Reportage: Neue THX-Technologie
Optimaler Klang auf allen Plätzen und keine Probleme mehr mit der Raumakustik – das möchte THX mit fast unsichtbaren Lautsprechern verwirklichen.
Laurie Fincham sitzt in seinem Sessel und holt eine lange Plastikleiste hervor, auf der Striche markiert sind. Diese Leiste soll seinen Lautsprecher darstellen, und er dreht sie in Richtung der anderen Sitzplätze im Hotelzimmer: "Damit können wir den Klang ausrichten und hierhin abstrahlen", er dreht in die andere Richtung, "oder hierhin, oder hier und hier und hierhin".
Damit will er zeigen: Seine Erfindung soll es erlauben, den Klang eines Lautsprechers wie das Licht eines Scheinwerfers zu bündeln. Aber man kann ihn auch breit zu allen Sitzplätzen abstrahlen. Fincham hebt nochmal an: "Früher hatten wir nur einen einzigen Platz, an dem der Klang optimal war, den Sweet Spot genau in der Mitte vor den Lautsprechern. Das ist heute nicht mehr zeitgemäß", sagt er und deutet wieder in den Raum. "Vielleicht will ich ja da und da optimalen Klang, und da" – er zeigt in eine andere Richtung – "gar nichts hören."

Um eine möglichst punktförmige und damit präzise Abstrahlung zu erreichen,
sitzen beim THX Speaker Array zwei Chassis einander gegenüber.
Ein komplettes Array besteht aus vielen Lautsprecher-Chassis in Reihe angeordnet;
die Steuerung der Abstrahlung erfolgt durch Verzögerung einzelner Speaker.
Nur ein schmaler Schlitz
Nun hat Fincham, seit 13 Jahren als Chief Scientist für die Forschung bei THX zuständig, die gerichtete Abstrahlung nicht selbst erfunden. Ansätze dazu sind zahlreich, aber sie genügten seinen Ansprüchen nicht. Zwar ist die Theorie längst bekannt: Viele kleine Schallwandler nebeneinander erlauben die Bestimmung der Ausbreitungsrichtung, die sich steuern lässt, wenn jedes Chassis über einen Signalprozessor kontrolliert von einem eigenen Verstärker angetrieben wird. Winzige Verzögerungen zur Seite hin zum Beispiel lenken die Schallkeule zur Seite. Doch in der Praxis ist es nicht so einfach. Damit es funktioniert, bräuchte man eine perfekte, punktförmige Schallquelle, möglichst viele davon und das auf maximaler Breite. Je besser diese Forderungen erfüllt werden, umso genauer lässt sich der Schall ausrichten, über das gesamte relevante Frequenzband. Dafür hat sich Fincham einen Trick einfallen lassen: Er ordnet die Chassis einander gegenüber an, so dass sie durch einen schmalen Schlitz seitlich abstrahlen.
Damit kommt man dem Ideal der Punktschallquelle ziemlich nahe, gleichzeitig wird der Lautsprecher trotz seiner Größe recht unauffällig integrierbar. Die Vorführung am Rande der CES im Januar nutzte den Raum unter einem THX-Plasma von LG, um den Prototypen zu verstecken. Bei knapp zwei Metern Breite steckten hinter der Blende 92 Verstärker, 60 Hoch- und 32-Mitteltöner, die alle durch den schmalen Schlitz nach vorne abstrahlen.
Die Ansteuerung übernahm bei dem Prototyp ein standardmäßiger Intel Core 2 Duo, da kein dafür maßgeschneiderter DSP-Chip zur Verfügung steht. Die Rechenleistung wird allerdings gar nicht voll benötigt, es würde ein Pentium P4 mit 2,4 GHz ausreichen.
Zusatzinfo: Fincham – 13 Jahre THX
Es ist kein Zufall, dass bei THX eine neue Lautsprecher-Technologie entsteht. Denn der oberste Forscher der Firma kommt aus diesem Sektor: Laurie Fincham hat 25 Jahre Boxen für den britischen Hersteller KEF entwickelt, dazu kommen jeweils ein paar Jahre bei Celestion und Infinity, ebenfalls Lautsprecherhersteller. Für seine Arbeit bei THX seit 1998 ist vor allem wichtig, dass er außerdem als anerkannter Experte für akustische Messtechnik gilt. Seinen Ansatz für ein steuerbares Lautsprechersystem hat er erstmalig im Oktober 2008 vorgestellt, und zwar auf der Konferenz der Audio Engineering Society (AES) in San Francisco – damals allerdings nur in der Theorie. Fincham ist zudem passionierter Bassist in einer Jazz-Band.
Als Chief Scientist ist aurie Fincham für Grundlagenforschung und
Technologie-Entwicklung bei THX verantwortlich.


Da die Texteinblendungen in "Der ganz normale Wahnsinn" eine wichtige Rolle spielen und sie obendrein via Animation ins Bild geschrieben werden, entschied sich Anbieter Tobis, zwei Film-Versionen auf die Blu-ray zu packen: eine mit englischer (Bild Mitte), eine mit deutscher Schriftanimation (Bild unten). Der Kunde kann wählen (Bild oben).

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Am 11. April titelte das Handelsblatt vom "Burn-out einer Ikone", womit Sony gemeint war, und die Financial Times Deutschland meldete: "Japan-Elektronik wird zum Auslaufmodell". Anfang April überschlugen sich in der Tat die Nachrichten, die eine Zeitenwende in der TV-Branche ankündigen:



Zum günstigen Preis projiziert der Acer H 9500 BD extrem helle und kontrastreiche Bilder, leistet sich aber auch kleine Schwächen.
Samsung hat seine LED-Oberklasse überarbeitet: Der neue 55-Zöller 8090 sorgt mit innovativer Sprach- und Gestensteuerung für Furore.
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London 1880: Um Frauen von der Hysterie zu heilen, legt ein junger Arzt (Hugh Dancy) bei seinen Patientinnen an intimen Stellen Hand an – mit durchschlagendem Erfolg. Dem manuellen Einsatz nicht mehr gewachsen, erfindet er den Vibrator. Lockere Brit-Komödie mit tollem Schauspielensemble (u.a. Maggie Gyllenhaal, Jonathan Pryce).
Als der Teenager Nathan Harper auf einer Webseite für vermisste Personen ein Kinderfoto von sich entdeckt, gerät er ohne ersichtlichen Grund ins Visier professioneller Killer und der CIA. Zielgruppengerechte "Auf der Flucht"-Variante mit "Twilight"-Star Taylor Lautner (der mit den Muskeln).
Um am Leben zu bleiben, muss Nick (Jesse Eisenberg) für das Möchtegern-Ganovenduo Dwayne (Danny McBride) und Travis eine Bank ausrauben. Da dem Pizzalieferant dafür nur wenige Stunden bleiben, bittet er seinen besten Freund (Aziz Ansari) um Hilfe. Natürlich geht alles schief, was schiefgehen kann. Die kurzweilige Krimikomödie erinnert an "Ananas Express", ohne dessen Klasse zu erreichen. 

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