Beyerdynamic Headtracker - Surround-Kopfhörer für 2.500 Euro
Der erste Kopfhörer mit dynamischer 5.1-Raumsimulation: Das Set von Beyerdynamik bezieht sogar Kopfbewegungen in die Aufbereitung des Surround-Sounds ein.
Übliche Surround-Kopfhörer versuchen, die Raumabbildung von Musik und Filmsound nachzuahmen. Neu an der Herangehensweise des Herstellers Beyerdynamik ist, dass die Kopfhaltung einbezogen wird. Dabei handelt es sich um ein generelles Problem von Surround-Kopfhörern: Man dreht den Kopf zur Seite, und die Soundkulisse wandert mit – was zur Folge hat, dass Bild und Ton in der Ortung nicht mehr zusammenpassen.
Technik
Auf den ersten Blick wirkt der Headzone Home Headtracker wie ein normaler Surround-Kopfhörer: Eine Box fungiert als High-End-Verstärker und Surround-Decoder, der Kopfhörer dockt per Klinken-Kabel an. Bei genauem Hinsehen fallen zusätzliche Komponenten auf: Am Kopfhörer gibt es eine Sendeantenne, an der Box eine entsprechende Empfangsantenne. Auf diesem Weg werden unhörbare Ultraschallimpulse versandt, aus denen der Empfänger laufend die Position des Kopfhörers errechnet. Schon ein leichtes Nicken mit dem Kopf hat eine Verschiebung des Klangpanoramas („Headtracking“) zur Folge. Da die Empfängerantenne die akustische Mitte definiert, sollte man sie so nah wie möglich an der Bildmitte positionieren.

Neuheit: Der Beyerdynamic-Headtracking-Kopfhörer ist das Nonplusultra für alle,
die Filme ohne Boxen genießen wollen. Ebenfalls im Bild: der zur Messung
eingesetzte Kunstkopf aus unserem Labor.

Die Basisstation des Sets: Sie vereint den Verstärker für den Kopfhörer,
die Raumklang-Simulation und den Prozessor. ngeschlossen wird hier außerdem eine Antenne,
die Signale vom Kopfhörer empfängt und so dessen Position errechnet.
Klang Stereo
Der erste Hörtest erfolgte im „Bypass“-Modus, bei dem die Box das Audiosignal analog wandelt und verstärkt. Sofort fiel die erfreulich straffe Basswiedergabe auf, der Kopfhörer baut selbst an der unteren Hörgrenze von rund 16 Hertz Druck auf: Massiv und sauber zugleich bildet der Beyerdynamic tiefste Orgelbässe ab, wie das Subkontra-C in einer Aufnahme aus der Nürnberger Lorenzkirche. Der gesamte Frequenzbereich klingt sehr ausgewogen, weder zu warm – wie es in leichter Form der AKG K 530 (audiovision 3-2007) tut – noch zu kühl. Dieser Kopfhörer eignet sich zum entspannten Musikhören genauso wie für den Hobby-Musiker, der auf Detailfreude und Ehrlichkeit Wert legt. Der maximale Schallpegel von weit über 100 Dezibel sollte auch „Lauthörer“ zufrieden stellen.
Im zweiten Hördurchgang schalteten wir die Akustik-Simulation hinzu. Sie bildet einen Raum mit Lautsprechern nach, die Klangeigenschaften des Raums (Größe, Bedämpfung) lassen sich einstellen. Das Stereofeld weitet sich damit spürbar, obgleich nicht der gleiche Eindruck wie beim Hören über Lautsprecher entsteht. Trotz eines gewissen Präzisionsverlustes bei impulsiven Instrumenten wie Snare-Drums gefiel der Klang mit Akustik-Simulation besser als ohne.

Auf der Rückseite der Basisstation finden optische und koaxiale Digitalsignale Eingang.
Die Umschaltung erfolgt mittels Schiebeschalter.


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