Reportage: Panasonic-Premiere in Hollywood
Jetzt können auch LCD-Projektoren 3D. Zur Premiere des neuen PT-AT5000 lud Panasonic nach Hollywood.
Es könnte recht idyllisch sein. Vor dem Panasonic Hollywood Laboratory sind Tische und Bänke aufgestellt, es gibt Lunch am Buffet unter Bäumen. Nur das Rauschen im Hintergrund erinnert daran, dass direkt dahinter der Interstate 101 vorbeiführt, in diesem Abschnitt zwölf Fahrspuren breit und Hollywood Freeway genannt. Und dass die Stadt der Filmstudios kein großer Freizeitpark ist, auch wenn nebenan die Universal Studios zur Tour bitten.
Nein, Filmemachen ist anstrengende Arbeit, die vor allem in dunklen Räumen passiert – so wie in diesem Labor der Japaner, wo auch die Post Production für "Avatar" stattfand und die Blu-ray-Disc des Films entstand. Mit dem Know-how der Studiotechniker will Panasonic seine Produkte verbessern, deswegen findet hier die Premiere des neuen Projektors PT-AT5000 statt; in den USA und Japan heißt das Modell PT-AE7000, ist aber identisch.
Es ist der erste 3D-fähige LCD-Projektor, was eine gelinde Überraschung ist. Denn bisher galten nur DLP und LCoS (D-ILA, SXRD) als schnell genug für den Betrieb mit Shutterbrillen. Und hier gleich die nächste bemerkenswerte Information: Die Panels schalten nicht mit 240 Hertz, wie zum Beispiel die Sony-Projektoren, sondern mit 480 Hertz.

Bei 240 Hertz gelangt während 17 Millisekunden nur für 4 ms Licht ans Auge (links),
bei 480 Hertz kommt an auf 6 ms, also 50 Prozent mehr.
Das bedeutet, dass die Dunkelphase, während der ein neues Bild Zeile für Zeile von oben nach unten geschrieben werden muss, nicht rund vier Millisekunden dauert, sondern nur etwas über zwei. Damit sind die Brillen nicht vier, sondern knapp sechs Millisekunden geöffnet. Das gibt rund 50 Prozent mehr Helligkeit beziehungsweise den Spielraum, um Doppelkonturen durch Übersprechen zu bekämpfen.
Wobei Panasonic die Kernbestandteile dieser Projektoren nicht selbst herstellt. Wie praktisch alle transparenten Mini-Panels kommen sie von Epson, doch diese Firma hat selbst noch nichts darüber bekannt gegeben. Es soll sich laut Panasonic um den D9-Prozess in der Produktion handeln, die bisherigen Panels stammten aus der D7-Generation. D9 bringt angeblich eine höhere Lichtdurchlässigkeit.
Man wird sehen müssen, ob die Vervierfachung der Bildwechselrate – bisher gab es maximal 120 Hertz – mit irgendwelchen Tricks in der Ansteuerung erkauft wird. Epson selbst will erst auf der IFA seine Produkte enthüllen.
Zusatzinfo: Filmemachen mit dem Projektor
Steven Poster ist einer, der seinen Namen im Abspann eines Films immer mit dem Kürzel ASC versieht. Bei der American Society of Cinematographers ist Poster kein gewöhnliches Mitglied, er war lange Jahre der Präsident. Er arbeitete in der Second Unit an "Blade Runner" und "Unheimliche Begegnung der dritten Art", drehte mit Madonna "The Immaculate Collection" und war zuletzt für die Kamera von Filmen wie "Stuart Little 2" und "Cats and Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr", seinem ersten 3D-Film, verantwortlich.
Poster kam zur Präsentation des PT-AT5000, um ein wenig aus der Schule zu plaudern. Dabei enthüllte er, dass er schon das Vorgängermodell immer bei Dreharbeiten dabeihat – und deswegen abends oft mit Essensresten auf der Kleidung nach Hause kommt. Er hat nämlich die Dailies wieder eingeführt, das tägliche gemeinsame Sichten des am gleichen Tag geschossenen Materials. Dazu hat er in einem Truck der Produktionsfirma eine kleine Kabine eingerichtet, wo er mit dem Regisseur und anderen Beteiligten die Bilder ansehen kann.
"Ich liebe diese Dailies", sagt er und liefert gleich die Begründung mit: "Seit Einführung der Digitaltechnik in der Produktion schaut sich der Regisseur die Aufnahmen auf einem TV-Schirm oder gar auf einem grässlichen PC-Monitor an." Das Ergebnis: "Dann sagt er zu mir, wir müssten näher rangehen." Das aber wäre falsch, weil die kleinen Bildschirme den falschen Eindruck vermitteln: "Wenn du einen Film so drehst, dass er auf einem Fernseher gut aussieht, dann drehst du einen Fernsehfilm." Nur ein Projektor mit großer Leinwand und in dunkler Umgebung vermittelt die richtigen Eindrücke, so Poster.
Weil aber am Abend nach dem Dreh alle Beteiligten hungrig sind, wird im Dunkeln beim Sichten des Materials auch gegessen. Die Folgen, so Poster, entdeckt dann am Abend seine Frau. Trotzdem: "Sobald der neue Projektor da ist, werde ich ihn einsetzen."

Kameramann Steven Poster will einen Projektor wie den AT5000 unbedingt bei
den Dreharbeiten dabeihaben.


Da die Texteinblendungen in "Der ganz normale Wahnsinn" eine wichtige Rolle spielen und sie obendrein via Animation ins Bild geschrieben werden, entschied sich Anbieter Tobis, zwei Film-Versionen auf die Blu-ray zu packen: eine mit englischer (Bild Mitte), eine mit deutscher Schriftanimation (Bild unten). Der Kunde kann wählen (Bild oben).

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abrufen. Der Sat-Tuner unterstützt Unicable-Installationen. Ferner ist die 3D-Konvertierungsoption erwähnenswert, die es nicht bei allen Panasonic-TVs gibt.
Als neuesten Hardware-Test können Sie ab sofort auf audiovision.de kostenlos den Test des 3D-LED-TVs Sony KDL-55 NX 725 im HTML-Format
abrufen. Die Ausstattung fällt üppig aus: Universaltuner, CI+ Slot für HD+ Sender, viele Multimedia-Extras und USB-Aufnahme.
Am 11. April titelte das Handelsblatt vom "Burn-out einer Ikone", womit Sony gemeint war, und die Financial Times Deutschland meldete: "Japan-Elektronik wird zum Auslaufmodell". Anfang April überschlugen sich in der Tat die Nachrichten, die eine Zeitenwende in der TV-Branche ankündigen:



Zum günstigen Preis projiziert der Acer H 9500 BD extrem helle und kontrastreiche Bilder, leistet sich aber auch kleine Schwächen.
Samsung hat seine LED-Oberklasse überarbeitet: Der neue 55-Zöller 8090 sorgt mit innovativer Sprach- und Gestensteuerung für Furore.
Mit seinem gerade mal ein Zentimeter breiten Rahmen und dem tiefschwarzen Hochglanzbildschirm ist der Samsung ein echter Hingucker. Die Ausstattung des 3D-Fernsehers ist genauso attraktiv wie sein Preis: Online-Händler bieten den 55-Zöller bereits für rund 2.500 Euro an.
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