil der Playstation 3 mit rollenden Registern, wirkt zuweilen etwas unübersichtlich.

Gelungen: Die Fernbedienung fällt zwar recht groß aus, überzeugt aber durch
Beleuchtung und gute Gruppierung.
Bildqualität Fernsehen
Voraussetzung für ein natürliches Bild sind der Bildmodus "Kino" sowie abgeschaltete Rausch- und DRC-Filter. Dann zeichnet der Hybridtuner über alle Empfangswege ein sauberes Bild. Details erscheinen mit neutraler Schärfe und wenig Saumkanten, dank guter Skalierung im Zoom-Bildformat treten Treppenstufen an Schrägen nur auf, wenn sie bereits im Signal vorhanden sind. Dunkle Farben zeichnet der Sony gut durch, nur Brauntöne wirken undifferenziert. Laufschriften auf n-tv erscheinen leicht verschmiert; das lässt sich über die mehrstufige Motion-Flow-Schaltung verbessern, doch dann wirken – zumindest bei Analog-TV – kontrastarme Flächen wie Haut reichlich stumpf. Bei guter Signalqualität (Sat-Sender mit hoher Datenrate, HD-Dokus) gefällt die Schaltung im "Klar"-Modus: Sie erreicht eine hohe Bewegungsschärfe, glättet Filmquellen nicht zu stark und verursacht kaum Artefakte.
Die Lautsprecher bieten ein breites Stereopanorama, tönen bei Sprache deutlich und bei Musik ausgewogen.

Vielfalt pur: Der Sony bietet Anschlüsse in Hülle und Fülle, darunter zweimal YUV und viermal HDMI.
Ideale Einstellungen



Disneys Kinderfilm-Klassiker hat eine lange Versionsgeschichte hinter sich. Kurz nach seiner Uraufführung in Los Angeles wurde die originale 134-Minuten-Fassung auf 121 Minuten für die Premiere in New York gekürzt. Die europäische Version lief gar nur 106 Minuten.
Als neuesten Hardware-Test können Sie ab sofort auf audiovision.de kostenlos den Test des SXRD-Projektors Sony VPL-HW 50 ES im HTML-Format
abrufen. Wegen seines schönen, aber voluminösen Gehäuses passt der Sony zwar nicht in gängige Bücherregale, findet ansonsten aber in jedem Raum problemlos ein Plätzchen.
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