Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 Euro

Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €Mit Blick auf das ereignisreiche Sportjahr 2008 legte Mitsubishi einen lichtstarken DLP-Projektor auf: in limitierter Edition und zum günstigen Preis.

Mit dem DLP-Projektor HC 1500 hat es Mitsubishi auf die derzeitige Fußball-Party abgesehen: Rund um die EM gibt es den Beamer in limi­tierter Auflage einschließlich Trillerpfeife für 899 Euro. Im Vergleich zum direkten DLP-Vorgänger HC 1100 setzt der HC 1500 mehr auf Helligkeit als auf Kontrast.

Ausstattung

Mit seinem 1,2-fachen Zoom wirft der Projektor aus kurzer Distanz große Bilder auf die Leinwand. Zoom und Fokus lassen sich akkurat einstellen, ein Gittertestbildgenerator und die jus­tierbaren hinteren Standfüße erleichtern das Set‑up. Anstelle eines optischen Lens-Shifts bietet der HC 1500 eine vertikale Bildverschiebung für 2,35:1-Filme. Per Blanking-Funktion kann man die Bildseiten maskieren, der Overscan lässt sich fein justieren. Der VGA-Eingang akzeptiert auch Scart-RGB-Signale.
Im Kino-Modus verfügt der Projektor über vernünftige Voreinstellungen und Farben. Mitsubishi setzt beim HC1500 auf ein 7-Segment-Farbrad mit zusätzlichen Mischfarben (C,M,Y) und separatem Weißfeld. Mit Hilfe der einstellbaren "Brilliant Color"-Technologie bündelt der Projektor mehr Licht der Lampe, um neben Mischfarben sogar Grundfarben wie Rot intensiver darzustellen. Zur weiteren Feinanpassung stehen regelbare Gammakurven und getrennte RGB-Regler für Kontrast und Helligkeit parat. Damit lassen sich die leicht rosa- und magentafarbenen Abweichungen der Farbtemperatur im unteren Graubereich optimieren, während helle Graustufen bereits in der Werkseinstellung "Warm" exakt die gewünschten 6.500 Kelvin liefern. Alle Funktionen lassen sich dank der beleuchteten Fernbedienung auch im dunklen Heimkino problemlos steuern.

Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €


Übersichtlich: Alle wichtigen Buchsen sind vorhanden, der VGA-Eingang kann auch
Scart-RGB-Bilder verarbeiten. Der nötige Adapter liegt allerdings nicht bei.

Test des Mitsubishi HC 1500 - DLP-Projektor für 900 €
Einfach und praktisch:
Die kompakte Fernbedienung verfügt über beleuchtete Tasten.

Bildqualität Standard-Signale

Der HC 1500 verfügt über eine eigene De-Interlacing-Technik, die allerdings nur für analoge Bilder zur Verfügung steht. Digitales HDMI-Video im Format 576i wird nicht erkannt, auch das HDTV-Format 1080i zeigt ohne Vollbildkonvertierung ein leichtes Zeilenflimmern. Bei HDMI-Zuspielung gelingen daher vor allem in den progressiven Varianten 720p und 1080p scharfe und flimmerfreie Details.
Der Projektor liefert sehr helle und harmonische Bilder. Die gut gesättigten roten Farben sorgen für einen angenehm warmen Bildeindruck, der zu Kinofilmen passt. So treten in "Gladiator" die Kämpfer plastisch hervor, Hauttöne wirken differenziert und natürlich. Dunkle und helle Szenen werden ohne störenden Wechsel der Farbtemperatur abgebildet, die hellen Schriften im Abspann erscheinen neutral weiß auf der Leinwand. Allerdings wirkt der schwarze Bildhintergrund selbst im Eco-Modus zu hell. Mit einem Bildkontrast von maximal 1000:1 reizt der HC 1500 nicht alle Möglichkeiten des Dark Chip 2 aus und lässt seitlich ein wenig Streulicht durch das Objektiv entkommen. Dafür stehen bei voller Lampenleistung mit fast 600 Lumen sehr helle Bilder zur Verfügung, so dass tagsüber eine leichte Abdunklung des Wohnzimmers reicht, um Fußballspiele oder die bevorstehenden Olympischen Spiele in XXL zu genießen.
Viele Sat-Receiver und DVB-T-Tuner haben noch analoge Schnittstellen; an ihnen zeigt der Mitsubishi Schwächen. Vor allem die Farbauflösung präsentiert mit 0,5 MHz bei Composite- oder S-Video schwache Werte. Per YUV oder RGB ergeben sich trotz gut funktionierender Vollbildwandlung Probleme bei der Skalierung sowie sichtbare Säume. Bessere Resultate brachte eine Settop-Box mit HDMI-Technik. Allerdings ist bei HD-Zuspielung  via HDMI die Bildformat-Umschaltung außer Kraft gesetzt. Dies kann bei 4:3-Sendungen oder Letterbox-Filmen zu optisch ungünstigen Ergebnissen führen.

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